Gutes Gewissen, gefüllter Geldbeutel

Diese Nachhaltigkeitstipps sparen sogar Geld

27. Aug. 2018 von

Ein nachhaltiger Lebensstil wird oft als kostenintensiv eingeschätzt – dabei gibt es sogar viele Möglichkeiten umweltbewusst und ethisch zu handeln - und dabei sogar Geld zu sparen. 5 Tipps, die sich leicht umsetzen lassen.

1 – Plane Deine Mahlzeiten

Ein Essensplan für jede Woche macht es nicht nur einfacher, auf gesunde Ernährung zu achten, sondern beugt außerdem Lebensmittelverschwendung vor. Laut Angaben des „Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft“ wird jedes achte gekaufte Lebensmittel weggeschmissen. Geldtechnisch entspricht das durchschnittlich 235 Euro pro Person und Jahr.

Wenn Du also nur so viel einkaufst, wie Du auch wirklich essen wirst, sparst Du unnötige Ausgaben für Lebensmittel und gleichzeitig die Ressourcen für deren Herstellung und Entsorgung.

Besonders nachhaltig und kostensenkend ist es zudem, auch Dein Mittagessen und Snacks für unterwegs vorzubereiten und in wiederverwendbaren Boxen mitzunehmen. Auf vermeintlich praktische Essensverlockungen „to go“ – wie Salate in Plastikboxen – solltest Du verzichten.

2 – Rette Lebensmittel

Ein anderer Weg um bares Geld zu sparen und nachhaltig zu handeln, ist es Lebensmittel zu retten, die zwar noch konsumierbar sind, aber auf Grund kleiner Makel im Müll landen würden.

Um hier Anzupacken, gibt es viele Möglichkeiten – informier Dich welche Projekte es bereits in Deiner Nähe gibt! Einige Anregungen: Zum Beispiel kannst Du bei foodsharing.de die „Mängelexemplare“ direkt von kooperierenden Supermärkten abholen und mit anderen aus der Community teilen. Oder Du meldest Dich bei der App „Too Good To Go“ an – die App ermöglicht es Restaurants und Bäckereien, nach Ladenschluss übriges Essen für wenig Geld anzubieten.

Hast Du außerdem schon von sogenannten Fair-Teilern gehört? Das sind öffentlich zugängliche Kühlschränke, in denen nicht benötigte Nahrungsmittel von Privatpersonen abgegeben werden können.

Vor allem im Sommer lohnt sich zudem auch ein Blick auf die Plattform mundraub.org. Auf der Internetseite lässt sich herausfinden, wo herrenlose Obstbäume stehen, die legal abgeerntet werden können. So verhinderst Du nicht nur, dass Äpfel und Birnen als Fallobst am Wegesrand verrotten, sondern sparst auch noch Geld beim Wocheneinkauf.

3 – Wer braucht schon Wasser aus Plastikflaschen?

Leicht vermeidbar ist der Plastikmüll, der beim Kauf von Wasser in Plastikflaschen entsteht. Laut der „Deutschen Umwelthilfe“ werden allein in Deutschland stündlich unglaubliche 1,8 Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht: Pro Tag sind das rund 43 Millionen Stück.

Und das obwohl das Wasser aus dem Hahn nach strengen Vorgaben geprüft wird und hohen Qualitätsstandards entspricht. Mit der einmaligen Anschaffung einer wiederverwendbaren Trinkflasche, die Du täglich benutzt, sparst Du den Müll von rund 197 Plastikflaschen im Jahr, die jeder Deutsche im Schnitt verbraucht.

Wenn Du dann mit Deiner wiederverwendbaren Flasche unterwegs bist: Achte auf „Refill“-Aufkleber – überall wo sie angebracht sind, kannst Du kostenfrei Leitungswasser in die mitgebrachte Flasche auffüllen und Plastikmüll vermeiden.

Nicht unbedingt kostengünstiger – aber ganz leicht, um Verpackungsmüll zu sparen: Einweg-Becher weglassen. Laut der „Deutschen Umwelthilfe“ werden innerhalb nur einer Stunde in Deutschland 320.000 Einweg-Becher ausgegeben, die nach einmaliger Nutzung im Müll landen. Dabei gibt es schöne und preiswerte Alternativen für den Kaffee für unterwegs – in diesen bleibt das Heißgetränk länger warm und in manchen Cafés wird das Mitdenken sogar mit einem kleinen Preisnachlass belohnt.

4 – Nachhaltige Alternativen selbst herstellen

Mikroplastik, Palmöl, Mineralöl - viele konventionelle Kosmetik- und Reinigungsprodukte sind nicht ökologisch. Dabei kannst Du Vieles selbst günstiger herstellen – und vor allem kennst Du die Inhaltsstoffe.

Hier findest Du einige Anregungen:

- Puzmittel aus Essig, Zitrone und Natron

- Waschmittel aus Kastanien & Efeu

- waschbare Kosmetikpads

- pflegendes Gesichtswasser mit Reis

- Haarspülung aus Birkenblättern

Einfach mal ausprobieren!

5 – Kaufe weniger aber hochwertiger

In Deutschland besitzt jeder Erwachsene im Schnitt 95 Kleidungsstücke, von denen jedes fünfte jedoch nur tatsächlich getragen wird.

Wer beim Klamotteneinkauf mehr auf die Qualität, die Produktionsbedingungen und die Kominierbarkeit einzelner Stücke achtet, kann diesen ungenutzten Überfluss leicht vermeiden. Das ist nicht nur nachhaltiger, sondern spart am Ende sogar Geld.

Die fünf Grundsätze für eine reduzierte Garderobe nach Anuschka Rees sind:

  1. Wertschätzung und Behutsamkeit Deiner vorhandenen Garderobe
  2. Weniger aber überlegter Einkaufen
  3. Qualitativ hochwertige und haltbare Kleidung kaufen
  4. Vintage oder Second-Hand-Ware
  5. Faire Marken unterstützen

Du willst mehr wissen zu Deinem Weg zu einem ethisch korrekten Kleiderschrank? Dann bist Du hier richtig.

Natürlich gibt es noch viel mehr Möglichkeiten nachhaltiger im Alltag zu handeln, ohne dabei Geld auszugeben. Selbst wenn Du nur konsequent auf Deinen persönlichen Energieverbrauch achtest und Dich öfters mal auf den Fahrradsattel schwingst als mit dem Auto zu fahren, ist das schon ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Eines ist jedoch klar - Nachhaltigkeit ist kein Luxusgut ,sondern eine Lebenseinstellung, zu der wir alle etwas beitragen können. Unabhängig von Gehalt und Kontostand.