Statt Plastikringen: Brauerei produziert essbare Sixpack-Halter

Plastikmüll im Meer

Statt Plastikringen: Brauerei produziert essbare Sixpack-Halter - Plastikmüll im Meer

Essbarer Sixpack-Halter
Saltwater Brewery YouTube

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Vor allem in den USA werden Bierdosen oft mit Plastikringen zusammengehalten, was sie zu handlichen Paketen macht. Doch oft landen die Sixpackringe im Meer. Zusammen mit anderem Plastikmüll werden sie dabei zur tödlichen Falle für Meerestiere wie Schildkröten, Fische, Seevögel und viele mehr. Eine Bierbrauerei aus Florida will das jetzt ändern.

Plastikmüll im Meer

Zur Zeit treiben im Meer etwa 150 Millionen Tonnen Plastik. Pro Minute kommt eine LKW-Ladung Plastikmüll dazu, wie eine Hochrechnung für das Weltwirtschaftsforum 2016 zeigt. Plastikmüll im Ozean braucht Jahrzehnte bis Jahrhunderte um in kleinste Teilchen zu zerfallen. Kleine Plastikteile füllen den Magen der Tiere, welche daran zu Grunde gehen. Kleinste Partikel werden von den Meerestieren über die Nahrung aufgenommen und landen schließlich durch den Verzehr von Meerestieren auch in unserem Körper.

Die bisherigen Plastikhalter, die für die Bierdosen verwendet werden, stellen noch ein weiteres Problem dar. Die Tiere verheddern sich in den Ringen. Sie werden den Plastik nicht mehr los und müssen jahrelang damit leben – oder sterben.

vogel

Essbare Sixpackringe

Eine kleine Bierbrauerei aus Florida SaltWater Brewery ersetzt die Plastikringe ihrer Bierdosen nun durch einen essbaren und kompostierbaren Dosenhalter.

Die Ringe werden aus einem Beiprodukt der Bierbrauerei hergestellt. Die Weizen- und Gerstenreste werden zu Sixpackringen verarbeitet. Sollte das Produkt nach dem Biergenuss dann im Meer landen, kann es von Fischen und Schildkröten ohne Probleme gegessen werden. Doch die Ringe sind nicht nur essbar, sie können auch gut kompostiert werden.

Kostspielige Produktion

Die Produktion von den ökologischen Bierhalterungen ist bisher noch nicht kosteneffizient. Damit es sich auch finanziell lohnt, sollten auch andere Brauereien auf den essbaren Dosenhalter umstellen. Je mehr Firmen sich daran beteiligen, umso interessanter wird der Preis.

Dennoch: Trotz der Möglichkeit die Getränkehalter zu essen oder zu kompostieren, sollte das kein Freipass sein, das Produkt ins Meer zu werfen. Die Ozeane brauchen nicht noch mehr Gegenstände, die darin herumschwimmen. Daher ist der Kompost oder der Abfalleimer immer noch die beste Lösung.

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