Wer ist Dariadaria?

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Man kann sie „Lifestyle-Bloggerin“ nennen, doch Daria ist mehr als das: auf ihrer Plattform und ihren Social Media Profilen spricht sie nicht nur darüber, wie man sich schöne Locke zaubert, sondern vielmehr auch über Nachhaltigkeit, Geflüchtete oder Tierschutz. Wir stellen Österreichs erfolgreiche Bloggerin vor.

Vom Lifestyle- zum Nachhaltigkeitsblog

Daria heißt eigentlich Madeleine Alizadeh und was sie zu sagen hat, interessiert Tausende von Menschen: Auf ihren Blog Dariadaria klicken mehr als eine Viertelmillion Leser - und das jeden Monat. Auf Instagram sehen sich mehr als 123.000 Follower ihre Posts an und ihre Youtube-Clips erreichen mehr als 100.000 Zuschauer. Damit ist die 28-Jährige Österreichs erfolgreichste Bloggerin. Wie kam es dazu?

Vor 7 Jahren fing die damalige Politikwissenschafts- und Ethnologiestudentin an, alles, was ihr gefiel, auf ihrer Website zu posten: neben Buch- und Restaurantempfehlungen erstellte sie auch Outfits-Posts. Schnell wurde sie auf erste Blogger-Events eingeladen. Immer mehr PR-Agenturen schickten ihr kostenlose Produkte. Doch anders, als sie erwartet hatte, machte sie das nicht glücklich. Kritisch fing sie an zu hinterfragen, ob die Message, die sie an ihre Lesen schicken wollte, wirklich blinder Massenkonsum sein sollte.

Sie änderte den Fokus und spezialisierte sich auf die nachhaltige und ökologische Produktion von Kleidung

Was macht sie so erfolgreich?

Auf ihrem Blog finden Leser heute ein breit gefächertes Spektrum an Inhalten: Ob sie fair produzierte Outfits vorstellt, oder ihre Leser mit auf ihre Reise den Jakobsweg entlang nimmt, ob sie in einem Video Tipps zu Minimalismus gibt oder über Straßenhunde in Bali berichtet und zu Spenden aufruft. Die Wienerin schreibt über alles, was sie berührt. Man kennt als Leser ihre schwarze Hündin Mala, ihre Wohnung, ihre Leibspeisen. Man kennt sie an guten und weniger guten Tagen, geschminkt und mit „bare face“, ruhig und ehrlich.

Mit dieser Authentizität inspiriert Madeleine, die auch Maddie genannt wird, immer mehr Menschen zu einem bewussteren und grüneren Leben.

Ein Blog ist harte Arbeit

Klingt nach einem Traumleben, doch Bloggen ist nicht immer nur gleich Spaß. Da Madeleine selbstständig und auf diese Einnahmequelle angewiesen ist, gilt es andauernd über den nächsten Post, die nächste Kooperation nachzudenken. Sie reist häufig herum. Viel Freizeit, die fernen Länder zu besichtigen hat sie jedoch nicht. Selten wird einmal nicht den ganzen Tag durchgearbeitet. Was für andere wie Urlaub klingt, ist für die Österreicherin also gar keiner. In ihrer Situation sind Arbeit und Privates kaum mehr zu trennen, die Welten verschmelzen miteinander.

Es gibt kein Handbuch, an das sie sich halten kann, in dem jungen Job bestimmt nur sie, was der nächste Schritt ist. Die Preise für Kooperationen beispielsweise berechnet sie über die Klickzahl ihrer Beiträge. Mit NGOs arbeitet sie mitunter aber sogar gratis.

Ihre größten Erfolge

Doch Madeleine brennt für ihre Arbeit. Für sie ist ihr Blog nicht einfach nur ihr Job. Sie zeigt immer wieder, wie ernst ihr ihre Projekte sind. Sie praktiziert, was sie predigt.

Ein Beispiel dafür ist ihr offener Brief an das Bundesministerium für Inneres vom August 2015. Hier berichtet sie von ihren Besuchen im Flüchtlingslager in Traiskirchen und beschwert sich beim Ministerium, dass sie ihre Hilfe verweigern. Der Brief erreichte nicht nur ihre eigenen Fans. Er wurde hunderttausendfach geteilt, geliked und gepostet und von Multiplikatoren und Medien verbreitet.

Diese Zivilcourage ist das, was Maddie aus der Masse herausstechen lässt. Sie nutzt ihre Reichweite nicht, um massenweise kostenloses Make-up zu bekommen, sondern vor allem, um nachhaltig etwas zu bewegen.

Sehenswert ist auch ihr Ted-Talk „I started a blogger revolution“, den sie 2016 vortrug. Monetarisierung, darum geht es letztendlich beim Bloggen, kritisiert sie dort und stellt klar: „Doch soziale Verantwortung ist viel wichtiger, als Marketing.“ Sie wolle in 5 Jahren nicht auf Outfits-Posts zurückblicken, sie wolle der Menschheit etwas hinterlassen und wirklich etwas in der Welt bewegt haben.

Trotzdem oder gerade deswegen schlägt ihr nicht immer nur Begeisterung entgegen. Für ihr Engagement und ihre Posts wurde sie teilweise so hart kritisiert und beleidigt, dass sich sich Ende letzten Jahres dazu entschloss, die Kommentarfunktion in all ihren Portalen auszuschalten. Seither wirkt sie entspannter und gelassener. Letzten Endes hat Madeleine Alizadeh es geschafft, aus einem konventionellen Blog ein authentisches und politisches Medium zu machen – und das ohne erhobenen Zeigefinger. Wir finden die Welt braucht mehr Daria Darias.

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