Voll von Eiern aus Käfighaltung?

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Voll von Eiern aus Käfighaltung? - Weihnachtsgebäck

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Käfighaltung von Hühnern wurde bereits 2010 in Deutschland verboten, jedoch werden von manchen Lebensmittelherstellern immer noch Käfigeier importiert und von Verbrauchern ohne ihr Wissen konsumiert. Wo kann man sich darüber informieren?

Bodenhaltung, Freilandhaltung, Kleingruppenhaltung und ökologische Erzeugung, in Deutschland haben wir die Qual der Wahl, aus welcher Art der Haltung unsere Eier kommen. Was steht hier für was?

- Kleingruppenhaltung: Die Legehennen leben hier auf 800 Quadratzentimetern pro Tier. Die Gruppengröße ist jedoch im Vergleich zur Käfighaltung begrenzt.

- Bodenhaltung: Hier werden die Hennen in Gruppen von bis zu 6.000 Tieren bei einem Platzangebot von neun Hennen pro Quadratmeter in einem geschlossenen Stall gehalten.

- Freilandhaltung: Die Stallbedingungen in der Freilandhaltung gleichen denen in der Bodenhaltung, allerdings wird jedem Tier tagsüber ein vier Quadratmeter großer Auslauf im Freien zugestanden.

- Ökologische Haltung: Die Besatzdichte beträgt hier sechs statt neun Tiere pro Quadratmeter im Vergleich zur Freilandhaltung – und eine geringere Grupppengröße (maximal 3.000 statt 6.000 Tiere). Ebenso wird unter anderem auf ökologisches Futter und auf keine Antibiotika zur Behandlung von Krankheiten zurückgegriffen.

Mehr Infos dazu findest Du unter anderem im Faktenblatt der „Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt“.

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Umstellung auf alternative Haltung

Obwohl Käfighaltung in Deutschland verboten ist, ist der Import von Eiern aus solcher Erzeugung leider immer noch erlaubt.

Und so produzieren Lebensmittelhersteller vereinzelt immer noch Eier aus nicht artgerechter Haltung. Um Licht ins Dunkel zu bringen, hat die „Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt“ unter anderem verschiedene Bäckerei-Ketten, Supermärkte, Backwaren- und Süßwaren- sowie Eiernudel-Hersteller nach der Herkunft ihrer Eier befragt.

Erfreulicherweise finden Käfigeier nur noch wenig Verwendung. Namhafte Unternehmen und Marken haben bereits vollständig auf Eier aus alternativer Herkunft - meistens Bodenhaltung - umgestellt.

Käfigfreie Bäckereien & Backwaren- und Süßigkeitenhersteller

Zu den Bäckereien, die käfigfreie Eier verwenden, zählen demnach unter anderem die „Bäckerei Wimmer“, „Dat Backhus“, „IHLE“, „Müller & Höflinger“, „Steinecke“ und die „Wiener Feinbäckerei“. Nur teilweise käfigfrei seien unter anderem nach der „Albert Schweitzer Stiftung“ die „Bäckerei Zöttl“ und „Backwerk“.

Bei den Backwarenherstellern gehen „Bahlsen“ inklusive „Leibniz“, „Brandt“, „Coppenrath“, „Dr. Oetker“, „Griesson“ oder auch „Lambertz“ mit gutem Beispiel voran. „Milka“ befände sich demnach noch im Umstellungsprozess. Während Schokolade bereits käfigfrei sei, sei dies bei Keksen noch nicht der Fall.

Süßwarenhersteller wie „Ferrero“, „Lindt & Sprüngli“, „Mars Süßwaren“ oder „Nestlé Schöller“ würden bereits nur noch auf Eier aus Bodenhaltung zurückgreifen, „Ben & Jerry’s“ sogar auf Freilandhaltung.

Alle untersuchten Marken findest Du hier.

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Eine gute Auflistung findest Du ebenfalls auf der Seite des „Deutschen Tierschutzbundes e.V.“, der im Rahmen seiner Kampagne „Kein Ei aus Quälerei“ zusammengetragen hat, welche Marken Eier aus welchen Haltungsformen verwenden.

Laut Auskunft des „Deutschen Tierschutzbundes e.V.“ verwenden beispielsweise weiterhin „Kraft Foods Deutschland GmbH“ und „Appel Feinkost“ und die „Backhaus Lüning GmbH“ Eier aus Käfighaltung.

Fazit

Leider kannst Du aufgrund einer fehlenden Kennzeichnungspflicht nicht auf der Verpackung erkennen, welche Eier verwendet wurden. Aber informieren lohnt sich und ist dank der Arbeit verschiedener Organisationen einfach möglich.

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