Zöliakie – Informationen zur Glutenunverträglichkeit. CODECHECK hilft bei der Suche nach glutenfreien Produkten.

Zöliakie ist ein Thema, das in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus gerückt ist. Glutenunverträglichkeit wurde von den Lebensmittelherstellern als Chance für Nischenprodukte erkannt, und so findet man heute immer mehr glutenfreie Lebensmittel in den Supermarkt-Regalen, während es noch vor einigen Jahren viel schwieriger war, Lebensmittel ohne Gluten, die es nur in Reformhäusern und speziellen Geschäften gab, zu kaufen.

So nutzt du Codecheck, wenn du an Zöliakie leidest

CODECHECK kann dich bei deiner glutenfreien Ernährung und beim bewussten Konsumieren unterstützen. Lade dir unsere praktische App für Apple oder Android herunter oder nutze unsere Website im Browser, um innerhalb weniger Klicks alles rund um die Inhaltsstoffe eines Produkts zu erfahren.

Glutenfrei einkaufen bei Zöliakie

Die einzige Behandlungsmethode gegen Zöliakie ist eine strikt glutenfreie Diät, die lebenslang eingehalten werden muss. Wer seine Ernährung auf glutenfreie Lebensmittel umstellt, gibt der Darmschleimhaut des Dünndarms die Gelegenheit, sich zu erholen und senkt so auch das Risiko für Langzeitschäden.

Auch wenn glutenfreie Lebensmittel inzwischen immer mehr Verbreitung finden, ist es oftmals nicht ganz einfach, richtig glutenfrei einzukaufen. Natürlich gibt es Richtlinien, an die man sich halten kann, so bedeutet das Symbol der durchgestrichenen Ähre, dass ein Nahrungsmittel als glutenfrei deklariert wird. Jedoch können Lebensmittel bereits dann mit der Bezeichnung “glutenfrei” versehen werden, wenn sie beim Verkauf an den Endverbraucher einen Glutengehalt von höchstens 20 mg/kg aufweisen. Doch bereits 1/8 Gramm Weizen schädigt den Dünndarm und kann zu Beschwerden führen.

Glutenfreie Lebensmittel mit CODECHECK checken

CODECHECK bietet mit seiner praktischen App die Möglichkeit, direkt beim Einkaufen einzelne Lebensmittel auf ihren Glutengehalt hin zu prüfen. Dazu musst du nur den Barcode eines Produkts einscannen oder das Produkt in die Suchzeile eingeben. Schon erfährst du auf einen Blick, ob das Lebensmittel Gluten enthält oder nicht.

Doch glutenfrei ist nicht immer gleich gesund - auch wenn ein Nahrungsmittel kein Gluten enthält, können weitere Inhaltsstoffe dennoch bedenklich für deine Gesundheit oder die Umwelt sein. Mit CODECHECK wird bewusstes Konsumieren ganz einfach, denn unsere praktische App zeigt nicht nur bei jedem Produkt an, ob es gluten- und laktosefrei ist, sondern informiert auch über die Gesundheits- und Umweltverträglichkeit weiterer Inhaltsstoffe.

Anzeichen und Symptome - Wie merkst du, ob du an Glutenunverträglichkeit leidest?

Eine Glutenunverträglichkeit wird als Zöliakie bezeichnet. Diese Krankheit ist eine chronische Erkrankung der Dünndarmschleimhaut, die auf eine Überempfindlichkeit gegen Gluten zurückzuführen ist. Die Symptome einer Zöliakie können ebenso unterschiedlich sein wie die Schwere der Krankheit, was die Diagnose häufig erschwert.

Anzeichen einer Glutensensitivität

Die Existenz einer Glutensensitivität, also einer leichteren Form der Glutenintoleranz ohne Zöliakie-Erkrankung, ist umstritten. Neueren Studien zufolge ist es wahrscheinlich, dass es sich dabei nicht um eine physiologische Reaktion handelt, sondern andere Inhaltsstoffe oder der Nocebo-Effekt der Grund für eine Besserung der Symptome sind. Einige Menschen berichten von einer Verbesserung ihres Gesundheitszustands und Wohlbefindens nach der Umstellung auf eine glutenfreie Ernährung. Daher verzichten immer mehr Menschen, die gar nicht an einer Zöliakie leiden, bewusst auf Produkte mit Gluten.

Doch Vorsicht: Bei längerem Verzicht auf Gluten kann eine etwaige Zöliakie möglicherweise nicht mehr nachgewiesen werden. Daher sollte man vor einem Zöliakie-Test beim Arzt seine normale Ernährung beibehalten.

Symptome bei Zöliakie

Die Symptome einer Zöliakie-Erkrankung können von Fall zu Fall sehr unterschiedlich ausfallen, ebenso wie die Schwere der Erkrankung. Entdeckt wird die Krankheit häufig bereits in der frühen Kindheit, wenn die ersten getreidehaltigen Nahrungsmittel eingeführt werden. Verdauungsstörungen, insbesondere Durchfall, gehören zu den klassischen Symptomen einer Zöliakie. An Zöliakie erkrankte Kinder haben oftmals keinen Appetit und nehmen nicht ausreichend an Gewicht zu. Auch das Längenwachstum kann im späteren Kindesalter beeinträchtig sein (Gedeihstörung).

Bei Jugendlichen und Erwachsenen fallen die Symptome einer Glutenunverträglichkeit oft nicht ganz so stark aus wie bei Kindern. Insbesondere stumme Formen der Zöliakie mit diffusen Beschwerden erschweren die Diagnose. Unter anderem können die Symptome einer Zöliakie bei Erwachsenen sein: chronische Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl, Kraftlosigkeit, Nervosität, schmerzende Knochen, Zahnschäden, trockene Haut oder Blutarmut.

Besonderheiten bei Schwangeren, Babys und Kindern

Wurde bei einer Frau ein bis zwei Jahre vor der Schwangerschaft eine Zöliakie-Erkrankung diagnositiziert und die Ernährung strikt auf eine glutenfreie Diät umgestellt, so verläuft eine Schwangerschaft bei Zöliakie praktisch wie bei einer gesunden Frau - denn die Schleimhaut des Dünndarms hatte in diesem Zeitraum ausreichend Gelegenheit, sich zu erholen.

Schwieriger ist der Fall bei einer noch nicht diagnostizierten Zöliakie: Frauen mit unbehandelter Zöliakie werden seltener schwanger als gesunde Frauen und erleiden häufiger Fehlgeburten. Darüber hinaus kommen die Babys oftmals mit geringem bis sehr geringem Körpergewicht zur Welt.

Wie funktioniert der Test auf Zöliakie?

Liegt der Verdacht auf eine Zöliakie-Erkrankung vor, kann ausschließlich ein medizinischer Test Aufschluss darüber geben, ob man tatsächlich an der Glutenunverträglichkeit leidet. Dieser erfolgt in zwei Stufen - zunächst wird ein serologischer Test durchgeführt, bei positivem Befund muss in jedem Fall eine Dünndarmbiopsie durchgeführt werden, um zu einer Diagnose zu gelangen.

Serologischer Test

Beim serologischen Test auf Zöliakie wird überprüft, ob sich im Blut bestimmte Antikörper nachweisen lassen. Die Antikörper, auf die das Blut getestet wird, heißen Anti-Endomysium, Anti-Tissue-Transglutaminase und Gliadin-Antikörper. Können diese im Blut nachgewiesen werden, legt dies das Vorliegen einer Zöliakie nahe. Jedoch muss ein positiver Befund beim serologischen Test immer noch durch einen histologischen Test bestätigt werden.

Dünndarmbiopsie und histologischer Test

Die Dünndarmbiopsie dient der endgültigen Diagnose nach einem positiven Antikörper-Test. Dazu werden eine oder mehrere Schleimhautproben aus dem Zwölffingerdarm entnommen und von einem Pathologen untersucht. Erst dieser histologische Test kann endgültig Aufschluss darüber geben, ob eine Zöliakie-Erkrankung vorliegt oder nicht.

Glutenfreie Diät bei Zöliakie

Aktuell ist die einzige Behandlungsmöglichkeit bei einer Zöliakie-Erkrankung die strikte Ernährungsumstellung auf eine absolut glutenfreie Diät. Nur so kann sich die Schleimhaut des Dünndarms wieder erholen und langfristigen Schädigungen vorgebeugt werden. Darüber hinaus ist es ratsam, dass Zöliakie-Erkrankte Mineralstoff- oder Multivitaminpräparate zu sich nehmen, denn durch die Schädigung des Dünndarms kann es leicht zu Mangelerscheinungen an wichtigen Nährstoffen kommen.

Welche Lebensmittel enthalten von Natur aus kein Gluten?

Viele Nahrungsmittel enthalten von Natur aus kein Gluten und können so auch von Zöliakie-Patienten bedenkenlos gegessen werden. In unverarbeitetem Zustand zählen dazu Obst und Gemüse, Kartoffeln, Salate, Milch, Naturjoghurt, Buttermilch, Quark, Butter, Natur-Frischkäse, Naturkäse, Pflanzenöle, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte, Zucker, Honig, Konfitüre, Marmelade, Ahornsirup, Nüsse, Hülsenfrüchte, reine Gewürze und Kräuter sowie Eier. Auch konserviert bleiben diese Lebensmittel glutenfrei - das bedeutet, dass zum Beispiel pasteurisierte Milch, tiefgefrorenes Obst und Gemüse und getrocknete Kräuter ebenso bedenkenlos verzehrt werden können wie frische Produkte.

Besonders wichtig für jeden, der unter Glutenunverträglichkeit leidet, ist die Tatsache, dass es einige Getreide- und Pseudogetreide-Sorten gibt, die glutenfrei sind: Reis, Mais, Wildreis, Hirse, Buchweizen, Amaranth und Quinoa.

Darüber hinaus sind auch einige verarbeitete Produkte glutenfrei. Dazu zählt Tofu ebenso wie Sojamilch, außerdem Mozzarella in Salzlake, reine Fruchtsäfte, Wasser sowie Wein und Sekt.

Glutenfreie Nahrungsmittel als Alternative

Einige Nahrungsmittelhersteller haben bereits die Nische glutenfreier Lebensmittel als Chance erkannt, und so ist es in den letzten Jahren einfacher geworden, glutenfreie Alternativen für Brot, Nudeln & Co zu kaufen. Während dies früher ausschließlich im Reformhaus oder in spezialisierten Geschäften möglich war, gibt es heutzutage in den Supermärkten und auch in diversen Online-Shops ein Angebot an glutenfreien Produkten. Diese können bei Glutenunverträglichkeit den Alltag enorm erleichtern, denn mit Hilfe glutenfreier Lebensmittel und glutenfreier Rezepte lässt sich die Ernährungsumstellung im Alltag erfolgreich meistern.