Wie du dich ernähren solltest, wenn du unter Migräne leidest

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In Deutschland sind etwa acht Millionen Mensch sind von Migräne betroffen. Doch was ist Migräne genau und wie kann sie verhindert werden? Können bestimmte Lebensmittel Migräne auslösen?

Wer an mehr als 15 Tagen im Monat von schweren Kopfschmerzen geplagt wird, leidet unter chronischer Migräne. In Deutschland, der Schweiz und Österreich sind viele Menschen davon betroffen. Die stechenden, hämmernden Kopfschmerzen sind oft fast nicht auszuhalten. Jeder Lichtstrahl, jedes Geräusch verursacht einen zusätzlichen stechenden Schmerz, oft begleitet mit unangenehmer Übelkeit. Doch was ist Migräne eigentlich und wie kündigt sie sich an? Kann eine Migräne bei Betroffenen durch eine Umstellung der Ernährung verhindert werden?

Was ist Migräne?

Die Symptome einer Migräne können von Betroffenem zu Betroffenem an Intensität und Vorkommen sehr unterschiedlich wahrgenommen werden, deshalb ist eine Diagnose manchmal ein schwieriger Prozess. Grundsätzlich kann zwischen zwei Migränearten unterschieden werden: Die Migräne mit Aura und die Migräne ohne Aura.

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Migräne mit Aura (klassische Migräne)

Vorboten der klassischen Migräne sind visuelle Wahrnehmungsstörungen (Sehstörungen) und sensorische Wahrnehmungs- sowie Gleichgewichtsstörungen. Nur 15-20 Prozent der Migräne-Patienten sind von der Migräne mit Aura betroffen. Weitere Symptome sind Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen und Veränderung der Sinneswahrnehmungen.

Migräne ohne Aura (gewöhnliche Migräne)

Von der „gewöhnlichen“ Migräne sind 80-85 Prozent der Migräne-Patienten betroffen. Häufige Symptome sind Appetitlosigkeit, Übelkeit und gelegentlich Erbrechen. Auch Lichtempfindlichkeit, Geräuschempfindlichkeit, gelegentliche Gleichgewichtsstörungen und Schwindel sind bei diesen Patienten auszumachen. Die Migräne, die sich durch starke, einseitige Kopfschmerzen charakterisiert, kann einige Stunden bis einige Tage dauern.

Migräne oder Kopfschmerzen?

Viele verwechseln Migräne mit gewöhnlichen Kopfschmerzen. Diese können verschiedene Ursachen haben. Es gibt verschiedene Formen von Kopfschmerzen:

  • Clusterkopfschmerzen: Die heftigen Schmerzen halten nur einige Minuten an und lokalisieren sich vor allem im Gesichtsbereich, Augen und Schläfen.
  • Spannungskopfschmerzen: Spannungskopfschmerzen ist die häufigste Form von Kopfschmerzen und wird häufig mit der Migräne verwechselt. Sie zeichnen sich durch einen dumpferen, drückenden Kopfschmerz ohne genaue Lokalisation am Kopf aus. Sie sind im Normalfall auch etwas leichter als Migräneschmerzen und treten nicht kombiniert mit Symptomen wie Lichtscheueste und Appetitlosigkeit auf.
  • Medikament induzierte Kopfschmerzen: Sie rühren von zu häufigem Medikamentengebrauch oder einem Medikamentenentzug und können in ihrer Auftrittshäufigkeit, Stärke und Art des Schmerzes sehr unterschiedlich sein. Im Durchschnitt treten Sie jedoch mehrmals bis häufig im Monat auf und können von migräneartigen Symptomen begleitet werden.

Ursachen von Migräne

Seit Jahrzehnten versucht die Medizin, Auslöser für Migräne auszumachen. Dabei wurden unzählige Gründe identifiziert: Zum einen Umweltfaktoren (z.B. Föhn oder Lärm), biochemische Faktoren (Hormonelle Schwankungen), der Lebensstil (Stress), Medikamente, Genussmittel und Lebensmittel.

Ernährung als Auslöser von Migräne

Viele berichten von Migräneattacken nach dem Genuss bestimmter Lebensmittel: Häufig genannt werden Rotwein, Käse, Zitrusfrüchte und Süßigkeiten. Auch der Geschmacksverstärker Glutamat, Konservierungsstoffe wie Nitrate oder Histamine, die beispielsweise in Alkohol und Hartkäse enthaltenen sind, stehen im Verdacht, Migräne zu verursachen. Die Lebensmittel und Genussmittel, welche Migräneauslöser sein könnten, lassen sich zusammenfassen:

  • Lebensmittel mit viel Glutamat: Glutamathaltige Fertigprodukte gelten als verdächtig. Der Geschmacksverstärker ist in vielen Lebensmitteln zu finden, vor allem In Fertig- und Tiefkühlprodukten, Snacks, Chips, Saucen und Süsswaren.
  • Lebensmittel mit viel Tyramin: Dieser Stoff ist beispielsweis in Käse enthalten. Tyramin setzt im Körper Botenstoffe frei, die im Gehirn als Stressauslöser wirken.
  • Lebensmittel mit viel Histamin: Zu histaminhaltigen Lebens- und Genussmitteln gehören Würste, Käse, Rot- und Weisswein. Also Lebensmittel, die leicht verderblich sind, oder durch Gärung, Reifeprozesse und Lagerung bearbeitet sind. Zitrusfrüchte, Erdbeeren, Himbeeren und Bananen können ebenfalls Histamin freisetzen.Tomaten, Spinat, Auberginen, Sauerkraut, Avocado können – je nach individueller Verträglichkeit – die falsche Wahl sein.
  • Koffein, Nikotin und Tabaknebenstoffe

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Tipps & Tricks hinsichtlich Ernährung

Zusammenfassend lässt sich sagen: Je mehr Essen verarbeitet, konserviert, vergoren ist, desto mehr Probleme macht es Migränepatienten. Je frischer und unbehandelter, desto besser verträglich. Experten raten zu einer ausgewogenen und regelmässigen Ernährung. Keine Mahlzeiten sollten ausgelassen werden– insbesondere das Frühstück – und mit kleinen Snacks kann dafür gesorgt werden, dass der Körper mit Nährstoffen versorgt ist. Ausreichend zu trinken ist ebenfalls wichtig. Gerichte sollten aus frischen Zutaten zubereitet werden.

Einen pauschalen Verzicht auf bestimmte Lebensmitteln wird von Ärzten aber nicht empfohlen. Eine gezielte Auslassung wird nur empfohlen, wenn einzelne Nahrungsmittel eindeutig als Auslöser identifiziert wurden. Zudem nützt alles, was Stress abbaut: Jeden Tag regelmäßige Essenszeiten einzuplanen und sich bei den Mahlzeiten Zeit zu lassen, Ruhezeiten bewusst einzubauen, ausreichend zu schlafen, Entspannungstechniken zu lernen, kann Migräneattacken vorbeugen.

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