Welche Zutaten stecken in Tierfutter?

Inhaltsstoff-Check

Welche Zutaten stecken in Tierfutter? - Inhaltsstoff-Check

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Es gibt kaum etwas wichtigeres als die Gesundheit. Die von uns und die von unseren Liebsten – dazu gehören selbstverständlich auch unsere Haustiere. Wichtige Grundlage dafür: Die Ernährung. Aber weißt Du überhaupt was in Tierfutter alles drinsteckt?

Die Auswahl an Hunde- und Katzenfutter ist riesengroß. Da zu wissen, was gut für unser Haustier ist, ist nicht leicht. Was hilft: Die Inhaltsstoffe näher ansehen …

Was steckt in Dosenfutter?

Glaubt man den Herstellern, dann nur das Beste. Wie bei der menschlichen Nahrung muss der Hauptbestandteil des Futters zuerst genannt werden. Das sollte an erster stelle Fleisch sein.

Häufig findet sich bei den Inhaltsstoffen jedoch eine zusammenfassende Angabe: „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (4 Prozent)“. Das bedeutet: Wenn „Rind“ groß auf der Verpackung steht, muss dieses mindestens vier Prozent des Fleisches ausmachen. Daneben bleibt viel Platz für andere Fleischsorten sowie tierische Nebenerzeugnisse – vielleicht aber auch Platz für viele tierische Nebenerzeugnisse und wenig Fleisch …

Heißt: Nicht in jeder Dose steckt viel Fleisch. Durch die zusammenfassende Angabe Fleisch und tierische Nebenerzegnisse „[...] kann der Hersteller immer die Zutaten verarbeiten, die gerade günstig verfügbar sind, ohne die Deklaration ändern zu müssen“, erklärt Gabriele Winters – Ernährungsberaterin für Haustiere – bei „RP Online“.

Hundefutter

Doch was sind tierische Nebenerzeugnisse?

Tierische Nebenerzeugnisse können in erster Linie alles sein, was beim Schlachten übrig bleibt und der Mensch nicht essen mag. Das muss an sich nichts schlechtes sein.

Bestenfalls Nebenerzeugnisse wie Lunge oder Innerein – im schlechten Fall Hufe, Klauen, Federn, Pelz oder Hörner. „Das sind minderwertige Schlachtabfälle“, kommentiert Tierärztin Jutta Ziegler gegenüber „Bioland“.

Auf welche Inhaltsstoffe sollte man außerdem achten?

Salz, Zucker, Hydrolysate, Hefeextrakte usw. funktionieren wie Geschmacksverstärker. Manche Hersteller mischen sogar Glutamat unter, da viele Hunde und Katzen manches Fertigfutter ohne gar nicht fressen würden.

Tierfutter wird zudem öfters mit synthetischen Vitaminen angereichert. „Vitamine“ klingt ja erstmal gut, doch Vorsicht – diese sollten sie laut Tierärztin Jutta Ziegler meiden: „Die werden meist beigefügt, wenn das Futter so stark erhitzt wurde, dass wichtige natürliche Inhaltsstoffe verlorengegangen sind.“

Außerdem empfiehlt sie auf den Getreideanteil zu achten. Katzen bräuchten diesen Kohlenhydrate nicht – Hunde könnten sie besser verdauen, würden aber dick davon, da das Getreide in Zucker umgewandelt werde. Ein Getreideanteil von 10-20 Prozent sei somit nur was für sehr aktive Hunde.

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Neben den Inhaltsstoffen zählt auch die Fleischherkunft

Warum beim Tierfutterkauf auch die Haltung der verarbeiteten Tiere zählt? Antibiotika sind nur ein Stichwort – artgerechte Haltung das andere …

Marie Reinke, Fachfrau von der „Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt“ und Tierärztin gegenüber CodeCheck: „Leider gibt es keine verpflichtenden Haltungsangaben für Masttiere und daraus hergestellte Produkte. Eine Rückverfolgung der im Tierfutter verarbeiteten tierlichen Bestandteile ist nicht möglich, außer wenn das Tierfutter die Bio-Kennzeichnung (EG-Bio oder zusätzlich eines Anbauverbands wie Demeter) trägt.“

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