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„Stiftung Warentest“ findet Mineralöle in Veggie-Fleisch

Fleischersatzprodukte

„Stiftung Warentest“ findet Mineralöle in Veggie-Fleisch - Fleischersatzprodukte

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Vegetarische Fleischalternativen können laut „Stiftung Warentest“ eine gute Alternative zu Fleisch sein. Jedoch weisen einige Produkte im aktuellen Test „hohe Mengen an kritischen Mineralölbestandteilen“ auf. Nur sechs von 20 getesteten Veggie-Produkten schneiden „gut“ ab.

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Fleischersatzprodukte liegen im Trend, denn immer mehr Menschen entscheiden sich auf Fleisch zu verzichten. Kein Wunder angesichts der schlechten Schlagzeilen die Fleisch und Co. immer wieder machen. Erst kürzlich stellte „Foodwatch“ fest, dass jedes vierte Tierprodukt von einem kranken Tier stammt.

So drängen immer mehr Hersteller vegetarischer oder veganer Fleischalternativen auf den Markt. Sogar hartgesottene Fleischproduzenten wie „Rügenwalder Mühle“ oder „Wiesenhof“ sind auf den Veggie-Zug aufgesprungen.

Veggie-Wurst im Test

Dass mit der neuen „Veggie-Welle“ auch einige problematische Produkte in den Handel gelangen, macht die aktuelle Untersuchung von „Stiftung Warentest“ deutlich.

Die Tester haben acht Veggie-Bratwürste sowie je sechs Veggie-Schnitzel und -Frikadellen unter die Lupe genommen. Sie untersuchten die Produkte auf Tier-DNA sowie Schadstoffe und prüften wie viel Eiweiß und Fett die Produkte enthalten. Auch auf Zusatzstoffe wurde getestet. Der Geschmack gehörte ebenfalls zu den Bewertungskriterien der Tester.

Hohe Mengen Mineralöle

16 der Produkte bekamen die Noten „gut“ oder „befriedigend“. Sechs der Produkte waren mit Mineralöl belastet: Fünf der acht vegetarischen Bratwürste und ein Veggie-Schnitzel waren betroffen.

Beim Schnitzel handelte es sich um das „Vegetarische Mühlen Schnitzel klassisch“ von „Rügenwalder Mühle“. Geschmacklich gut bewertet, fand „Stiftung Warentest“ hier eine der höchsten Belastungen mit „MOSH“-Verbindungen, die sie je in Lebensmitteln gemessen habe. Das Schnitzel bekam deshalb die Gesamtnote „mangelhaft“.

„Rügenwalder Mühle“ erklärte, dass die Rückstände auf ein Paraffin zurückgingen, welches zur Herstellung von Lebensmitteln zugelassen sei. Jedoch habe man die Zutat bereits ausgetauscht – sie werde nicht mehr eingesetzt.

Bei den kritischen Stoffen handele sich nach den Analysen der Tester größtenteils um MOSH (Mineral oil saturated hydro­carbons), zu geringen Teilen um Posh (Polymer oligomeric saturated hydro­carbons). MOSH wird von der europäischen Lebens­mittel­behörde Efsa als „potenziell besorgnis­erregend“ eingestuft. Einige Verbindungen können sich in menschlichen Organen – vor allem Leber und Milz – ansammeln.

Geschmacklich gute Alternativen

Hinsichtlich Geschmack und Konsistenz der Produkte fällt das Testurteil durchwachsen aus. Die gute Nachricht: In jeder Produkt­gruppe gäbe es überzeugende Kandidaten, die eine gute Alternative zu ihren fleisch­lichen Vorbildern seien und ihnen in Geschmack und Konsistenz sogar ähneln, so die Tester.

Jedoch bestehe bei vielen Produkten noch Verbesserungsbedarf. Einige Veggie-Varianten schmeckten laut „Stiftung Warentest“ trocken, waren schwer zu kauen oder sehr salzig. Zudem seien sie nicht in jedem Fall kalorienärmer als die vergleichbaren Fleisch­produkte.

Hier geht’s zum kompletten Testergebnis.

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