So wirken Tuchmasken wirklich!

Silikone und Parabene statt Pflege

So wirken Tuchmasken wirklich! - Silikone und Parabene statt Pflege

Sheet-Maske Tuchmaske

von

Tuchmasken versprechen unsere Haut mit Pflegestoffen und Feuchtigkeit zu „durchtränken“ und sind heute zum liebsten Beauty-Tool vieler Frauen avanciert. Auch Stars wie Drew Barrymore oder Lena Gercke lassen nur noch "Tuch" an ihre Haut. Doch viele Tuchmasken sind voll mit bedenklichen Inhaltsstoffen wie PEG’s oder Silikonen. Wir haben uns einige Vliesmasken genauer angesehen.

Der Ursprung der Tuchmaske liegt in Korea - einem Land, das auch aufgrund anderer Innovationen rund um die Schönheit als Vorreiter gilt. Hierzulande gibt es sie bereits für wenige Euro im Drogeriemarkt, aber auch deutlich mehr Geld im Internet oder Parfümerien. Die vorgeformten Tuchmasken sind mit Seren und Wirkstoffen getränkt und sollen die natürliche Regenerationsfähigkeit der Haut unterstützen, Unreinheiten mildern, Fältchen und Feuchtigkeitsverlust entgegenwirken und für einen strahlenden und frischen Teint sorgen. Doch können sie diese Versprechen wirklich halten?

Tuchmasken - einfach und unkompliziert!

Die Handhabung ist in jedem Fall einfacher, als das Auftragen einer regulären Crememaske oder eines Serums. Das Tuch wird möglichst ohne Falten auf die Haut gelegt. Dann lässt man das triefende Stück mit Aussparungen an Mund und Augen für 15 bis 20 Minuten wirken. Tuchmasken können weiterhin problemlos kurz vor dem Ausgehen oder auf Reisen angewendet werden.

Beautyblogger und Prominente wie Lena Gercke, Katy Perry oder Drew Barrymore zeigen sich daher begeistert mit Tuchmaske im Gesicht. Doch wirken diese Masken zu einem Preis von bis zu 70 Euro wirklich die Wunder, die sie versprechen?

View this post on Instagram

First it's like this #goldenglobes #kbeauty

A post shared by Drew Barrymore (@drewbarrymore) on

Tuchmasken wirken oft mit Silikonen, Parabenen & Co.

Die Hersteller von Tuchmasken werben mit dem ultimativen Feuchtigkeitskick und Inhaltsstoffen wie Grapefruit, Hyaluronsäure, Kollagene, Co-Enyzm Q10-Komplex, Seetangextrakte oder sogar Diamantpulver. Das klingt überzeugend natürlich – über naturbasierte Stoffe verfügen jedoch die wenigsten Tuchmasken.

Stattdessen sind sie mit PEG’s, Parabenen und Silikone durchtränkt. Während PEG’s die Barrierefunktion der Haut schwächen können, stehen Parabene als Konservierungsmittel im Verdacht, in den Hormonhaushalt einzugreifen. Silikone legen sich wie ein Film auf die Haut. Da dies die Regenerationsfähigkeit der Haut hemmt, statt zu unterstützen, kann eine längere Anwendung zu trockener und fahler, statt zu strahlend durchfeuchteter Haut führen.

Einige Tuchmasken beinhalten zudem allergene Duftstoffe oder Palmöl. Die weltweit große Nachfrage nach Palmöl führt zur Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten und stellt daher eine starke Umweltbelastung dar.

Alternativen mit grünen Inhaltsstoffen

Tuchmasken produzieren unnötig viel Müll

Egal wie gut die Inhaltsstoffe sind: Tuchmasken produzieren in der Regel unnötig viel Müll. Neben der äußeren Verpackung aus Alu oder Kunststoff besteht das Vlies der Tuchmaske meist ebenfalls aus schwer abbaubaren Polymeren bzw. Plastik. Neben den Inhaltsstoffen ist also auch das Material der hauchdünnen Vliese entscheidend. Einige Anbieter wie Starskin haben aber Masken aus Baumwolle im Angebot.

Nach einmaligem Gebrauch landet dann alles im Müll, während eine Maske aus der Tube oder dem Tiegel für einige Monate reicht.

Wie wäre es also, wenn Du Deine nächste Maske aus rein natürlichen Inhaltsstoffen und ohne Müll zu produzieren, selbst herstellst? Hier haben wir z. B. ein Rezept für eine vegane Avocadomaske.

Ich möchte den Codecheck-Newsletter abonnieren und keine News mehr verpassen

Codecheck.info
3.3/5 17 Stimmen

Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten

hagebutten
Feuchtigkeitsspender mit Anti-Aging-Effekt –

Der Gewinner ist...

Kochen
Anzeige

Plastik vs. Holz: Was ist das bessere Schneidebrett?

Das Schneidebrett ist wohl eines der wichtigsten Küchenutensilien. Die Wahl des Materials ist dabei nicht unerheblich. Durch den direkten Kontakt mit Lebensmitteln sollte es möglichst keimfrei sein, aber auch Gerüchen und Verfärbungen standhalten. Aber welches Material ist denn nun am besten – Holz oder Kunststoff?

Nicht wegwerfen!

orange

6 Tipps, was Du mit Orangenschalen machen kannst

Die Schalen der Zitrusfrüchte solltest Du auf keinen Fall wegwerfen! Unbehandelte Orangenschalen verfeinern als Abrieb Kuchen und Gebäck – aber die Schalen der gesunden Früchte können noch einiges mehr. Wir haben fünf tolle Tipps für Dich zusammengestellt. Wenn du die Schalen deiner Früchte weiterverwenden möchtest, achte beim Kauf auf unbehandelte und ungespritzte Orangen.

Mikroplastik

Teflon

Was Teflon in Deiner Kosmetik zu suchen hat

Teflon - die meisten kennen diesen Stoff wohl im Zusammenhang mit Bratpfannen. Doch nicht nur in der Küche, auch in Deiner Kosmetik versteckt sich Polytetrafluorethylen (PTFE). Welche Risiken dieser Inhaltsstoff in sich birgt und in welchen Produkten er enthalten ist, wir klären auf.