Anzeige
Anzeige

„dm“-Produkte bald auch „demeter“-zertifiziert

Nachhaltig einkaufen

„dm“-Produkte bald auch „demeter“-zertifiziert - Nachhaltig einkaufen

dm

von

In Zukunft wird die Drogeriekette „dm“ mit dem Bioverband „demeter“ zusammenarbeiten – dessen Vorgaben mit als die strengsten überhaupt im Bio-Anbau gelten. Was hinter dem Siegel steckt und was diese Kooperation für den deutschen Handel bedeutet.

Anzeige

Was ist „demeter“?

„Demeter e.V.“ ist ein Bioverband, der sich selbst als „Öko-Pionier“ bezeichnet und sich vor allem durch seine biodynamischen Wirtschaftsweise auszeichnet. Diese zeichnet sich durch eine sogenannte Kreislaufwirtschaft aus. Das bedeutet beispielsweise, dass ein Landwirt nicht mehr Tiere hält, als er mit seinem Land ernähren kann und dieses mit deren Mist düngt, um eine möglichst hohe Bodenfruchtbarkeit zu erzielen – was wiederum die Qualität der Lebensmittel verbessern soll.

„Demeter e.V.“ vergibt das staatliche Bio-demeter-Siegel, welches in den Kriterien weit über die Vorgaben der EU-Bio-Verordnung hinausgeht. Einige der wesentlichen Punkte nach „demeter“:

  • Landwirtschaftliche Betriebe müssen verpflichtend entweder eigene Tiere halten oder zum Austausch von Futter und Mist mit einem entsprechenden Betrieb zusammenarbeiten.
  • Bei dem gesamten Tierfutter muss es sich um Bio-Futter handeln, wobei genaue Spezifikationen gelten, wie viel davon vom eigenen Hof oder „demeter“-zertifiziert sein muss.
  • Kühe dürfen nicht enthornt werden.
  • Es werden biologisch-dynamische Präparate (aus Kräutern, Mineralien und Kuhmist) verwendet.
  • Bezüglich der Züchtung von Getreide, Gemüse und Geflügel gibt es strenge obligatorische Kriterien.
  • Die von der EU-Bio-Verordnung genehmigten Zusatzstoffe für die Verarbeitung werden noch weiter auf absolut unumgängliche eingeschränkt.

(Wenn Du mehr über das „demeter“-Siegel und seine Kriterien erfahren möchtest, findest Du hier eine detaillierte Aufstellung.)

demeter

Wie sieht die Kooperation von „dm“ und „demeter“ aus?

Im Februar wurde bekannt, dass „dm“ und „demeter“ kooperieren und die Eigenmarke „dmbio“ nach biodynamischen Standards weiter entwickeln. Besonders im Segment Babynahrung verwende „dm“ nach eigener Aussage bereits bei seiner Eigenmarke „dmbio“ überwiegend „demeter“-zertifizierte Rohstoffe.

Für die künftige Kooperation soll es neben dem bereits gängigen „demeter“-Label künftig ein neues Siegel für Handelsmarken, das als erstes von „dm“ verwendet wird, geben. Trotz der äußerlichen Unterschiede des Labels – so ist das neue Siegel schwarz-weiß und oval im Gegensatz zum bekannten weißen Schriftzug auf orange-grün – sollen die gleichen Standards gelten.

„Dm“ möchte so gemeinsam mit „demeter“ das Bewusstsein der Kunden für biodynamische, nachhaltige Landwirtschaft fördern.

Ich möchte den Codecheck-Newsletter abonnieren und keine News mehr verpassen

Codecheck.info
5/5 48 Stimmen

Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten

wasser
Wissen, was Du kaufst –
supermarkt
Konsumenten stimmen bei „Verbraucherzentrale Hamburg“ ab –

Plastic-free

Plastik Müll

15 things we should not buy for environmental reasons

Our awareness of sustainable consumption has increased significantly in recent years. When shopping, we pay attention to the origin, packaging and ingredients of a product. The list is endless: Here are 15 examples of products that cannot withstand ecological criteria.

Synthetische Poylmere auf unserer Haut

Makeup Mikroplastik

Diese 6 Make-ups enthalten Mikroplastik

In vielen Kosmetikprodukten, von Shampoo über Peeling bis hin zu Mascara und eben auch Make-up stecken Mikroplastik oder - in flüssiger oder gelartiger Form - sogenannte synthetische Polymere. Diese Stoffe gelangen beim Abschminken über das Abwasser ins Meer und gefährden so Umwelt und Meeresbewohner. Was schmieren wir uns da eigentlich ins Gesicht?