Stiftung Warentest: Krebserregende Stoffe in Kuscheltieren

Gesundheit der Kinder

Stiftung Warentest: Krebserregende Stoffe in Kuscheltieren - Gesundheit der Kinder

Kuscheltiere krebserregend

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Eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest sorgt für Aufruhr unter Eltern: In vielen Kuscheltieren für Kinder stecken krebserzeugende Schadstoffe, zudem gibt es weitere Gefahrenstellen.

Stiftung Warentest untersuchte für die Dezemberausgabe ihrer Zeitschrift 30 exemplarische ausgewählte Kuscheltiere im Labor. Getestet wurde auf Sicherheit und Schadstoffbelastung. Das Ergebnis: Gerade einmal acht Kuscheltiere sind empfehlenswert, nur eines der Tiere (ein Hase für 60 Euro) bestand mit der Bestnote 1,0. Etwa zwei Drittel (21 der Plüschtiere) erhielten nur ein „mangelhaft“.

Krebserregende Schadstoffe in Kuscheltieren

Besonders erschreckend: 19 der getesteten Kuscheltiere enthielten Schadstoffe, welchen eine krebserzeugende Wirkung nachgesagt wird.

13 Kuscheltiere waren mit dem krebserregenden PAK Chrysen verunreinigt. Dieser Schadstoff gelangt über verunreinigte Weichmacheröle oder Farb­stoff­mischungen in Spielzeuge. Stiftung Warentest untersuchte bereits 2010 Plüschtiere auf den Stoff – auch damals waren 13 von 15 Tieren mit PAK belastet. Sogar nach mehrmaligem Waschen im Test veränderte sich die Schadstoff-Menge kaum.

Teddybären

Stiftung Warentest testete nach dem PAK-Grenzwert 0,2 mg/kg – dieser gilt für Spielzeuge, die mit dem freiwilligen GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit gekennzeichnet sind. Warentest erklärt: „Aus Gründen der Vorsorge haben wir nach den strengen Vorgaben des GS-Zeichens bewertet. Dass es möglich ist, sie einzuhalten, zeigen nicht zuletzt die acht empfehlenswerten Kuscheltiere“.

Sieben der untersuchten Plüschtiere enthielten das vermutlich krebserzeugende Naphtalin – und das „in deutlichen Mengen“. Auch Phthalate (Weichmacher), die sich auf die Fortpflanzungsfähigkeit auswirken können, fand man in zwei Kuscheltieren.

Problematisch: Die Schadstoffe lassen sich nicht sehen und nur selten riechen und können nur im Labor nachgewiesen werden.

Mangelnde Sicherheit bei Kuscheltieren

Bei drei der untersuchten Plüschtiere ließen sich die Nähte so leicht auflösen, dass Kleinkinder die Füllung ohne Probleme herausnehmen und verschlucken könnten.

Bei diesen Produkten – von zwei namhaften Herstellern und einer großen Kaufhauskette – informierte die Stiftung Warentest die jeweiligen Hersteller und die Aufsichtsbehörden.

Hier geht’s zum Test: Kuscheltiere: Zwei Drittel fallen durch den Sicher­heits- und Schad­stoff­test

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