Sugaring - die beste Haarentfernungsmethode?

Sanft zur Haut, gut für die Umwelt

Sugaring - die beste Haarentfernungsmethode? - Sanft zur Haut, gut für die Umwelt

Beine
Upsplash

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Wer es einmal probiert hat, kommt meist nicht mehr davon los! Die Rede ist von Sugaring: Eine Haarentfernungsmethode, bei der eine Paste auf Zuckerbasis zum Einsatz kommt. Die rein natürlichen Zutaten sind günstig und die Abziehtechnik besonders sanft zur Haut.

Und auch das Ergebnis überzeugt: Die Haut wird superglatt und die Haare mit jeder Anwendung dünner und spärlicher. Mit dem folgenden Rezept kann man die Paste sogar selbst herstellen.

Was ist Sugaring?

Sugaring ist eine umwelt- und hautfreundliche Haarentfernungsmethode, bei der eine Zuckerpaste verwendet wird. Ursprünglich kommt die Methode aus dem Orient. Dort nennt man die süße Paste aus Zucker und Zitronensaft „Halawa“ und benutzt sie seit Jahrhunderten zur sanften Haarentfernung.

Mittlerweile hat sich Sugaring auch hierzulande zum Trend entwickelt. Kein Wunder, denn Sugaring überzeugt als Methode gegen ungewollte Härchen: Es ist sanft zur Haut, beruht auf rein natürlichen und günstigen Zutaten und zieht die Haare mit der Wurzel heraus, sie wachsen also dünner und spärlicher nach.

So funktioniert Sugaring

Dir Vorbereitung ist ähnlich wie bei einer Behandlung mit Wachs: Die Haut wird mit einem alkoholhaltigen Toner gereinigt und gepudert, damit sie sauber und fettfrei ist.

Dann wird eine kleine Portion der Halawa-Masse in den Händen weich geknetet und entgegen der Wuchsrichtung der Haare auf die Haut gestrichen.

Anschließend wird die goldgelbe Zuckerpaste mit schnellen Bewegungen abgezogen. Diese Methode nennt man Flicking. Alternativ kann die Zuckerpaste auch, wie beim Waxing, mit Vliesstreifen abngenommen werden. Wichtig: Das Abziehen erfolgt in Wuchsrichtung der Haare! Danach kann die Masse wieder weich geknetet und auf eine andere Hautstelle aufgetragen werden.

Sanfter und gründlicher als Waxing

Während Wachs gegen die Wuchsrichtung der Haare abgezogen wird, erfolgt das Abziehen der Masse beim Sugaring „mit dem Strich“. Dadurch werden die Haarfollikel weniger gereizt und die Haare brechen nicht so leicht ab wie beim Waxing. Guter Nebeneffekt: eingewachsene Haare oder Pickelchen sind dadurch beim Sugaring seltener ein Problem. Vorsorglich empfiehlt sich ab dem dritten Tag nach dem Sugaring alle zwei bis drei Tage ein Peeling der Haut.

Wer von Waxing auf Sugaring umsteigt, wird feststellen, dass die Haarentfernung mit der Zuckerpaste weitaus weniger schmerzhaft ist. Das liegt zum einen daran, dass die Haare mit der Wuchsrichtung abgezogen werden, zum anderen klebt die Halawa-Masse weniger an der Haut. So ist auch die Verletzungsgefahr geringer als bei der Behandlung mit Wachs.

Die Zutaten sind günstig und umweltfreundlich

Das Tolle an Sugaring: Die Zutaten für die Paste sind natürlich und preiswert. Man bekommt sie in jedem Supermarkt, meist hat man sie sogar schon zu Hause. Lediglich Zucker, Wasser und Zitronensaft werden für die Halawa-Masse benötigt.

Sugaring kann man auch als die umweltfreundlichste Haarentfernungsmethode bezeichnen. Denn es kommen weder Chemikalien, noch Produkte aus Plastik zum Einsatz. Alternativen wie das Rasieren oder Haarentfernungscremes können da nicht mithalten. Auch für Veganer ist Sugaring eine tolle Alternative, da Waxing-Produkte Bienenwachs enthalten können. Noch natürlicher als Sugaring wäre wohl nur, die Haare einfach wachsen zu lassen.

Sugaring selbst durchführen

Für den Anfang bietet sich ein Besuch in einem professionellen Sugaring-Studio an. Dort bekommt man ein erstes Gefühl für die Methode und kann sich mit der Technik vertraut machen.

Wer es lieber selbst probieren möchte, findet im Internet sowohl Anleitungen und Videos zur richtigen Anwendung, als auch fertige Sugaring-Pasten.

Wer noch mehr sparen möchte, kann die Zuckermasse auch selbst zubereiten. Die Herstellung von „Halawa“ erfordert allerdings meist ein paar Versuche, um die richtige Konsistenz zu erreichen.

Waxing

Rezept für Sugaring-Paste

Zutaten:

200 g Zucker

10 ml Wasser

30 ml Zitronensaft

So geht’s:

Achtung Verbrennungsgefahr: Während des Kochens ist Vorsicht geboten, denn die Sugaringmasse wird sehr heiß!

1. Alle Zutaten werden in einem hohen beschichteten Topf oder einer tiefen Pfanne (wichtig, da die Masse schnell überläuft!) vermischt und langsam erhitzt.

2. Die Zuckermasse wird langsam und gleichmäßig unter ständigem Rühren geköchelt. Zum Rühren eignet sich ein Holzlöffel, oder ein normaler Löffel, der oben mit Küchenpapier umwickelt ist, da er heiß wird.

3. Im Laufe des Kochvorgangs, der bei den Mengenangaben für dieses Rezept rund 10 Minuten dauert, verändert sich die Farbe der Sugaring-Paste: Anfänglich ist sie weiß, wird dann hellgelb und erinnert am Ende farblich an Akazienhonig.

4. Wer sich unsicher ist, kann einen Konsitenztest druchführen. Dafür werden mit einem Löffel einige Tropfen Zuckermasse auf einen Teller getropft. Wenn die Tropfen abgekühlt sind, kann man die Konsistenz mit dem Finger testen. Ist sie bei Hautkontakt noch zu weich oder zu flüssig, muss die Zuckermasse weitergeköchelt werden, bis sie im erkalteten Zustand eine festere Konsistenz erhält.

5. Hat die Masse die gewünschte Konsistenz, sollte sie sofort von der heißen Herdplatte genommen werden. Vorsicht: Nicht zu ruckartig, sonst kann sie überlaufen. Die Masse kann nun in einen hitzebeständigen Glas- oder Plastikbehälter gefüllt werden. Achtung, sie ist extrem heiß! Bitte ausreichend Zeit zum Abkühlen einplanen.

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