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Insekten: Eine sinnvolle Alternative zu Fleisch?

Ernährung

Insekten: Eine sinnvolle Alternative zu Fleisch? - Ernährung

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Es ist kaum möglich, mehr als sieben Milliarden Menschen regelmäßig mit Steak, Schnitzel oder Fisch zu versorgen. Bleibt der weltweite Konsum so hoch wie er derzeit ist, wird es schwierig, dass alle Erdenbewohner in den Genuss tierischen Eiweißes kommen. Alternativen müssen also her!

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Bessere Ökobilanz

Insekten sind die Tiere, die auf der Erde am häufigsten vorkommen. Viele von ihnen setzen ihre Nahrung deutlich besser um als konventionelle Masttiere, so Nils Grabowski im Interview mit der ARD-Sendung „W wie Wissen“. So benötigt ein Masthähnchen beispielsweise für ein Kilogramm Fleisch etwa zwei Kilogramm Futter. Ein Mastschwein dagegen braucht schon vier Kilogramm und ein Mastrind sogar fünf bis mehr als zwanzig.

Insekten haben also eine bessere Ökobilanz. Und auch das Thema Massentierhaltung ist keins, denn Mehlwürmer und Käfer lieben es, dicht an dicht wuseln zu können.

Zwei Milliarden Menschen können nicht irren

Auch wenn es den meisten von uns den Magen umdreht, wenn wir an das Verspeisen von Insekten denken, stehen bei rund zwei Milliarden Menschen Insekten längst auf dem täglichen Speiseplan, vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika. Dazu gehören beispielsweise marinierte Maden und geröstete Raupen. Vielerorts gelten sie sogar als Delikatesse!

Man stelle sich einmal vor: Rund 1900 Insektenarten werden von Menschen schon heute verzehrt, dazu zählen unter anderem auch Wespen und Tausendfüßler. Weltweit größter Beliebtheit erfreuen sich übrigens aber Käfer und Heuschrecken. Vielleicht ist es deshalb nur konsequent, wenn Länder wie Deutschland, der Schweiz und Österreich derzeit verschiedene Insekten wie Heuschrecken, Grillen oder Mehlwürmer in die Lebensmittelverordnung aufnehmen.

Start-up bringt Insektenburger groß raus

Zwei Jungunternehmer aus Deutschland schicken sich an, Insekten als Nahrungsmittel groß herauszubringen und haben einen Burger auf Insektenbasis entwickelt. Dieser Burger besteht sowohl aus pflanzlichen wie aus tierischen Bestandteilen. So ist etwa der gemahlene Buffalowurm, die Larve des Getreideschimmelkäfers, ein fester Bestandteil.

Bisher ist der sogenannte „Bux Burger“ nur in der belgischen Hauptstadt Brüssel zu ergattern. Für Deutschland läuft derzeit ein Gesundheitsprüfungsverfahren, in dem die beiden Jungunternehmen beweisen müssen, dass der Fastfood-Happen gesundheitlich unbedenklich ist.

Ob sich allerdings Vegetarier und Veganer auf den neuen trendigen Snack einlassen werden, ist fraglich. Denn: Tier bleibt Tier! Gesundheitlich spricht jedenfalls nichts gegen den Verzehr von Insekten.

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