Wo Palmöl drin ist, steht's auch endlich drauf

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Am Samstag 13. Dezember tritt die neue EU-Verordnung in Kraft. Ab sofort müssen Pflanzenöle in Lebensmitteln namentlich aufgeführt werden. Es ist als Schluss mit dem Versteckspiel!

Neue EU-Verordnung

Palmöl darf sich in Lebensmitteln nicht länger hinter harmlosen Bezeichnungen wie „Pflanzenfett“ oder „pflanzliches Öl“ verstecken. Ein wichtiger Schritt in Richtung Transparenz, wie wir finden.

Hintergrund ist, dass für die Palmöl-Produktion riesige Flächen tropischer Wälder gerodet werden (Codecheck berichtete). Die Flächen für Ölpalmen haben sich seit 1990 weltweit verdoppelt, in Indonesien sogar verzehnfacht. Weltweit bedecken Palmöl-Plantagen währenddessen zwölf Millionen Hektar, was in etwa ein Drittel von Deutschland ausmacht.

Die Monokulturen bedrohen die biologische Vielfalt und zerstörren den Lebensraum vom Aussterben bedrohter Tierarten wie Orang-Utan, Zwerg-Elephanten und Tiger.

Palmöl-Plantagen-Arbeiter

Konsumenten haben jetzt die Wahl

Im Jahr 2013 hat allein Deutschland über Direktimporte gut 2 Millionen Tonnen Palmöl und Palmkernöl eingeführt. „Egal ob bei Fertigpizza, Schokoriegeln, Brotaufstrichen oder Margarine, das beschämende Versteckspiel bei Palmöl in Lebensmitteln ist endlich vorbei. Die neue Kennzeichnungspflicht schafft eine lange überfällige Transparenz“, so die WWF-Expertin Ilka Petersen. „Die Verbraucher haben nun erstmals die Wahl und können sich bei der Ernährung bewusst für zertifiziertes Palmöl entscheiden oder versuchen ganz darauf zu verzichten.“

Hier darf noch nicht Schluss sein

Im nächsten Schritt muss der Gesetzgeber die Kennzeichnungspflicht aber auch auf andere Produkte wie Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel ausweiten.

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