Pflaster + Smartphone = nie mehr Sonnenbrand?

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Pflaster + Smartphone = nie mehr Sonnenbrand? - Hautschutz 2.0

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Mit einem intelligenten Pflaster will Kosmetik-Hersteller „La Roche-Posay“ unsere Haut vor Sonnenbrand und damit vor möglichen Langzeitfolgen schützen – sofern das eigene Smartphone Empfang hat.

„My UV Patch“ nennt die „L'Oréal“-Tochterfirma ihren innovativen Sticker. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich dabei um den ersten flexiblen UV-Sensor, der seine Daten an eine App weitergeben kann. Die Software ermittelt anhand der Informationen dann, wie hoch das Sonnenbrandrisiko für den Träger des Pflasters ist.

So funktioniert’s

Dazu muss der Nutzer zunächst die kostenlose App für sein Android- oder iOS-Smartphones herunterladen. Zur Bestimmung des Hauttyps gibt er dann einige Angaben zu Person ein. Im nächsten Schritt synchronisiert der Anwender das Smartphone-Programm mit dem Sensor, der auf den Handrücken oder an das Handgelenk geklebt werden soll. Durch lichtempfindliche Farbstoffe erkennt das Patch seinerseits die Hautfarbe des Trägers und registriert sie in der App als Basiswert.

Farbveränderung zeigt UV-Belastung

Im Laufe der Zeit reagiert das Pflaster auf die Intensität der Sonneneinstrahlung und verfärbt sich. Macht der Nutzer nun ein Bild von dem Pflaster, analysiert die App die Kolorierung. Gleichzeitig stellt sie anhand der Geodaten die aktuelle Position des Mobiltelefons fest und lädt sich die entsprechenden Wetter- und UV-Werte herunter.

Aus allen diesen Informationen errechnet die Software das „Sonnenguthaben“. Gemeint ist die Zeit, die der Träger des Stickers an diesem Tag noch risikofrei in der Sonne verbringen könnte. Gegebenenfalls warnt es auch davor, weiter im Freien zu bleiben oder erinnert daran, sich wieder einzucremen – und empfiehlt natürlich „La Roche-Posay“-Erzeugnisse.

Patch ersetzt das Eincremen nicht

Bis zu drei Tage soll „My UV Patch“ Daten liefern und sich selbst beim Schwimmen oder Joggen nicht lösen. Die Nutzer dürfen während dieser Tage jedoch nicht vergessen, dass das Pflaster lediglich als Mittel gedacht ist, die Menschen für die Hautkrebsvorsorge zu sensibilisieren.

„Das Patch soll uns die Schattenseiten der Sonne aufzeigen. Es schützt uns jedoch nicht vor Sonneneinstrahlung - dafür sind wir selbst verantwortlich“, erklärt „La Roche-Posay“-Manager René Baaring gegenüber der „Süddeutschen“.

Gute Intention, aber ...

Dermatologin Anna Caroline Maassen sieht das Wearable kritisch und bemängelt bei „Watson“, dass die Träger des Sensors eventuell zu sorglos in die Sonne gehen könnten. Denn bei der UV-Empfindlichkeit würden viele Faktoren eine Rolle spielen, so Maassen.

Und auch „Süddeutsche“-Redakteurin Valentina Finger meldete nach einem Selbsttest leichte Zweifel an der Genauigkeit der Messungen an, weil der Sensor bei den meisten Alltagsbeschäftigungen einfach nicht direkt zur Sonne ausgerichtet sei.

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Wie Du ein Pflaster bekommst

Den herzförmigen, foliendünnen Sticker bekommen Käufer von ausgesuchten „La Roche-Posay“-Produkten als Beigabe geschenkt.

Alternativ verschickt der Hersteller ein „My UV Patch“ auch an Interessierte, die bis zum 15.8.2017 ein Online-Formular ausfüllen. Dort müssen sie allerdings persönliche Daten wie Name und Anschrift preisgeben.

Auf diese Inhaltsstoffe kommt’s beim Sonnencreme-Kauf an:

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