Warum die „Deutsche Post“ Prospekte in Plastik einschweißt

Welche Alternativen gibt es?

Warum die „Deutsche Post“ Prospekte in Plastik einschweißt - Welche Alternativen gibt es?

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Rund 20,4 Millionen Haushalte empfangen wöchentlich (!) die Werbeheftchen-Sammlung Einkaufaktuell der Deutschen Post. Versendet wird diese eingeschweißt in Plastikfolie. Warum?

Während die einen blättern & Angebote umkringeln, werfen die anderen alles gleich in den Müll oder entnehmen die Prospekte nur, um Papier & Plastik ordnungsgemäß zu recyceln. Egal zu welcher Fraktion Sie gehören: Haben Sie sich noch nie gefragt wozu die Palstikfolie überhaupt notwendig ist?

Wir haben bei Alexander Edenhofer, Pressesprecher der Deutschen Post DHL Group, nach Grund & Alternativen gefragt. Die Sorge der Post: „Häufig landet die einfache Haushaltswerbung mehrfach geknickt und manchmal sogar verdreckt beim Empfänger. Die hauchdünne Folie bei Einkaufaktuell sorgt dafür, dass Einkaufaktuell frei von Schmutz und Nässe und übersichtlich sortiert in den Briefkästen ankommt.“

Plastik alternativlos?

Alternative Möglichkeiten der Prospektbündelung habe die Deutsche Post laut Edenhofer geprüft. Folienverpackungen aus Polyethylen würden allerdings unter Berücksichtigung von Rohstoffeinsatz, Energieaufwand und Wasserverbrauch bei der Herstellung sowie dem Gewicht die beste Wahl darstellen.

Wie viel Plastikfolie dabei für die Bündelung der Prospekte anfällt – diese Zahlen liegen Edenhofer auf Nachfrage nicht vor. Allerdings betont er, dass die Post um eine Reduzierung des Mülls bemüht sei.

„Wir haben die Folienstärke in den letzten Jahren immer weiter reduzieren können. Die Stärke beträgt mittlerweile nur noch 15 μm [Mikrometer, Anm. d. Red.]. Zum Vergleich: Die Folie ist damit fast dreimal dünner als ein menschliches Haar.“ Er betont weiter, dass derzeit in Nordeutschland auch eine Folie mit einem Recyclinganteil von über 50 % getestet würde.

Bleibt die Frage: Ist das die Antwort?

Heißt: Die Lösung weniger Plastik oder recycelte Materialien zu verwenden, würde lediglich das Ursprungsproblem verbessern.

Bereits ein einfaches Band für den Zusammenhalt wäre ein Alternative. Was hierfür fehlt: Der Mut von Herstellern und die Akzeptanz von Kunden womöglich geknickte oder wellige Werbeheftchen nicht als unordentlich zu brandmarken. Wer braucht schon Perfektion bei Prospekten?

Fest steht: Weniger oder „besseres“ Plastik sind nur ein zweifelhaftes Sonderangebot. Gerade Schnäppchenjäger dürften dafür Verständnis haben.

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