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Libanesisch: Orientalische Küche für alle Sinne

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Libanesisch: Orientalische Küche für alle Sinne - Küchen der Welt

Mezze

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Hummus, Taboulé und Falafel — die libanesische Küche ist abwechslungsreich und gesund. Gekocht wird mit viel Gemüse und Hülsenfrüchten, aber wenig Fleisch. Daher sind viele Gerichte auch für Vegetarier interessant.

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Mezze — orientalische Häppchen

Ein libanesisches Festmahl beginnt mit einer wahren Freude für alle Sinne: auf kleinen Plättchen wird eine Vielfalt von Vorspeisen — im Libanon Mezze genannt — serviert. Verschiedene Farben, Formen und Aromen bestimmen das Bild auf der Tafel. Die ganze Tischgemeinschaft teilt sich die zahlreichen Häppchen — so will es die Tradition.

Ein typisches Vorspeisengericht der Libanesen sind Falafel: kleine Bällchen aus Kichererbsen, gewürzt mit vielen Kräutern. Auch ein erfrischender Salat aus Pfefferminzblättchen, Weizenschrot und Petersilie, Taboulé genannt, gehört zu den klassischen Mezze. Nicht minder beliebt ist Hummus, ein fein püriertes Mus aus Kichererbsen mit Sesampaste und Knoblauch.

Eine besonders feine Vorspeise ist Baba Ghanoush — pürierte Auberginen mit rauchigem Aroma. Neben all diesen vegetarischen Vorspeisen kommen aber auch Fleischliebhaber auf ihre Kosten: Kibbeh, Bällchen aus Hackfleisch und Weizenschrot gehören ebenfalls zur Mezze-Auswahl.

Orientalische Küche - Markt in Kairo

Zu allen Gerichten wird das typische weiche Fladenbrot serviert.

Mezze gibt es nicht nur in der libanesischen Küche, auch in Griechenland und der Türkei kennt und liebt man die Vorspeisenhäppchen. Im Libanon ist die Auswahl jedoch besonders groß — mehrere hundert Varianten soll es geben. Kein Wunder dass die Vorspeisen bei vielen Libanesen als wichtigster Teil der Mahlzeit gelten. Durch die große Auswahl, ist der Magen häufig schon nach den Mezze voll — auf den Hauptgang wird dann verzichtet.

Libanesisch Essen: das Gegenteil von Fast Food

In unserer Kultur hat sich über die letzten Jahre ein Trend hin zum schnellen und nicht gerade gesunden Essen entwickelt — Fast Food ist beliebter denn je. Im Alltagsstress nimmt man sich oft keine Zeit, um in Ruhe zu Essen. Das Mittagessen wird schnell im Laufen verzehrt und Abends isst man vielleicht noch eine Pizza vor dem Fernseher.

Wie viel Freude und Entspannung eine Mahlzeit mit sich bringt, die in Ruhe und voller Achtsamkeit genossen wird, vergisst man so ganz schnell.

Hier können wir uns an der libanesischen Esskultur ein Vorbild nehmen. Vor allem die Tradition der Vorspeisen geht einher mit einem langsamen und genussvollen Essen. Mezze werden langsam gegessen, all die verschiedenen Aromen wollen in Ruhe probiert und kombiniert werden. Sitzt man vor einem Tisch mit Mezze, ist es unmöglich schon nach zehn Minuten aufzustehen, wie es im Fast Food Restaurant üblich ist. Und natürlich braucht auch die Vorbereitung der Mezze Zeit.

Hummus mit Fladenbrot - Orientalisch

Aus diesem Grund kommen bei den meisten libanesischen Familien unter der Woche höchstens zwei Vorspeisen, wie Hummus oder Taboulé auf den Tisch. Am Wochenende gönnt man sich dann die große Auswahl an Mezze gemeinsam mit Freunden und Verwandten.

Mediterran, gesund und lecker

Dass die libanesische Küche nicht nur lecker, sondern auch gesund ist, merkt man schnell, wenn man sich näher mit ihr beschäftigt. Sie wird häufig zur mediterranen Ernährung gezählt, denn viele Zutaten ähneln Speisen aus Italien oder Griechenland: Auch im Libanon wird viel mit Gemüse wie Zucchini, Auberginen, Tomaten und Knoblauch gekocht. Statt Butter wird Olivenöl verwendet.

Ein Vorteil für alle Vegetarier: Da Fleisch in arabischen Ländern teuer ist, liefern Hülsenfrüchte wie Linsen und Kichererbsen das Eiweiß.

Studien haben belegt, dass eine mediterrane Ernährung vor Herzkrankheiten schützt. Der Grund: Die im Gemüse und im Knoblauch enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe sind gut für den Kreislauf. Die Kohlenhydrate der Hülsenfrüchte lassen den Blutzucker zudem nur langsam ansteigen, was besonders gut für eine schlanke Linie ist.

Ein Vorteil der libanesischen Küche gegenüber der italienischen und griechischen ist ihre Ursprünglichkeit. Die Essgewohnheiten in Italien und Griechenland haben sich schon sehr an die „moderne“ Kultur angepasst — man isst mehr Fleisch und Süßigkeiten als früher — das schmälert den gesundheitlichen Wert der Ernährung. Im Libanon hingegen kommen Würste und Steaks auch heute noch selten auf den Tisch, beliebt sind Gemüsegerichte und Früchte als Dessert.

Fazit: Die libanesische Küche — vor allem die Vorspeisenvariationen — sind eine leckere und gesunde Alternative zu Fast Food und Co. Sie inspirieren dazu, sich wieder mehr Zeit zum Vorbereiten und zum Genießen der Speisen zu nehmen — eine wundervolle Möglichkeit mehr Ruhe und Genuss in unseren Alltag zu bringen.

Quelle: Gesundheitstipp, Ausgabe Juni 2015

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