Selbstbräuner – gesund oder ungesund?

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Selbstbräuner – gesund oder ungesund? - Gesundheit

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Zu langes, zu intensives Sonnenbaden kann die Haut schädigen. Deshalb greifen viele zu Selbstbräunern. Doch sind diese wirklich die gesunde Alternative zum Sonnenbad?

Sobald im Frühling T-Shirts, Kleider, Röcke und kurze Hosen wieder ausgeführt werden, sind auch die Themen Sonnenschutz und gebräunte Haut wieder aktuell. Denn in unseren Köpfen ist die Vorstellung fest verankert: Gebräunte Haut zeugt von Gesundheit und davon, dass man Zeit im Freien verbringt, sie ist einfach schöner und gehört im Sommer dazu. (In Japan beispielsweise ist es übrigens genau umgekehrt: Gebräunte Haut zeigt, dass man draußen arbeiten muss, blasse Haut ist ein Zeichen von Wohlstand und Gesundheit.)

Zuviel Sonne schadet der Haut

Wie aber kommt man (möglichst rasch) zu einer schön gebräunten Haut? Zu viel und zu intensives Sonnenbaden schadet der Haut, begünstigt die Hautalterung und kann Hautkrebs auslösen. Deshalb greifen viel zu Selbstbräuner, der laut landläufiger Meinung gesünderen Alternative. Ist das aber wirklich so?

So funktionieren Selbstbräuner

Die meisten Selbstbräuner enthalten den Wirkstoff Dihydroxyacetone (DHA), ein farbloses pflanzliches Kohlenhydrat. Beim Auftragen dringt dieser Wirkstoff in die oberste Schicht der Hornhaut ein und reagiert dort mit dem Keratin der Hautzellen. (Keratin dient der Bildung von Horn.) Durch diese Reaktion entsteht unter der Hautschicht ein brauner Farbstoff, wir haben schön gleichmäßig gebräunte Haut.

Selbstbräuner besser als UV-Strahlung

Grundsätzlich ist Selbstbräuner besser als UV-Strahlung. Die Bräunung ist schonender und belastet die Haut eigentlich nicht. Eigentlich – denn erstens können Selbstbräuner Formaldehyd freisetzen, wenn sie zu lang oder zu warm gelagert werden. Formaldehyd aber steht im Verdacht, Krebs- und Allergieauslösend zu sein. Selbstbräuner sollte deshalb immer richtig, also kühl und dunkel, gelagert werden und nicht über das Ablaufdatum hinaus verwendet werden.

Zweitens sollte man direkt nach der Anwendung nicht in die Sonne gehen, denn auf der mit Selbstbräuner eingecremten Haut können sich schädliche freie Radikale bilden. Und drittens enthalten viele Selbstbräuner Inhaltsstoffe, die als hormonverändernd gelten und beispielsweise die Fruchtbarkeit von Mann und Frau beeinflussen.

Auf codecheck.info oder in der Codecheck-App kannst du überprüfen, ob dein Selbstbräuner unbedenklich ist.

Schützt Selbstbräuner vor Sonnenbrand?

Ganz wichtig ist: Selbstbräuner ist kein Sonnenschutz! Auch mit Selbstbräuner gebräunte Haut muss mit Sonnenschutz eingecremt werden. Am besten wählt man den Lichtschutzfaktor, den man auch ohne Selbstbräuner benötigt. Nachcremen nach einigen Stunden oder nach dem erfrischenden Bad muss genauso sein.

Quelle: woman.at

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