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Studie zu Konservierungsstoffen in Kosmetika

Umfrage der ETH Zürich

Studie zu Konservierungsstoffen in Kosmetika - Umfrage der ETH Zürich

Kosmetikindustrie Lippenstifte

von

Viele Körperpflegeprodukte und Putzmittel enthalten Konservierungsstoffe, die in Verdacht stehen, Hautallergien auszulösen. Die Chemikerin Dr. Natalie von Götz von der ETH Zürich will mittels einer Umfrage herausfinden, wie oft wir im Alltag mit diesen Stoffen in Berührung kommen.

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Die Ausgangslage

Gegenstand der Studie sind die Konservierungsstoffe Methylisothiazolinon (MI) und andere Isothiazolinone. Isothiazolinone werden als biozide Konservierungsstoffe in vielen Körperpflegemitteln wie z.B. Flüssigseife, Deo, Make Up - Entferner und Shampoo, sowie in vielen Haushaltsreinigern verwendet.

Mit dem Einsatz von Konservierungsstoffen soll eine längere Haltbarkeit von Kosmetik- und Körperpflegeprodukten erzielt werden. Problematisch ist allerdings, dass Isothiazolinone allergen wirken, d.h. sie können die Haut sensibilisieren, sodass unangenehme Ekzeme und Juckreiz die Folge sind. In ungünstigen Fällen kann es auch bei vollständigem Vermeiden der allergen-haltigen Produkte bis zu 6 Monate dauern, bis die Ekzeme abgeklungen sind (Gardner et al., 2010).

Leider schützt das Tragen von Handschuhen, wie z.B. beim Spülen oder Putzen nicht vor der Sensibilisierung. Im Gegenteil: Studien haben gezeigt, dass Handschuhe die Wirkung sogar noch verstärken (Espasandín‐Arias und Goossens, 2014). Eltern wird interessieren, dass die Substanzen auch in Baby-Feuchttücher eingesetzt werden (und schon Allergien dadurch ausgelöst wurden).

Studie von Codecheck

Im März 2015 hat Codecheck eine Studie über die Entwicklung kritischer Inhaltsstoffe in Kosmetika untersucht. Die Studie und Ergebnisse sind hier nachzulesen.

Gemäss der Studie hat der Einsatz von MI in fast allen Kosmetik-Produktgruppen zugenommen. Die Erklärung für dieses Ergebnis ist sowohl Erfolg als auch Misserfolg: MI ersetzt den in Verruf geratenen Konservierungsstoff Propylparaben, der bisher hauptsächlich in Kosmetikprodukten eingesetzt wurde. Prof. Dr. med. Axel Schnuch, Leiter des IVDK, warnt im Verbrauchermagazin ÖKO-TEST vor MI: „Zu keinem der anderen Kontaktallergene haben wir eine derartige epidemische Zunahme der Sensibilisierungen.“

Auch der europäische Kosmetikverband Cosmetics Europe hat bereits 2013 reagiert und die Empfehlung ausgesprochen, Kosmetikhersteller sollen bei Produkten, die nicht abgewaschen werden, auf MI verzichten. Grosse Kosmetikhersteller reagieren: Beiersdorf hat schon Anfang 2013 entschieden MI in seinen Pflegeprodukten zu ersetzen.

Umfrage der ETH Zürich

Die Chemikerin Natalie von Götz von der ETH Zürich möchte herausfinden, in welchem Ausmass wir im Alltag mit Konservierungsstoffen wie MI in Kontakt kommen. Dazu sollen Studienteilnehmer mit der neuen iphone-App „SkinProtect“ die Strichcodes von Produkten einlesen, die sie täglich im Haushalt verwenden.

Zusätzlich notieren sie die genaue verwendete Menge – und ob sie von den Produkten Hautausschläge bekommen. Anhand dieser Daten will die Chemikerin die individuelle Belastung mit schädlichen Konservierungsstoffen ermitteln. Außerdem bekommen die Teilnehmer mit der App ein Feedback zu den eigenen Gewohnheiten im Gegensatz zu denen anderer Teilnehmer.

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