Wieso Du Jeans in Bio-Qualität kaufen solltest

Ohne Gift und Ausbeutung

Wieso Du Jeans in Bio-Qualität kaufen solltest - Ohne Gift und Ausbeutung

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Ob eine Jeans passt, können wir ganz einfach ausprobieren. Was wir jedoch nicht auf den ersten Blick sehen, sind die Bedingungen, unter denen die Hose hergestellt wurde. Deshalb solltest Du Bio-Jeans kaufen – der Umwelt, den Arbeitern in der Produktion und auch Deiner Gesundheit zuliebe.

Die Kehrseite konventioneller Jeans

Umweltbelastung

Für die Produktion herkömmlicher Jeans wird auf konventionelle Baumwolle zurückgegriffen – und die wird meist mit aggressiven Pestiziden und Insektiziden behandelt.

Diese beeinträchtigen nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt, die Schadstoffe gelangen oftmals aufgrund mangelnder Umweltstandards und die Missachtung dieser in den Herstellungsländern über die Abwässer in natürliche Gewässer und können so auch das Trinkwasser belasten.

In der konventionellen Baumwollproduktion sind zudem Genmanipulation und der bodenschädigende Anbau von Monokulturen gängige Praxis.

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Arbeitsbedingungen

Auch die Arbeitsschutzstandards sind in vielen Produktionsländern, wie beispielsweise China und Indien, mangelhaft. So kommen die Arbeiter bei der Herstellung oftmals direkt mit den eingesetzten Chemikalien in Kontakt.

Besonders problematisch ist das Sandstrahlen-Verfahren für den beliebten Used-Look – hierbei wird Sand unter Hochdruck auf den Stoff gebracht. Da die Arbeiter hierbei meist ohne Atemmaske arbeiten, tragen sie durch das Einatmen des feinen (Quarz-)Staubs zum Teil schwere Lungenschäden bis hin zur tödlichen Staublunge (Silikose) davon.

Die „Clean Cloth Kampagne Österreich“ schreibt dazu: „Silikose ist eine unheilbare Lungenkrankheit. [...] Silikose führt zu Lungenfibrose (Bildung von Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen und den sie umgebenden Blutgefäßen sowie Entzündung der Lungenbläschen) und Emphysema (Lungenaufblähung). Im Krankheitsverlauf verschlechtert sich der Zustand bis zur Invalidität und häufig bis zum Tod.“

Neben der Gesundheitsbelastung sind meist auch die Löhne in der Jeansproduktion extrem niedrig und das Arbeitspensum hoch.

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Eine Gefahr für unsere Gesundheit

Doch nicht nur die Menschen, die in der Jeansherstellung arbeiten, sondern auch die späteren Käufer setzen sich einem Gesundheitsrisiko aus.

Denn Reste der verwendeten Chemikalien können zu gewissen Anteilen in der verkaufsfertigen Jeans zurückbleiben und zu Allergien führen oder sogar über die Haut in den Körper gelangen. Erst 2016 wurde in Kinder-Jeans der Farbbestandteil Anilin nachgewiesen, der unter Krebsverdacht steht.

Deshalb lohnen sich Bio-Jeans

Die Hersteller von Bio-Jeans setzen sich für umweltfreundlichere und menschlichere Produktionsbedingungen ein. Zu den Standards von Bio-Jeans-Marken gehören unter anderem:

  • nur biologisch und pestizidfrei angebaute Baumwolle zu verwenden
  • auf Gentechnik in der Baumwollproduktion zu verzichten
  • wasser- und energiesparende Produktionsmethoden einzusetzen
  • giftige Chemikalien durch umweltschonende Substanzen zu ersetzen
  • faire Arbeitszeiten für die Arbeiter zu garantieren
  • höhere Arbeitsschutzstandards einzuhalten
  • die Produktion in europäische Länder zu verlegen

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Siegel für nachhaltige Kleidung

Aufgepasst: Der Begriff „Bio” ist für Kleidung nicht geschützt! Um sicherzugehen, dass die Jeans umwelt-und sozialverträglich hergestellt wurden, solltest Du Dich unbedingt auf Zertifizierungen und Siegel wie etwa das „GOTS“-Siegel, das „IVN Best“-Siegel, das Label „Fairtrade Certified Cotton“ oder auf die Mitgliedschaft des Herstellers in der „Fair Wear Foundation“ achten.

Falls eine Jeans kein Siegel aufweist, solltest Du das Unternehmen genauer unter die Lupe nehmen und schauen, ob die Herstellungsbedingungen glaubwürdig und transparent kommuniziert werden.

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