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Vorsicht Fake: Diese Lebensmittel werden besonders häufig gefälscht

Lebensmittelbetrug

Vorsicht Fake: Diese Lebensmittel werden besonders häufig gefälscht - Lebensmittelbetrug

Lebensmittel Fälschung Fake

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Wenn auf der Verpackung „Lachs“ zu lesen ist, es sich aber in Wirklichkeit um Makrele handelt, oder wenn dem Olivenöl billiges Maisöl zugemischt wurde, waren Betrüger am Werk. Immer mehr Lebensmittel werden manipuliert. Wir zeigen Dir die Top 5 der „Fake-Foods“ und wie Du Fälschungen vermeiden kannst.

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Lebensmittelbetrug - Minderwertige Lebensmittel zu hohen Preisen

Mit verschiedenen Tricks versuchen die Hersteller minderwertige Lebensmittel zu höheren Preisen zu verkaufen. Dies wird auch als Lebensmittelbetrug bzw. „Food Fraud” bezeichnet.

Finanzielle Schäden und Gefahr für die Gesundheit

Daraus entsteht der internationalen Lebensmittelbranche jährlich ein immenser finanzieller Schaden von bis zu 13 Milliarden Euro. Schlimmer noch ist die gesundheitliche Gefährdung der Verbraucher. Diese würden durch die Fake-Foods „sehr ernsthaften Gesundheitsrisiken ausgesetzt, um die kriminelle Gier zu befriedigen“, sagt ein „Interpol“-Beamter gegenüber dem Magazin „GEO“.

Food Fraud verhindern - Juristische Lage noch unklar

Wie der Betrug bekämpft werden kann, ist unklar. Schließlich sind in der EU bislang nicht einmal die juristischen Grenzen auf dem schmalen Grat zwischen Produktoptimierung und Lebensmittelbetrug geklärt, heißt es weiter.

Wie werden Lebensmittel gefälscht? Die Tricks der Betrüger

Mehr als 30 Millionen Kilogramm falsch deklarierte Lebensmittel beschlagnahmten „Interpol“ und „Europol“ in fünf konzentrierten Aktionen auf fünf Kontinenten zwischen 2011 und 2016, schreibt die „GEO“.

Die Händler sind kreativ, wenn es darum geht, sich anhand von Täuschungen zu bereichern. Die „Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft“ (DLG) beschreibt in einer Fachpublikation einige gängige Praktiken, die Lebensmittelfälscher anwenden.

Der Schein trügt: Falsche Etiketten auf den Produkten

Wenn zwar „Olivenöl“ oder „Büffelmozzarella“ auf der Packung steht, in Wahrheit jedoch günstigere Öle beziehungsweise Kuhmilch im Produkt stecken, ist die Bezeichnung auf dem Etikett irreführend.

Hersteller nutzen diesen Trick, um minderwertige Lebensmittel teurer verkaufen zu können. Auch bei Spirituosen und Fisch ist dies häufig der Fall.

Verdünnt, gestreckt, manipuliert - Darauf solltest du achten

Ein weiterer Trick betrifft die Veränderung der Produkte selbst. So wird beispielsweise durch Zugabe von Billigeiweiß zu Rindfleisch, oder Stickstoff zu Milch, der Proteingehalt erhöht. Bei Milchprodukten und Ölen kann auch der Fettgehalt manipuliert werden.

Eine weitere gängige Praxis ist die künstliche Steigerung der Süße, zum Beispiel bei Honig, Ahornsirup und Saftkonzentraten. Auch das Verdünnen oder Strecken von Produkten, darunter unter anderem Fruchtsäfte, Milch und Gewürze sind üblich.

Vorsicht beim Kauf - Diese fünf Lebensmittel werden am häufigsten gefälscht

An den gemeldeten Fällen von Lebensmittel-Fälschungen haben den größten Anteil Olivenöl mit 25 Prozent gefolgt von Milch, Honig, Safran und Fisch. Zu diesem Ergebnis kamen US-Wissenschaftler, die alle in den USA bekannten Fälle von Lebensmittelbetrug seit 1980 gesammelt haben.

Auch Interpol warnt vor Lebensmittelbetrug

Dies deckt sich weitestgehend mit den Angaben von „Interpol“, wonach Olivenöl, Fisch, Bio-Lebensmittel, Milch, Kaffee, Wein und Fruchtsaft besonders von Lebensmittelbetrug betroffen sind.

Generell gilt: Je teurer das Produkt, desto lukrativer ist der Betrug. Deshalb sind vor allem höherpreisige Waren betroffen.

1. Olivenöl

Betrug durch:

  • falsche Herkunftsangaben
  • Vermischung mit Altbeständen
  • Strecken mit Soja-, Mais-, Sonnenblumen-, Haselnuss-Öl, etc.
  • Etiketten-Schwindel: Wo „Natives Olivenöl extra“ oder „Olivenöl nativ extra“ draufsteht, ist nicht immer das entsprechende Öl enthalten.

Das kannst Du tun:

  • Olivenöl nicht zu günstig kaufen, denn gutes Olivenöl ist nicht billig.
  • Darauf achten, dass Herkunftsland und Erzeuger auf dem Etikett angegeben sind, dies ist bei guten Olivenölen der Fall, so „Das Erste“.

2. Milch

Betrug durch:

  • Streckung mit Pflanzenölen und Wasser
  • Vermengung mit Fremdproteinen und Protein vortäuschenden Substanzen z.B. Melamin

Das kannst Du tun:

  • Milch von regionalen Erzeugern am besten „Bio“ kaufen. In einigen Städten gibt es sogenannte „Milchtankstellen“ zum Selbstabfüllen.
  • Auf pflanzliche Drinks zum Beispiel aus Hafer und Mandel umsteigen.
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3. Honig

Betrug durch:

  • Streckung mit Invertzucker-Sirup oder Saccharose-Sirup
  • Zugabe von Zucker und Wasser

Das kannst Du tun:

  • Honig bei lokalen Imkern kaufen, dieser ist unter anderem bei Bäckereien, in Feinkostläden oder auf dem Markt erhältlich.
  • Etikett genau lesen. Es sollte sich um reinen Honig handeln. Zusatzstoffe wie Fruktosesirup oder Glukose haben nichts in dem Produkt zu suchen.

4. Gewürze wie beispielsweise Safran

Betrug durch:

  • Streckung mit Ringel- und Studentenblumenblättern
  • Zugabe von Spänen, Gras oder Fasern
  • Einfärben mit Farbstoffen

Das kannst Du tun:

  • Genau auf die Inhaltsstoffliste achten. Wenn Traubenzucker, Stärke oder andere ähnliche Zutaten enthalten sind, wurde das Gewürz gestreckt.
  • Besondere Vorsicht gilt bei Gewürzmischungen. Zum Beispiel ist „Curry“ keine geschützte Bezeichnung und kann deshalb alles Mögliche enthalten.
  • Gewürze am besten in Bio-Qualität im Einzelhandel oder online einkaufen.

5. Fisch

Betrug durch:

  • falsche Spezies
  • Fisch aus Aqua-Kulturen wird als Wildfang ausgezeichnet
  • in Fischgerichten: Beigabe von Soja-Protein

Das kannst Du tun:

  • Auf Label wie „Followfish“ und „MSC“ achten. Diese ermöglichen eine Rückverfolgung der Herkunft von Fischprodukten.
  • Auf dem Wochenmarkt beim Fischhändler einkaufen. Extra-Tipp: Ganze Fische kaufen und sich vom Experten zeigen lassen, wie man sie filetiert.
  • Auch bei Fisch sollten regionale Sorten bevorzugt werden.

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