Woher bezieht „PUMA“ Leder und Baumwolle?

Nachhaltigkeit in Unternehmen

Woher bezieht „PUMA“ Leder und Baumwolle? - Nachhaltigkeit in Unternehmen

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Wer nachhaltig und bewusst einkaufen möchte, legt Wert auf Produktion und Herkunft der verwendeten Materialien. Dies gilt natürlich auch für Sportartikel und deren Materialien. Woher bezieht also beispielsweise der Hersteller „PUMA“ seine Produktionsstoffe Leder und Baumwolle?

Vor allem die Art und Weise der Rohstoffgewinnung und Herstellung von Produkten hat einen sehr großen Einfluss auf die Umwelt und Leben der in die Produktion direkt oder indirekt involvierten Menschen. Deshalb sollten die Hersteller Verantwortung übernehmen.

Der Sportartikelhersteller „PUMA“ möchte nach eigenen Angaben immer mehr zertifizierte Materialien verwenden. Dafür wurden Zielwerte für 2020 festgelegt, die angeben, wie viel Prozent der verwendeten Stoffe zertifiziert sein sollen.

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Woher kommt das Leder für „PUMA“-Produkte?

Die Gerbereien, von denen das Leder stammt, das von „PUMA“ verarbeitet wird, befinden sich vor allem in Asien. „PUMA“ setzt dabei auf Gerbereien, die mit einem „Medal Ranking“ der „Leather Working Group“ ausgezeichnet sind. „Dies bedeutet, dass das Engagement unserer „PUMA“ Partner-Gerbereien für Umweltschutz durch Audits von externen Experten bestätigt wurde“, erklärt Kerstin Neuber, Head of Corporate Communications bei „PUMA“.

Die „Leather Working Group“ analysiert und bewertet nämlich die Einhaltung von Umwelt- und Qualitätsstandards und zeichnet Gerbereien aus. Sie sorgt dafür, dass die Anwendung von nachhaltigen und zeitgemäßen Umweltpraktiken vorangebracht wird. Auch die anfallenden Emissionen oder der sparsame Umgang mit Ressourcen wird bewertet. Je nachdem, welche Auszeichnung eine Gerberei erreicht, wird alle 18 oder 24 Monate neu überprüft.

Allerdings liegt der Fokus der „Leather Working Group“ nicht bei sozialen, ethischen oder gesundheitlichen Aspekten. So wird beispielsweise die Arbeitssicherheit vor Ort nicht überprüft. Auch die Gesundheit der Tiere, deren Transport und die Methoden bei der Schlachtung sind für eine Auszeichnung durch die „Leather Working Group“ nicht ausschlaggebend.

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Die Rückverfolgung von Leder

Leder bis zu den Höfen zurückzuverfolgen, wo die Tiere gelebt haben, ist eine große Herausforderung. Doch nur so kann man sicher stellen, dass die Tiere deren Leder wir tragen auch artgerecht gehalten wurden.

Deshalb bemüht sich die „Leather Working Group“ auch um die Rückverfolgbarkeit von Leder. Im Jahr 2016 war dies bei immerhin 20 Prozent des Leders möglich, welches von „PUMA“ verwendet wurde.

Kerstin Neuber: „Die Rückverfolgung gerade bei sogenanntem Spalt-Leder ist momentan noch nicht vollständig gewährleistet. Daher hat sich „PUMA“ letztes Jahr an einem Projekt des „British Leather Council“ zur Rückverfolgung von Leder durch neue und innovative Technologien beteiligt.“

Die ersten seien vielversprechend gewesen, sodass laut „PUMA“ mittelfristig auch hier ein konkretes Ziel für 2020 angestrebt werden könne.

Und woher stammt die Baumwolle für „PUMA“-Produkte?

Seit 2016 ist „PUMA“ Mitglied der „Better Cotton Initiative“ (BCI) – einer gemeinnützigen Organisation, die weltweit die Umwelt- und Sozialbedingungen beim Baumwolleanbau verbessern möchte. So sollen Farmen beispielsweise nur zugelassene Pestizide möglichst sparsam verwenden, Wasser effizient einsetzen, faire Arbeitsbedingungen fördern und natürliche Lebensräume erhalten.

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Das Ziel von „PUMA“ ist es, bis zum Jahr 2020 insgesamt 50 Prozent BCI-zertifizierte Baumwolle zu verwenden. Die wichtigsten Zulieferer wurden bereits dazu aufgefordert „Better Cotton-Baumwolle“ bereitzustellen. Zum Vergleich: 2015 wurde noch gar keine BCI-Baumwolle von „PUMA“ bezogen.

Verwendet „PUMA“ auch Bio-Baumwolle?

In der Vergangenheit hatte „PUMA“ bereits Bio-Baumwolle für seine Produkte verwendet. Aktuell sei dies jedoch nicht der Fall.

Hierzu erklärt Kerstin Neuber von „PUMA“: „Derzeit hat sich BCI als der weitverbreitetste Industrie-Standard für nachhaltigere Baumwolle durchgesetzt. Daher ist das Ziel von „PUMA“, größtmögliche Volumina von nachhaltigerer Baumwolle einzusetzen, am ehesten mit BCI erreichbar.“

Es wird jedoch nicht ausgeschlossen, dass zukünftig auch wieder Produkte aus Bio-Baumwolle angeboten werden.

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Fest zu halten bleibt: Je mehr Konsumenten sich dafür interessieren, woher Produkte und deren Materialien stammen – desto mehr muss sich die Industrie um Transparenz bemühen.

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