Ernährungsirrsinn: Low-Carb-Diät besser als Low Fat?

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Ernährungsirrsinn: Low-Carb-Diät besser als Low Fat? - Diät

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„Low“ heißt „weniger“ und das kann in Bezug auf die Ernährung doch eigentlich die Pfunde nur so purzeln lassen. Aber kann das auch gesund sein?

Low Carb und Low Fat – Was steckt eigentlich dahinter?

Low Carb und Low Fat sind in aller Munde. Doch was steckt hinter diesen Begriffen? Und: Kann man mit Low-Carb-Rezepten oder der Low-Fat-Ernährung wirklich abnehmen?

Low Carb übersetzt man mit „Kohlenhydratminimierung“, d.h. eine Ernährung, bei der der Anteil an Kohlenhydraten rapide gesenkt wird. Dementsprechend bestehen Mahlzeiten hier meist aus Gemüse, Milchprodukten, Fisch und Fleisch. Erstmal bekannt wurde diese Form der Diät im 19. Jahrhundert durch den Engländer William Banting und sein Buch „Letter on Corpulence“. Die darin erläuterte fleischbetonte Kost war bis Ende des Jahrhunderts in Deutschland unter dem Namen Banting-Kur bekannt. Erneut ins Bewusstsein der Menschen geriet die Low-Carb-Diät in den 1970er Jahren verstärkt durch Robert Atkins und die von ihm publik gemachte Atkins-Diät.

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Bei der Low-Fat-Diät hingegen verzichtet man bewusst auf Fett und versucht, dessen Anteil in der Nahrung bei der aufgenommenen Brennenergie unter 30 Prozent zu halten. Ein expliziter Erfinder lässt sich bei dieser Diät nicht nennen. Immer wieder holten verschiedene Ernährungswissenschaftler diese Form der Ernährung zurück in den Fokus. Kerngedanke der Low Fat Ernährung ist der Gedanke, dass die Hälfte der Weltbevölkerung übergewichtig ist und zu fetthaltig isst.

Ein Low Carb Frühstück oder Low Fat Gerichte zum Abendessen – was bringen diese Diäten wirklich?

Immer mehr Menschen sammeln Erfahrungen mit Low-Fat-Menüs oder Low-Carb-Essen. Bei der Low-Fat-Diät geht es darum, je nach Strenge der Diät lediglich 60 Gramm Fett oder sogar nur 30 Gramm pro Tag zu sich zu nehmen. Die 30 Gramm-Variante ist auch unter "Low Fat 30" bekannt. Ziel ist es, durch den eingeschränkten Fettkonsum viele Kalorien zu sparen, um so das vorhandene Übergewicht auf gesunde Weise abzubauen. Bei der Low-Carb-Diät hingegen soll der Verzicht auf die als „Dickmacher“ verschrienen Kohlenhydrate die Pfunde purzeln lassen. Dabei gehören diese neben Fett und Eiweiß zu den Hauptbestandteilen unserer Nahrung und werden vom Körper zur kurzfristigen Energiegewinnung benötigt.

Was sagen Experten dazu?

Experten warnen deshalb sowohl vor der Low-Carb-Ernährung als auch vor der Low-Fat-Diät. Denn der neuen Ernährungshype berge zahlreiche gesundheitliche Risiken. Die einseitige Ernährung schwäche vor allem das Herz- und Kreislaufsystem, weshalb gerade Schwangeren oder älteren Menschen von dieser Art der Ernährung abgeraten wird. Teilnehmer einer Studie klagten während beider Diätformen über Heißhungerattacken, mangelnder Leistungsfähigkeit oder Erschöpfung. Zudem führten Verstopfung, Sodbrennen, Kopfschmerzen oder Blähungen dazu, dass rund 20% der Freiwilligen die Diät sogar vorzeitig abbrachen.

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Weniger gefährlich aber gleichermaßen ärgerlich ist der Jojo-Effekt, der sich nach der Diät auch bei Low Carb oder Low Fat blicken lässt. Innerhalb kürzester Zeit, nachdem Fett oder Kohlenhydrate wieder ordnungsgemäß konsumiert werden, hatten Testpersonen in unzähligen Studien ihr Ausgangsgewicht sogar noch hinter sich gelassen – sie wogen nach der Diät mehr als vorher.

Positive Auswirkungen auf die Gesundheit konnten jedoch nicht verzeichnet werden. Weder ein zu hoher Blutdruck oder Cholesterinspiegel ließe sich laut Experten durch Low Carb oder Low Fat senken, noch könne gegen bei Übergewicht drohende Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Arthrose vorgebeugt werden.

Low Carb Essen und Low Fat Rezepte links liegen lassen – Was wirklich bei einer Gewichtsreduktion hilft

Anhand der Low Carb Ernährung oder Low Fat Diät sollte uns erneut bewusst werden, dass Diäten völlig ungeeignet sind, um langfristig und gesund an Gewicht zu verlieren. Satt essen und zwar mit den richtigen Lebensmitteln – so einfach lautet der Rat vieler Ernährungswissenschaftler. Kalorien zählen, Abnehmdrinks mixen oder Magenknurren ignorieren, das sollte der Vergangenheit angehören. Wer gesund abnehmen möchte, sollte in erster Linie viel Wasser zu sich nehmen, um die Arbeit der Zellen in Gang zu setzen. Zudem sollte vornehmlich zu frischen, unkonservierten Lebensmitteln vor allem Obst und Gemüse gegriffen werden. Das schmeckt und ist gesund. Bewegung bringt die Verdauung zusätzlich in Schwung. Deshalb bringt uns jeder Schritt ein Stückchen näher an das Wunschgewicht.

Das hilft beim Abnehmen:

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