Warum Energy-Drinks unsere Zähne kaputt machen

Gesundheit

Warum Energy-Drinks unsere Zähne kaputt machen - Gesundheit

Angst vorm Zahnarzt?

von

Red Bull und Co. sind für unsere Zähne schlimmer als Coca-Cola und andere zuckerhaltige Getränke. Die ätzende Wahrheit über Energy-Drinks.

Jeder dritte Schweizer leidet an Erosion von Zahnschmelz. Schuld an der neuen Volkskrankheit sind vor allem säurehaltige Getränke. Die größte Gefahr lauert in Energy-Drinks, so eine Studie von Adrian Lussi, Direktor der Klinik für Zahnerhaltung, Präventiv- und Kinderzahnmedizin an der Universität Bern. 60 verschiedene Getränke unterschiedlichster Hersteller hat Lussi auf ihre Erosionswirkung wissenschaftlich untersuchen lassen.

Cola harmlos im Vergleich

„Karies ist zwar nach wie vor das größte Problem, doch die Säureschäden holen auf“, so das Urteil des Direktors. Vor allem die Kauflächen werden von den ätzenden Flüssigkeiten angegriffen. Früher dachte man, Coca-Cola sei wegen seines hohen Zuckergehalts der Zahnfeind Nummer 1. Gegen die Energy-Drinks sei das Traditionsgetränk aber geradezu ein Schwächling, so führt Adrian Lussi weiter aus. Das Schlimmste an Red Bull und Co. sei, dass man sie nicht in einem Zug, sondern schluckweise trinke. Die Zähne baden somit stundenweise in der Säure.

Red Bull Nahaufnahme

Dass zuckerlose Softdrinks für die Zähne nicht schädlich sei, ist ein Irrglaube. „Zucker ist fatal, Säure aber eine wahre Katastrophe“, erklärt der Zürcher Zahnarzt Albert Gasser. In der Tat fanden Forscher heraus, dass Energy-Drinks den Zähnen doppelt so viel schadet, wie übliche Süßgetränke. Mit Mitteln wie Fluorlack komme man dieser Art von Säure nicht bei, weil der Schutz zu wenig lang anhalte. Auch die weitverbreitete Meinung, dass ein zuckerloser Kaugummi nach dem Drink den Schäden vorbeuge, sei falsch, erläutert der Zahnarzt.

Gefährlicher Energie-Lieferant

Viele junge Erwachsene trinken Energy-Drinks vor oder während dem Sport. Unter der Annahme, dass ihre Leistung und Energie verbessert werde, baden sie ihre Zähne stundenlang in der ätzenden Säure. Auch im Büro oder in der Schule steht oft ein Vertreter von Red Bull und Co. auf dem Tisch. Wer aber sein Energie-Level hochhalten will, sollte lieber auf gesunde Snacks wie Nüsse oder Früchte zurückgreifen. Diese enthalten weit weniger Zucker und sind nicht säurehaltig. Selbst ein Orangensaft kann ohne Bedenken getrunken werden, solange er Kalzium enthält. Denn genau wie im Joghurt, macht das enthaltene Kalzium die Säure unwirksam. Und Wasser ist immer noch das beste und günstigste Sportgetränk überhaupt.

Viel Wasser trinken

Wasser das beste Mittel

Wasser ist auch das wirksamste Mittel gegen die in Energie-Drinks enthaltene Säure. Ein grosser Schluck Wasser nach dem Genuss eines Red Bull’s beugt am besten gegen die Erosion des Zahnschmelzes vor. Außerdem sollte man nicht direkt nach dem Konsum eines säurehaltigen Produktes die Zähne putzen. Bei sofortigem Reinigen wird nur die Angriffsfläche der Säure erhöht. Der Speicher benötigt mehr als eine Stunde, um die erweichte Zahnsubstanz so zu reparieren, dass die der Zahnreinigung widerstehen kann.

Energie-Drinks sind beliebt. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene greifen zu den neumodischen Getränken. Viele davon enthalten extrem viel Zucker. Sie sind alleine schon deshalb bedenkenswert. Doch auch die zuckerlosen Varianten sind schädlich. Der Zahnschmelz wird stark angegriffen und dies kann längerfristig zu unangenehmen Konsequenzen führen. Wer sich und seinen Zähnen Sorge halten will, kennt nur einen Energie-Drink – Wasser!

Quelle: beobachter.ch

Ich möchte den Codecheck-Newsletter abonnieren und keine News mehr verpassen

Codecheck.info
4.7/5 26 Stimmen

Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten

getränk3
Abkühlung gefällig? –
cola-213738877 Kopie
Gesundheit –
Mexiko Zuckersteuer
Gesundheits-Steuer –

Ob gesund kochen oder schlemmen...

SWICA-Gesunder Gruss-Wettbewerb-650x371
Anzeige

Wettbewerb: Jetzt mitmachen und doppelt gewinnen

Eine gesunde Ernährung macht Spass und fördert das Wohlbefinden – bei SWICA gehört sie deshalb in den Bereich der Gesundheitsvorsorge. Sie unterstützt ihre Versicherten mit vielseitigen Gesundheitsangeboten rund um die Ernährung und attraktiven Präventionsbeiträgen. Hier erfährst Du, wie Du profitieren kannst. Zudem kannst Du gleich bei zwei Wettbewerben tolle Preise gewinnen.

Nachhaltigkeit im Badezimmer

seife

Diese Seifen enthalten kein Palmöl

Für die Industrie ist Palmöl günstig und vielseitig anwendbar – für die Umwelt eine Katastrophe. Grund genug, um es im Alltag zu vermeiden. Zum Beispiel beim Kauf von palmölfreien Seifen fürs tägliche Duschen. Weiterer Vorteil hier: Du sparst Verpackungsmüll und vermeidest Mikroplastik, welches nach wie vor in vielen Flüssigduschgels enthalten ist.