Sonne am Strand und im Gebirge – So schützt Du Dich richtig

Sonnencreme, Kleidung oder doch gleich Schatten?

Sonne am Strand und im Gebirge – So schützt Du Dich richtig - Sonnencreme, Kleidung oder doch gleich Schatten?

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Richtiger Sonnenschutz bewahrt die Haut vor frühzeitiger Alterung und reduziert das Krebsrisiko durch UV-Strahlen. Vor allem am Strand, auf dem Wasser oder im Gebirge ist die Sonnenstrahlung besonders intensiv. Ohne Sonnenschutz ist hier Sonnenbrand vorprogrammiert. Was Du bei der Verwendung von Sonnencreme beachten musst und wie Du Dich sonst noch schützen kannst, verraten wir Dir hier.

Wenn die Sonne vom Himmel lacht, ist die Freude groß, und das Auftragen von Sonnenschutz wird gern mal vergessen. Doch zu viel Sonne schadet der Haut. Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 224.000 Menschen neu an Hautkrebs, davon 198.000 an weißem Hautkrebs und 26.000 Menschen an dem besonders gefährlichen schwarzen Hautkrebs.

Bereits 15 Minuten sind für die meisten Deutschen genug an Sonnenstrahlung. Spätestens danach muss konsequent Sonnenschutz aufgetragen werden, um ohne Gefahren braun zu werden.

Sonnenhut

Tipps für optimalen Sonnenschutz

Egal zu welcher Jahreszeit, wenn die Sonne strahlt, solltest Du Deine Haut schützen. Je nach Hauttyp sind nämlich bereits mehr als 15 Minuten genug, um sich einen Sonnenbrand zu holen. Hier kannst du nachlesen, zu welchem Hauttyp Du zählst und wie lange Du ungeschützt die Sonne genießen darfst. Folgendes gilt es zudem zu beachten:

1. Hohe Intensität am Wasser & in höheren Lagen

Besonders stark sind die UV-Strahlen am Wasser, also am Meer, Fluss oder See, da sie hier zusätzlich an der Wasseroberfläche reflektiert werden. Aber auch beim Wandern, Klettern oder Skifahren in höheren Lagen braucht die Haut zusätzlichen Schutz. Oft ist man hier der Sonne schattenlos ausgesetzt. Da hilft es, schon früh morgens aufzubrechen, wenn sie noch nicht so stark ist – um die starke Mittags- und Nachmittagssonne zu vermeiden.

2. Kleidung gegen Sonnenbrand

Eine Kopfbedeckung schützt vor Sonnenbrand im Gesicht sowie auf der Kopfhaut und beugt einem Sonnenstich vor. Ebenso bietet Kleidung einen zusätzlichen Schutz vor den starken Strahlen. Baumwolle lässt beispielsweise nur etwas sechs Prozent des Lichtes durch die Fasern.

Auch Deine Augen solltest Du vor der schädlichen UV-Strahlung schützen. Billige Sonnenbrillen ohne Siegel bieten meist nur einen schlechten Schutz. Suche am besten bei nachhaltigen Marken nach einem passenden Modell.

3. Richtige Verwendung von Sonnencreme

Wie viel Sonnencreme ist eigentlich notwendig? Als Faustregel kannst Du Dir merken: etwa ein Schnapsglas (25 Milliliter) für den ganzen Körper. Vergiss dabei nicht, empfindliche Stellen wie Ohren, Nase oder die Fußrücken einzucremen.

Nach dem Schwimmen oder Plantschen im Wasser solltest Du den Sonnenschutz wieder auffrischen. Generell gilt jedoch, dass sich der Lichtschutzfaktor nicht verlängern lässt. Da nützt auch erneutes Eincremen nichts, sondern nur der Wechsel in den Schatten.

Tipp: Vergiss nicht, wenn Du Dich in der Sonne aufhältst, ausreichend zu trinken. Dein Körper schwitzt Flüssigkeit heraus, auch wenn du es nicht immer bewusst wahrnimmst.

sonnencreme

Auf diese schädlichen Inhaltsstoffe in Sonnencreme solltest Du achten

Wie die „Stiftung Warentest“ herausfand, sagt der Preis nichts über die Qualität aus. Das Versprechen „wasserfest“ wurde jedoch oft nicht gehalten. Nicht nur preislich, auch inhaltlich gibt es bei Sonnenschutzmitteln jedoch große Unterschiede. Sind einer oder mehrere dieser Inhaltsstoffe enthalten, solltest Du lieber ein anderes Produkt wählen. Nutze die CodeCheck App, um diese herauszufiltern.

  1. Nanopartikel

Nanopartikel in Sonnenschutzmitteln sorgen dafür, dass die Creme auf der Haut keinen unerwünschten Weißfilm hinterlässt und sich zudem besser verteilen lässt, da die Partikel nur nanometergroß sind.

Genauere Untersuchungen über die Wirkung der winzigen Teilchen stehen aber noch aus. Bei gesunder Haut sollen diese zwar nicht über die Haut in den Körper gelangen, aber die Wissenschaft diskutiert dieses Thema schon länger und ein Fazit gibt es bisher nicht. Darüber hinaus gelangen sie über den Abrieb beim Baden in die Umwelt und wirken sich dort negativ auf die Tierwelt aus.

Vorsicht also bei diesen Bezeichnungen: Titanium Dioxide (nano), Zinc Oxide (nano) oder Methylene Bis-Benzotriazolyl Tetramethylbutylphenol (nano).

2. Mikroplastik

Mikroplastik wird in Sonnenschutzprodukten unter anderem als Bindemittel oder Filmbildner verwendet. Es handelt sich dabei um synthetische Polymere, die nicht abbaubar sind.

Mikroplastik hat auf die Umwelt ähnliche Folgen wie Nanopartikel. Einmal in den Gewässern bindet sie Schadstoffe an sich und wird von Fischen fälschlicherweise als Futter wahrgenommen. Dadurch landet Mikroplastik auch auf unserem Teller und letztendlich in unserem Körper.

Du erkennst Mikroplastik an Namen wie Polyethylener, Polystyrene oder Polyurethane.

Sonnencreme

3. Palmöl

Palmöl hat zwar auf die Gesundheit keinen schädlichen Einfluss, auf das Ökosystem jedoch umso mehr. Die große Nachfrage nach dem billigen Öl führte zur Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten. Vor allem Malaysia und Indonesien sind davon betroffen.

Palmöl wirkt in Sonnencreme antioxidativ und rückfettend. Da Palmöl nicht direkt ausgewiesen wird, verbirgt es sich teilweise hinter Stoffen wie Cetearyl Alcohol, Caprylic/Capric Triglyceride, Cetyl Palmitate oder Glyceryl Stearate. Viele Hersteller verwenden inzwischen aber auch palmölfreie Inhaltsstoffe.

4. Chemische UV-Filter

Sonnenschutzmittel bestehen meist aus einer Mischung chemischer und physikalischer UV-Filter. Chemische UV-Filter zerfallen auf der Haut und können im Vergleich zu mineralischen anschließend Allergien auslösen. Zudem stehen zudem einige im Verdacht hormonell wirksam zu sein.

Stoffe wie Benzophenone 3-5, Ethylhexyl Methoxycinnamate oder 4-Methylbenzylidene Camphor solltest Du daher vermeiden.

Tipp: Einige dieser Stoffe können durch den Kauf von Naturkosmetik ausgeschlossen werden. Palmöl ist jedoch oft auch in diesen Produkten enthalten. Dann solltest Du zumindest auf zertifiziertes Palmöl achten, dessen Anbau gewisse Mindeststandards erfüllt.

Fazit: Den besten Sonnenschutz bietet immer noch das Aufhalten im Schatten, gefolgt von Kleidung, welche die gefährlichen Strahlen weitgehend abhält. Bei Sonnenschutzcremes empfehlen wir, die Inhaltsstoffe zu checken oder am besten gleich auf Naturprodukte zu setzen.

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