Weil Silikone unerwünscht sind: Jetzt kommt Polyquaternium

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Weil Silikone unerwünscht sind: Jetzt kommt Polyquaternium - INCI-Check

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Da Silikone in Kosmetikprodukten bei den Verbrauchern inzwischen nicht erwünscht sind, muss ein guter Ersatz her. Häufig kommt dabei Polyquaternium zum Einsatz. Doch was verbirgt sich hinter diesem Namen und warum sollte man Produkte mit diesem Inhaltsstoff meiden?

Die Gruppe der Polyquaternium-Verbindungen setzt sich aus Molekülen von Acrylamid und positiv geladenen “Diallyl dimethyl ammonium chloriden” zusammen. Dies bedeutet, dass einzelne Moleküle durch eine chemische Reaktion zu einem langkettigen, großen Molekül (Copolymer) verbunden werden. Wie die Struktur (verzweigt oder engmaschig) und Zusammensetzung der Verbindung ist, verrät die Zahl hinter dem Namen des Stoffes. Am häufigsten verwendet wird Polyquaternium-7. Es gibt aber noch rund 40 andere Polyquaternium-Arten.

Wo findet Polyquaternium Verwendung?

Beliebt ist der Stoff bei Kosmetikherstellern, weil er einen schützenden Film über Haut, Haare und Fingernägel legt. Daher wird Polyquaternium vor allem in Shampoos, Duschgels, Conditionern, Cremes, Lotionen und Nagelpflegeprodukten eingesetzt. Hier sorgt der Stoff nicht nur für eine glatte Haut, sondern ist auch in der Lage, eine geglättete Haaroberfläche und leichte Kämmbarkeit zu erzeugen.

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Was ist problematisch an Polyquaternium?

Schlecht für die Haut

Die Moleküle des Polyquaterniums sind positiv geladen und lagern sich daher beim Waschen an die negativ geladene Haaroberfläche an. Mit jeder Wäsche werden die Haare mit einer weiteren Schicht bedeckt, was auch als Build-up-Effekt bezeichnet wird. Der Stoff kann sich auch auf unsere Haut legen und die natürliche Regulation beeinflussen. Zu Trockenheit neigende Haut sollte auf diese Inhaltsstoffe verzichtet.

Flecken bei der Wäsche

Wenn sich Reste von Polyquaternium einmal im Handtuch oder an Deiner Kleidung befinden, ist es schwierig, sie wieder loszuwerden. Gerade in der Waschmaschine kann dieser Stoff viel Schmutz und Farbteilchen anziehen, die dann als dunkle und harte Kunststoffflecken auf dem Material sichtbar werden. Genauso, wie es sich auch nach mehrmaliger Reinigung mit Bleichmitteln nicht entfernen lässt, ist es auch nicht biologisch abbaubar und belastet daher unsere Umwelt.

Spuren von Acrylamid

Ein weiteres Problem ist, dass Produkte mit Polyquaternium-7 Spuren von Acrylamid enthalten können. Diese chemische Substanz steht in Verdacht, krebserregend zu sein. Das „Bundesinstitut für Risikobewertung“ hat daher schon im Jahr 2003 in einer Stellungnahme empfohlen, bei der nächsten Änderung der Kosmetik-Richtlinien Grenzwerte für Restgehalte an Acrylamid in verschiedenen Rohstoffen festzulegen. Bis dato ist in dieser Richtung noch nichts geschehen.

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In folgenden Kosmetikprodukten ist Polyquaternium enthalten:

So kannst Du Polyquaternium meiden

Um herauszufinden, in welchen Produkten Polyquaternium enthalten ist, kannst Du Dir die INCI-Liste durchlesen oder das Produkt mit der CodeCheck-App scannen. Die verschiedenen Verbindungen beginnen alle mit dem Begriff Polyquaternium und enden mit einer Zahl. In Shampoos und Spülungen wird vor allem Polyquaternium-10 benutzt, während in Duschgels eher Polyquaternium-7 eingesetzt wird. Nur bei Naturkosmetikprodukten kannst Du Dir sicher sein, dass kein Polyquaternium enthalten ist.

Diese Produkte sind beispielsweise frei von Polyquaternium:

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