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Kinderarbeit für den Glitzer in unserer Kosmetik

Mica

Kinderarbeit für den Glitzer in unserer Kosmetik - Mica

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Hinter vielen Kosmetikprodukten verbirgt sich Kinderleid. Dazu gehören vor allem Lippenstifte, Lidschatten und Nagellacke. Grund dafür sind die enthaltenen Glitzerpartikel, die von Kindern in Minen geschürft werden.

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Kinderarbeit für den schönen Schein

„Die Wahrscheinlichkeit, dass wir hier in Deutschland Produkte nutzen, für die Kinder arbeiten mussten, ist sehr hoch“, sagt Verena Haan, Referentin für Wirtschaft und Menschenrechte bei „Amnesty International“ gegenüber „Deutschlandfunk Nova“.

Einer der problematischen Rohstoffe ist das Mineral Glimmer, das für das Glitzern von Autolacken und Kosmetik-Artikeln sorgt.

Das Mineral wird zum Großteil in Indien und China in Minen geschürft – auch von tausenden Kindern. Das ist möglich, da ein Großteil der Minen illegal betrieben werden.

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Tausende Kinder schuften in illegalen Minen

So schätzt das Kinderhilfswerk „Terre des Hommes“ in einer Studie aus dem Jahr 2016, dass bis zu 20.000 Kinder in den Glimmer-Minen schuften, statt in die Schule zu gehen. Exakte Zahlen gibt es nicht, denn die Dunkelziffer ist hoch.

In den Minen seien Schnittwunden, Schlangen- und Skorpionbisse, Hautinfektionen und Atemwegserkrankunge an der Tagesordnung. Und auch bei Mineneinbrüchen kämen immer wieder Kinder ums Leben.

Unternehmen wissen um die Probleme

Besonders erschreckend ist, dass laut „Spiegel Online“ große Firmen, wie „L'Oréal“ oder auch „BMW“ und „Volkswagen“ Glimmer aus den problematischen indischen Bundesstaaten Jharkhand und Bihar kaufen. Dort seien laut der Studie von „Terre des Hommes“ rund 90 Prozent der Minen illegal.

Und die Unternehmen sind nicht unwissend. „Spiegel Online“ hat mehr als ein Dutzend Unternehmen, die Glimmer aus Indien kaufen, zu ihrer Lieferkette befragt. Alle Unternehmen teilen mit: „Man sei sich der Kinderarbeit in den Glimmer-Minen bewusst und arbeite daran, die Situation zu verbessern.“

Wie kann man Glimmer erkennen?

Das Mineral ist auf den Inhaltsstofflisten meist unter seinem englischen Namen „Mica“ gelistet. Manchmal wird auch das Kürzel CI 77019 verwendet.

Genauer hinschauen sollte man vor allem bei:

  • Lippenstiften
  • Lipgloss
  • Lidschatten
  • Rouge
  • Nagellack

Ob Mica enthalten ist, scannt die CodeCheck App.

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