Gesundes Gemüse

Gut für den Blutzuckerspiegel: Topinambur

15. Dez. 2017 von

Wenige Kalorien, viele Ballaststoffe und eine Menge Mineralstoffe: Die Topinambur ist wahrlich eine Königin der gesunden Gemüsesorten. Dank des enthaltenen Inulins ist sie besonders gut für Diabetiker geeignet.

Die Knolle ist ein Wurzelgemüse und auch unter dem Namen „Erdbirne“ oder „Indianerknolle“ bekannt. Sie wächst unterirdisch und ähnelt optisch dem Ingwer. Die Schale hat eine bräunliche bis violette Färbung, während das Innere weiß oder cremefarben ist. Der Geschmack ist im gegarten Zustand mild und nussig. Roh schmeckt Topinambur ein wenig nach Artischocke.

Von der Indianerpflanze zum Schweinefutter

Lange Zeit wurde die Topinambur von den Indianern genutzt. Im 17. Jahrhundert wurde sie dann von Auswanderern nach Europa gebracht. Hier wurde sie erst zur Delikatesse und später zum Futter für die Schweine. In der Nachkriegszeit galt die „Kartüffel“ als Notnahrung für die arme Bevölkerung. Inzwischen ist sie selten geworden und wird von Oktober bis März vor allem in Bio-Läden oder auf Wochenmärkten verkauft.

Gesunde Knolle

Topinambur enthält nur 30 Kilokalorien pro 100 Gramm und ist dennoch sehr sättigend. Sie besteht zu 80 Prozent aus Wasser und hat pro 100 Gramm nur vier Gramm Kohlenhydrate. Neben dem Ballaststoff Inulin enthält sie vor allem Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen. Sie liefert darüber hinaus auch Provitamin A und mehrere B-Vitamine, sowie Vitamin D und C.

Gut für Diabetiker

Vor allem für Diabetiker lohnen sich Gerichte mit Topinambur, denn sie hat kaum einen Einfluss auf den Blutzucker. Die enthaltenen Kohlenhydrate liegen nämlich als Inulin vor und werden vom Dünndarm kaum verdaut. Stattdessen bindet der Ballaststoff Inulin Wasser, quillt dadurch auf und macht so schneller satt. Auch die Aufnahme von Zuckermolekülen ins Blut wird durch Inulin verlangsamt. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit mit Topinambur nur leicht und außerdem verlangsamt an. Das macht Topinambur zu einem idealen Gemüse für Diabetiker.

Einen kleinen Nachteil hat der Verzehr allerdings schon: Wer ballaststoffreiche Ernährung nicht gewöhnt ist, sollte keine größeren Mengen Topinambur essen, da dies zu Blähungen führen kann. Du kannst Topinambur aber auch mit Gemüsesorten kombinieren, die bei Blähungen hilfreich sind.

Einkauf und Lagerung

Beim Einkauf ist es wichtig, auf eine glänzende und glatte Schale zu achten. So kannst Du davon ausgehen, dass die Topinambur richtig gelagert wurde und noch nicht zu alt ist. Damit sie ihr Aroma behält, wird sie häufig für einige Wochen im Keller gelagert. Am besten ist es jedoch, wenn Du sie innerhalb von ein bis zwei Wochen verbrauchst. Dann kannst Du sie auch ins Gemüsefach Deines Kühlschranks legen. Damit sie dort nicht austrocknet, bietet es sich an, ein nasses Küchentuch darüber zu legen.

Zubereitung

Die Topinambur kann sehr vielseitig zubereitet werden. Sie findet – ähnlich wie Kartoffeln – Verwendung in Suppen, Aufläufen oder auch roh im Salat. Auch in der Pfanne gebraten oder im Ofen zu Chips gebacken ist sie eine leckere Abwechslung.

Ob als leckerer Snack, Salatzutat oder Beilage: Die Knolle lässt sich gut kombinieren. Besonders schmackhaft ist auch ein Püree. Dafür brauchst Du:

  • 500 Gramm Topinambur
  • 200 Gramm Kartoffeln
  • 100 Milliliter Milch, Schlagsahne oder Pflanzenmilch
  • Muskat
  • Salz und Pfeffer

Topinambur und Kartoffeln waschen und schälen und anschließend 35 - 40 Minuten in Salzwasser weich garen. Je nach Größe kannst Du die Kartoffeln auch etwas später hinzugeben. Nun kannst Du das Kochwasser abgießen und die Milch hinzugeben. Anschließend alles pürieren und mit den Gewürzen abschmecken. Alternativ dazu kannst Du die Knollen auch erst kochen und danach pellen. So lässt sich die Schale leichter entfernen.