Ist Aluminium in Deos das neue Asbest?

Neue Studie

Ist Aluminium in Deos das neue Asbest? - Neue Studie

deodorant

von

Noch immer enthalten zahlreiche Deodorants Aluminiumsalze, die die Schweißbildung reduzieren sollen. Dabei stehen diese im Verdacht Brustkrebs auszulösen. Letztendliche Belege gibt es dafür bislang nicht. Doch Schweizer Forscher haben jetzt mit einer Studie ein weiteres „signifikantes Beweisstück“ geliefert.

Eine neue Studie belegt die Toxizität von Aluminiumsalzen und das Riskio im Zusammenhang mit Deodorants: Forscher der Genfer „Clinique des Grangettes“ setzten Milch­drüsen­zellen von Mäusen Aluminiumkonzentrationen aus. Die Menge an Aluminiumsalzen in der Lösung entsprach dabei der Menge, wie sie in der menschlichen Brustdrüse gemessen wurden. Im Laufe der Zeit entwickelte sich in den Zellen ein Krebs mit zahlreichen Metastasen.

Für die Forscher stellten die Erkenntnisse „ein signifikantes Beweisstück gegen diese körperfremde Substanz dar.“ Jedoch seien weitere Untersuchungen notwendig, „um die Rolle von Aluminiumzellen bei der Entstehung von Brustkrebs besser zu verstehen.“

Parallelen zu Asbest

Auch wenn weitere Studien fehlen, sollten Behörden nach Meinung der Experten schon jetzt reagieren und den Einsatz von Aluminium in der Kosmetikindustrie beschränken. Ansonsten könnte Aluminium zum neuen Asbest werden – so ihre Sorge! Zur Erinnerung: Asbest wurde jahrelang beim Bau eingesetzt, bevor es sich als krebserregend herausstellte.

„Die verheerenden Auswirkungen dieser kostengünstigen Substanz mit attraktiven Eigenschaften für die Industrie wurden jahrzehntelang bei den gängigen toxikologischen Screeningtests der Industrie nicht ermittelt“, heißt es in der Pressemitteilung der „Clinique des Grangettes“.

deo

Zu den Aluminiumsalzen in Deodorants heißt es in der Pressemitteilung weiter:

„Da sich Brustkrebs vorwiegend in den äusseren Bereichen der Brustdrüse, also in der Nähe der Achselhöhle bildet, ist die potentielle Schädlichkeit von Deodorants seit langem im Gespräch. Die meisten Deodorants enthalten hohe Konzentrationen an Aluminiumsalzen; diese sind nachweislich in der Lage, die Hautdecke zu durchdringen, und es wurde aufgezeigt, dass sie sich in der menschlichen Brustdrüse ansammeln.“

Kritik aus den eigenen Reihen

Christoph Rageth vom „Züricher Brust-Zentrum“ und Nik Hauser vom „Brust Zentrum Hirslanden“ warnen in der „Aargauer Zeitung“ davor, die Erkenntnisse ihrer Kollegen als „Beweis, dass Alu-Deodorants das Risiko von Brustkrebs erhöhe“, zu verstehen. Schließlich seien die Untersuchungen an Mäusezellen und nicht an Mäusen oder Menschen durchgeführt worden. Da sei es schwierig, daraus auf Lebewesen zu schließen.

Aluminium-Aufnahme auf das Nötigste minimieren

Doch auch Rageth hält Aluminiumsalze für schädlich und rät dazu, sie maßvoll zu benutzen und Deodorants mit Aluminium nicht auf einer gereizten oder etwa durch eine Rasur verletzten Haut zu verwenden.

Die Studie wurde im „International Journal of Cancer“ veröffentlicht.

Ich möchte den Codecheck-Newsletter abonnieren und keine News mehr verpassen

Codecheck.info
3.4/5 22 Stimmen

Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten

alu3
Kennst Du schon diese Alternativen? –
deo
Gesundheit –

Gesunde Alternativen

Joghurt

Diese Joghurts sind keine Zuckerfalle

Während dem Fettgehalt von Joghurts vermehrt Beachtung geschenkt wird, überprüfen die wenigsten den darin enthaltenen Zuckeranteil. Bis zu elf Zuckerstücke und damit die Hälfte der Tagesmenge für Erwachsene können jedoch in nur einem Becher Joghurt versteckt sein. Mit welchen Joghurts Du nicht in eine Zuckerfalle tappst und warum Bio-Varianten nicht besser sind, wir verraten es Dir.

Synthetische Poylmere auf unserer Haut

Makeup Mikroplastik

Diese 6 Make-ups enthalten Mikroplastik

In vielen Kosmetikprodukten, von Shampoo über Peeling bis hin zu Mascara und eben auch Make-up stecken Mikroplastik oder - in flüssiger oder gelartiger Form - sogenannte synthetische Polymere. Diese Stoffe gelangen beim Abschminken über das Abwasser ins Meer und gefährden so Umwelt und Meeresbewohner. Was schmieren wir uns da eigentlich ins Gesicht?

PEGs

Duschen

Diese Duschgele trocknen Deine Haut aus

Es ist paradox: Wir duschen, um uns etwas Gutes zu tun. Doch stattdessen strapazieren wir mit jedem Gang unter die Brause regelmäßig unsere Haut. Der Grund dafür sind Polyethylenglykolverbindungen in Duschgelen, die unsere körpereigene Schutzhülle schwächen können.