Zuckeralternative Agavendicksaft – wie gesund ist sie?

Süßungsmittel im Check

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Amerikaner essen durchschnittlich 58 Kilogramm pro Jahr, Deutsche immerhin rund 36 Kilogramm. Und der Zuckerkonsum steigt weiter. Die Folgen: Übergewicht, Herz-Kreislauf-Probleme, Karies und erhöhtes Diabetesrisiko. Zuckeralternativen wie Agavendicksaft werden deshalb immer beliebter. Ist das eine gesündere Alternative?

Das alternative Süßungsmittel gewinnt man aus der Agave – derselben Pflanze aus der man Tequila herstellt. Das Besondere ist ihr hoher Zuckergehalt in den Blättern – entscheidend für den Geschmack des Agavendicksaftes.

Beliebt ist das Süßungsmittel vor allem in der veganen Küche als Ersatz für Honig und bei Diabetikern wegen seines glykämischen Index (Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel). Dieser liegt bei 20. Zucker hat im Vergleich einen Wert von 70.

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Ist Agavendicksaft nun gesund?

Um an den Saft zu gelangen, wird die Pflanze am Herzstück an angeritzt: Danach tritt eine Flüssigkeit aus, die man filtriert und bei sehr hohen Temperaturen auskocht. „Durch den Herstellungsprozess geht der größte Teil an Vitaminen und Mineralstoffen verloren“, sagt Heidrun Schubert, Ernährungsexpertin der „Verbraucherzentrale Bayern“.

Zudem bestehe Agavendicksaft größtenteils aus Fruchtzucker (Fructose). Diese Zuckerart könne in höheren Mengen die Entstehung von Übergewicht begünstigen.

Das Fazit der „Verbraucherzentrale Bayern“: „Mit Agavendicksaft sollte man grundsätzlich ebenso sparsam umgehen wie mit normalem Zucker.“

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