Zahnfleischbluten? Parodontitis erkennen, vorbeugen & behandeln!

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Zahnfleischbluten? Parodontitis erkennen, vorbeugen & behandeln! - Gesundheit

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Parodontitis ist eine Entzündung des sogenannten Zahnhalteapparates, also des Zahnfleisches, des Zahnzements, des Zahnfachs und der Wurzelhaut. Sie kann zum Verlust der Zähne führen. Wie du vorbeugst.

Doch was passiert da eigentlich im Mund?

Im Mund eines Menschen befinden sich viele Bakterien. Das ist völlig normal. Gesundes Zahnfleisch hält die Bakterien davon ab in die Blutbahn zu gelangen. Haben die Zähne jedoch Zahnstein oder feste Beläge, können sich Bakterien darin festsetzen. Das Zahnfleisch entzündet sich. Es kommt zu häufigerem Zahnfleischbluten.

Solange nur das Zahnfleisch betroffen ist, ist die Behandlung einfach: Bei einer professionellen Zahnreinigung oder bei einem Besuch beim Zahnarzt werden Zahnstein und Beläge entfernt und das Zahnfleisch kann sich erholen.

Problematisch wird es erst, wenn Bakterien durch das Zahnfleisch in den Zahnhalteapparat eindringen und dort Entzündungen verursachen. Als Abwehrreaktion gegen die Bakterien beginnt der Körper, den Knochen langsam zu zersetzen. Bald liegt der Zahnhals frei und der Zahn wirkt optisch länger. Der Zahnhals bietet nun eine gute Angriffsfläche für weitere Bakterien.

Heutzutage versucht man die Entzündung erst einmal durch eine professionelle Zahnreinigung zu stoppen. Erst wenn das nicht hilft, greift der Zahnarzt ein. Er entfernt unter Betäubung die Beläge, glättet die Oberfläche des Zahnes und entnimmt gegebenenfalls Teile des entzündeten Gewebes. Operationen bei denen Teile des Knochens ersetzt werden, sind nur bei sehr weit fortgeschrittener Parodontitis notwendig.

Wer bekommt Parodontitis?

Laut Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung leiden rund 80 Prozent der über 35-Jährigen an einer Form von Parodontitis. 30 Prozent von ihnen haben eine genetische Veranlagung dafür. Mangelnde Mundhygiene, Diabetes, Rauchen und Immunstörungen sind weitere Risikofaktoren. Auch in der Schwangerschaft leiden Frauen häufiger an Parodontitis.

zähne

Wie erkenne ich erste Anzeichen für Parodontitis?

Parodontitis tut nicht weh. Aber wenn das Zahnfleisch beim Zähneputzen blutet, geschwollen oder empfindlich ist, können das erste Anzeichen sein. Wenn die Zähne optisch länger werden und es zu dauerhaftem Mundgeruch kommt, ist es sinnvoll einen Zahnarzt aufzusuchen.

Wie kann ich Parodontitis vorbeugen?

Der beste Schutz ist eine gute Mundhygiene. Die Zähne müssen zweimal täglich gründlich geputzt werden. Die Zahnzwischenräume sollten Zahnseide gereinigt. Auch eine professionelle Zahnreinigung ist sinnvoll. Die Kosten hierfür müssen Sie jedoch häufig selbst tragen.

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten in Deutschland für die Entfernung von Zahnstein einmal im Jahr. Alle zwei Jahre kann der Zahnhalteapparat mit einer ganz speziellen Methode gründlich auf Anzeichen von Parodontitis untersucht werden. Auch das übernimmt die Krankenkasse. Werden Zahnfleischentzündungen frühzeitig erkannt, lassen sie sich gut behandeln.

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