Sperma, Plazenta und Schildläuse: was machen diese Ekel-Inhaltsstoffe in Kosmetika?

Ekelerregende Inhaltsstoffe in Kosmetika

Sperma, Plazenta und Schildläuse: was machen diese Ekel-Inhaltsstoffe in Kosmetika? - Ekelerregende Inhaltsstoffe in Kosmetika

Eklige Inhaltsstoffe in Kosmetika

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Wir verwenden Kosmetikprodukte eigentlich mit dem Ziel gut zu riechen, uns zu pflegen und um uns frisch zu machen. Umso mehr erstaunt es, welche abstoßenden und ekelhaften Inhaltsstoffe viele Produkte enthalten. Zwar sind die Zusatzstoffe gesundheitlich meist unbedenklich, aber widerlich sind sie trotzdem!

Kosmetik aus toten Tieren

Das in vielen Shampoos und Haarspülungen enthaltene Keratin soll Haare reparieren und kräftigen. Was viele nicht wissen: Keratin ist ein Produkt aus zermahlenen Hörnern, Hornhäuten, Schuppen, Federn, Hufen und Haaren verschiedenster Tiere. In Seifen kommen Fette, die aus Tierkadavern gewonnen werden, zum Einsatz und in Zahnpasta finden sich gemahlene Schalen von Krebstieren. Aber gehen wir der Reihe nach. Hier kommen die kuriosesten und ekelhaftesten Zusätze in Kosmetikartikeln:

1. Fischschuppen für den perfekten Schimmer-Effekt

Der liebliche Schimmer in deinem Lipgloss, Lippenstift oder Nagellack stammt höchstwahrscheinlich von den Schuppen eines Herings. Achte bei den Inhaltsstoffen auf die Bezeichnung Pearl Essence oder Guanin und du kannst dir sicher sein, Fischschuppen in deiner Kosmetik zu haben.

Kosmetik mit Erdöl

2. Erdöl für den nötigen Fettanteil

Ein Abfallprodukt (Destillat) aus der Erdölindustrie ist das sogenannte Paraffin. Der Stoff ist geruchs- und farblos, günstig und vielseitig, er liefert den nötigen Fettanteil für Kosmetikprodukte und hat dennoch nichts zu suchen in Gesichtscremen, Bodylotionen oder Lippenpflegeprodukten. Auch wenn Paraffin eine äußerlich geschmeidige Haut macht, warnen Experten davor, dass der Stoff das Gleichgewicht der Haut stören kann.

3. Fette aus Tierkadavern

Die Körper toter Tiere werden in Verwertungsanlagen zerkleinert und dort unter Hochdruck zu Fleischbrei verarbeitet. Dabei wird das Fett abgetrennt und an die Industrie abgegeben. Der Konsument kommt mit diesen Fetten in vielfältiger Form, zum Beispiel beim Händewaschen mit Seifen oder beim Shampoonieren der Haare in Berührung.

4. Plazenta-Creme für die ewige Jugend

Botox war gestern, heute schwören Stars wie Victoria Beckham oder Jennifer Lopez auf eine Wellness-Sitzung der besonderen Art: dem Plazenta-Facial. Dabei bekommen die Damen, eine fast normal riechende Salbe mit ungewöhnlichem Inhalt auf die Haut geschmiert. Diese enthält neben den herkömmlichen Bestandteilen wie Wasser, Öl und Emulgatoren auch den Mutterkuchen, also die Nachgeburt oder ganz einfach die Plazenta. Die darin enthaltenen Hormone sollen einen besonders verjüngenden Effekt haben.

5. Anti-Aging dank Spermin

Die organische Verbindung Spermin, die in der menschlichen Samenflüssigkeit vorkommt, lässt Zellen angeblich länger leben und soll ein Wundermittel gegen Falten sein, wie Forscher der Universität Graz entdecken haben. Mit einem enorm hohen Anteil an Anti-Oxidantien soll es die Haut 30 Mal stärker glätten als konventionelle Produkte, die beispielsweise auf Vitamin E basieren.

Kosmetik-Model mit roten Lippen

6. Rote Lippen soll man küssen – auch die mit Läusen drauf?

Der rote Farbstoff Karmin, der in Lippenstiften steckt und als Inhaltsstoff E 120 gelistet wird, wird aus der weiblichen Schildlaus gewonnen. Für ein Kilogramm braucht man mehr als 100.000 Schildläuse. Früher wurde Karmin auch in Getränken wie Campari und Aperol verwendet, heute wird es meist durch einen synthetischen Farbstoff ersetzt.

Keine gesundheitsschädliche Wirkung

Ein Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt sich also in jedem Fall. Gesundheitsschädlich sind die Zusätze, nicht zuletzt wegen der strengen Kontrollen, jedoch nicht. Allerdings muss jeder für sich entscheiden, welche er Produkte er verwenden möchte. Alternative Produkte ohne tierische Inhaltsstoffe findet man auf der Webseite von „Peta“, der weltweit größten Tierschutzorganisation.

Quelle: Huffington Post

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