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Diese 6 Lebensmittel sind die größten Klimasünder

CO2-Bilanz

Diese 6 Lebensmittel sind die größten Klimasünder - CO2-Bilanz

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Der Klimawandel kann dramatische Folgen haben. Einige davon sehen wir bereits jetzt: Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Wetterextreme nehmen zu, usw. Deshalb haben wir uns Gedanken gemacht, wie man der Umwelt helfen kann.

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Lebensmittel und der CO2-Ausstoß

In 2017 lagen die CO2-Emmissionen pro Person in Deutschland bei ca 9 Tonnen. Circa 20 Prozent der deutschen CO2-Emissionen entstehen durch unsere Ernährung. Insbesondere der Fleischkonsum trägt dazu bei, aber hättest Du gedacht, dass ein vegetarisches Produkt die Liste der Klimakiller anführt?! Wir stellen die sechs Lebensmittel mit dem größten CO2-Fußabdruck vor und geben einfache Tipps, wie Du Deine Ernährung klimafreundlicher gestalten und so deinen persönlichen CO2-Austoß verringern kannst.

Abgase von Lkws, Autos und Flugzeugen bringen wohl die meisten Menschen mit klimaschädlichen Treibhausgasen in Verbindung. Doch laut „Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit“ (BMU) sind die Emissionen durch Ernährung in Deutschland fast genauso hoch wie die durch Mobilität. 55 Prozent der Treibhausgase entstehen jedoch nicht bei der Erzeugung von Lebensmitteln, sondern durch ihre Lagerung, Einkaufsfahrten und die Zubereitung zuhause. Jetzt frägst du dich sicher: Was kann ich gegen den Klimawandel tun?

Diese 6 Lebensmittel sind besonders schlecht für das Klima

Dabei versteht man unter CO2-Äquivalenten den Beitrag eines Produkts zum Treibhauseffekt und damit seine Klimaschädlichkeit.

1. Butter (24 Kilogramm CO2-Äquivalente)

Die gute alte Butter führt laut SWR Marktcheck die Liste der klimaschädlichsten Lebensmittel an. Insbesondere die Herstellung des vegetarischen Produkts bedingt dieses Ergebnis. Denn für die 18 Liter Milch, die ein Kilogramm fertige Butter benötigt, müssen viele Kühe gehalten werden. Sie stoßen im Verdauungsprozess Methangas aus, welches für das Klima 23 Mal schädlicher ist als CO2.

2. Rindfleisch (13 Kilogramm CO2-Äquivalente)

Rindfleisch sorgt nach Kakao und Kaffee bereits für den drittgrößten Wasserverbrauch und auch im Hinblick auf die verursachten CO2-Emissionen liegt es ganz weit vorne. 13 Kilogramm CO2-Äquivalente und damit knapp vier Mal so viel wie bei Geflügel oder Schweinefleisch werden für ein Kilogramm Rindfleisch verursacht. Die Auswirkungen des Fleischkonsums sind also enorm.

Der geringere Wert im Vergleich zu Butter rührt unter anderem daher, dass Schlachtrinder im Vergleich zu Milchkühen deutlich kürzer leben.

3. Käse und Sahne (8,5 Kilo bzw. 7,6 Kilo CO2-Äquivalente)

Auch der dritte Klimasünder stammt von der Kuh. Für die Produktion von Käse und Sahne werden ebenfalls große Mengen Milch benötigt. Käse mit einem geringeren Fettanteil ist dabei noch die klimafreundlichere Wahl, da für seine Herstellung weniger Milch benötigt wird. Mehr Fettanteil bedeutet daher gleichzeitig auch klimaschädlicher.

4. Tiefkühlpommes (5,7 Kilo CO2-Äquivalente)

Obwohl Gemüse zu den klimafreundlichsten Lebensmitteln zählt, belegen Tiefkühlpommes Platz 4. Der Grund liegt in der aufwendigen, Energie verbrauchenden Verarbeitung. Bei der Trocknung sowie dem Frittieren und Tiefkühlen werden 5,7 Kilogramm CO2-Äquivalente produziert.

5. Schokolade (ca. 3,5 Kilo CO2-Äquivalente)

Gleich drei Faktoren machen die beliebte Schokolade zu einem klimaschädlichen Lebensmittel. Erstens belegt Kakao Platz zwei auf der Liste der Lebensmittel mit dem höchsten Wasserverbrauch. Zweitens steckt in der Nascherei ein hoher Anteil Milch. Und drittens wird für die Herstellung oft Palmöl verwendet, für dessen Anbau in großem Umfang wertvolle Regenwälder gerodet werden. Wer auf Schokolade verzichtet oder den Konsum zumindest reduziert, tut also nicht nur der Figur etwas Gutes.

6. Schweinefleisch und Geflügel (ca. 3,4 Kilo CO2-Äquivalente)

Wenn es denn Fleisch sein soll, dann sind Schweine- und Hühnerfleisch die bessere Wahl. Im Vergleich zu den Rindern wird von diesen Tieren kein klimaschädliches Methangas ausgestoßen. Jedoch sind für ihre Haltung große Areale und große Mengen an Futter nötig, für dessen Anbau teilweise sogar große Flächen gerodet werden. Zudem wird das Futter meist importiert.

5 Maßnahmen für eine klimafreundlichere Ernährung

1. Iss weniger Fleisch und mehr Gemüse

Mit einem häufigeren Verzicht auf tierische Produkte verbesserst Du Deine persönliche Klimabilanz deutlich. Nur 0,15 Kilogramm CO2-Äquivalente entstehen bei der Produktion von Gemüse. Äpfel schlagen mit 0,5 Kilogramm zu Buche, was im Verhältnis zu den oben genannten Lebensmitteln verschwindend gering ist.

Ein Vergleich der Klimabilanz verschiedener Ernährungsweisen, den das „BMU“ aufgestellt hat, zeigt: Veganer verursachen mit 940 Kilogramm CO2-Verbrauch die wenigsten Treibhausgase, gefolgt von Vegetariern (1.160 Kilogramm), Fleischesser schneiden am schlechtesten ab (1.760 Kilogramm). Die vegane Ernährung ist daher eindeutig die nachhaltigste. Aber auch hier gibt es einige schädliche Lebensmittel: Ein Kilo Avocado verbraucht z.B. 540 Liter Wasser.

2. Kaufe regionales, saisonales und ökologisches Obst und Gemüse

In Deutschland wird nur circa ein Fünftel des Obstes und ein Drittel des Gemüses aus heimischem Anbau konsumiert. Dabei sprechen viele Gründe für regionales, saisonales Obst und Gemüse. Kurze Transportwege und saisonale Lebensmittel begünstigen die Klimabilanz. Letztere sind zudem meist weniger mit Schadstoffen belastet und nährstoffreicher. Flugzeugtransporte belasten die Umwelt dagegen immens. Auf der Seite der „Verbraucherzentrale NRW“ findest Du eine gute Übersicht, wann heimisches Obst und Gemüse Saison hat und bedenkenlos gekauft werden kann.

Besser als herkömmliche Lebensmittel sind ökologisch angebaute. Sie verursachen durchschnittlich zwischen fünf und 25 Prozent weniger Emissionen als konventionelle Produkte, da hierfür keine Dünger und Futter aus Südamerika importiert werden. Die Böden von Bio-Betrieben binden zudem mehr CO2, da sie mit mehr Humus bedeckt werden. Bio-Lebensmittel bringen also nicht nur Vorteile für die Bauern, sondern auch gleichzeitig für die Umwelt.

3. Wähle Freiland- statt Treibhaus-Ware

Aber auch heimische Produkte können umweltschädlich sein, wenn sie im Treibhaus gedeihen. Gerade in der kalten Jahreszeit wird bei dieser Anbauvariante zwangsläufig viel Energie benötigt. „Bis zu 30 Mal mehr Treibhausgase werden bei Produkten aus dem Gewächshaus im Vergleich zu Freilandgemüse freigesetzt“, so Theresia Weimar-Ehl, Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale des Saarlandes gegenüber dem „Saarländischen Rundfunk“. Zudem sprechen deutlich mehr Aroma und Nährstoffe für Freilandgemüse.

Leider lässt sich aufgrund einer fehlenden Kennzeichnung jedoch meist nicht feststellen, aus welcher Anbauart das Gemüse stammt. Daher hilft nur fragen, am besten am Wochenmarkt oder direkt beim lokalen Erzeuger.

4. Vermeide verarbeitete, konservierte Lebensmittel

Verarbeitete Lebensmittel benötigen in der Produktion deutlich mehr Energie als frische, rohe Produkte. Zudem werden ihnen in der Regel bedenkliche Wirkstoffe zur Konservierung beigemengt. Auch Tiefkühlprodukte verbrauchen viel Energie für Herstellung und Lagerung.

5. Laufe, radele oder nutze öffentliche Verkehrsmittel zum Einkaufen

Neben dem reinen Konsum von Lebensmitteln fallen auch deren Einkauf, Zubereitung und Lagerung bei der Klimabilanz ins Gewicht. Lass deshalb das Auto stehen, und nutze energieeffiziente Geräte zur Zubereitung und Lagerung wie zum Beispiel Wasserkocher und Kühlschrank.

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