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So wird Deine Beauty-Routine vegan

Cruelty-free?

So wird Deine Beauty-Routine vegan - Cruelty-free?

Hase Rabbit

von

Vegane Kosmetik ohne tierische Inhaltsstoffe liegt voll im Trend. Viele Hersteller rühmen sich daher mit veganen Produkten. Doch nicht immer ist auch vegan drin, wo vegan drauf steht. Dies gilt auch für Naturkosmetik. Und selbst vegane Beautyprodukte können mit großem Tierleid verbunden sein. Wir verraten, worauf Du beim Kauf achten.

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In Deutschland leben rund 1,3 Millionen Menschen vegan. Der Verzicht auf tierische Produkte beschränkt sich dabei nicht nur auf Lebensmittel. Auch Beautyprodukte ohne Inhaltsstoffe von lebenden oder toten Tieren sind immer gefragter. Da der Begriff vegan jedoch nicht geschützt ist, bietet er Herstellern diverse Schlupflöcher, die nur mit etwas Aufwand enttarnt werden können. Mit diesen Tipps gehst Du beim Kauf von veganer Kosmetik auf Nummer sicher.

1. Halte Ausschau nach zertifizierten Siegeln

Wie bereits erwähnt, gibt es bisher keine einheitlichen Qualitätsstandards für vegane Kosmetik. Eine gute Richtlinie ist daher ein anerkanntes Siegel wie die „Vegan-Blume“, die bereits seit 1990 von der britischen „Veganen Gesellschaft“ vergeben wird. Ist ein Produkt mit diesem Siegel ausgezeichnet, kannst Du darauf vertrauen, dass keine tierischen Bestandteile enthalten sind. Auch Tierversuche sind damit ausgeschlossen. Die „Vegan-Blume“ sagt jedoch noch nichts darüber aus, ob es sich um Naturkosmetik handelt oder ob die Inhaltsstoffe Bio-Qualität entsprechen.

veganblume

2. Nutze Apps zum Scannen der Inhaltsstoffe

Wenn Du Dir unsicher bist, welche Stoffe vegan sind und welche nicht, hilft die CodeCheck App. Ein Basiswissen über die in Kosmetik häufig verwendeten tierischen Inhaltsstoffe ist aber durchaus von Vorteil:

  • Bienenwachs bzw. Cera Alba oder E 901
  • Honig bzw. Mel
  • Lanolin (Wollfett)
  • Kollagen (aus Fisch- oder Schweinehaut)
  • Elastin (aus Fasern von Sehnen und Gefäßen)
  • Karmin bzw. Karmin, Carmine, E 120, CI 75470, Cochenille, crimson lake, cochineal, natural red 4 (roter Farbstoff aus zerquetschten Läusen, häufig in Lippenstiften und Nagellacken enthalten)
  • Keratin (gemahlene Knochen, Hufe oder Federn)
  • Hyaluron (ggf. aus Hahnenkämmen oder Hühnerfüßen)
  • Schelllack bzw. Shellac, E 904 (Ausscheidungen der Schildlaus)
  • Perlenpuder bzw. Pearl Powder, Perle, Perlmutt

3. Achte auf vegane Inhaltsstoffe

Da es für alle tierischen Inhaltsstoffe auch vegane Alternativen gibt, fällt es gar nicht so schwer, Erstere zu vermeiden. So können Keratine für Haarpflegeprodukte auch aus Soja oder Mandelöl gewonnen werden. Gelatine, die oft in Gesichtsmasken oder Shampoo enthalten ist, kann beispielsweise durch Meeresalgen ersetzt werden. Vegane Alternativen zu Bienenwachs in Lippenstiften, Lippenpflegestiften oder Handcremes sind Karnaubawachs oder Paraffine. Paraffine werden jedoch aus Mineralöl hergestellt und sollten aus Umweltaspekten vermieden werden.

Glyzerin aus tierischen Fetten wie Rindertalg wird häufig in Seife, Salben oder Zahnpasta verwendet und kann ebenso aus pflanzlichen Ölen gewonnen werden. Achte jedoch darauf, dass es sich nicht um Palmöl handelt, für dessen Anbau vor allem in Asien große Flächen Regenwald zerstört werden.

4. Überprüfe das Produkt auf Tierversuche

Jedes Jahr leiden und sterben in Deutschland Millionen Tiere für medizinische Tests, aber auch in Versuchsreihen für Kosmetika und Lebensmittel – 2017 waren es rund 2,8 Millionen Tiere. Auch wenn in Europa seit März 2013 ein Tierversuchsverbot für Kosmetika gilt, heißt dies nicht, dass in unseren Regalen nur noch tierversuchsfreie Produkte stehen. Denn in China sind Tierversuche bei Kosmetik vorgeschrieben und Produkte, die dort hergestellt und verkauft werden, sind auch bei uns im Handel erhältlich.

Bei Marken wie „Maybelline“, „L’Oreal“, „Procter und Gamble“ sowie „Beiersdorf“ ist dies beispielsweise der Fall. Problematisch ist zudem, dass, selbst wenn das Endprodukt nicht an Tieren getestet wurde, dies nicht für einzelne Inhaltsstoffe gilt. Für die Bestandteile medizinischer Produkte gilt das Europäische Tierversuchsverbot ebenfalls nicht.

Siegel für tierversuchsfreie Kosmetik sind unter anderem das „Natrue-Siegel“ oder der „Hase mit der schützenden Hand“. Auch ein Blick auf die Liste „Kosmetik ohne Tierversuche“ der Tierschutzorganisation „PETA“ lohnt sich. Hier findest Du Marken, die „weltweit keine Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben und ihre Produkte auch nicht in Ländern vermarkten, in denen Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben sind.“

the leaping bunny

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Fazit

Echte vegane Kosmetik zu finden, ist meist mit etwas mehr Informationsaufwand verbunden. Ob sie besser wirken als herkömmliche Produkte oder Naturkosmetik, musst Du für Dich herausfinden. Enthält vegane Kosmetik zusätzlich keine synthetischen Stoffe, pflegst Du damit Deinen Körper nicht nur „cruelty-free“, sondern auch auf natürliche Art und Weise.

Weiterführende Links:

- Repräsentativen Befragung von Skopos zu veganer Ernährung in Deutschland im Auftrag der Veganen Gesellschaft Deutschland e.V.

- Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ zu Tierversuchen in Deutschland

- Die offizielle „Peta“- Liste zu Kosmetik ohne Tierversuche

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