So viel Ressourcen sparst Du mit Recycling-Klopapier

Kein Griff ins Klo

So viel Ressourcen sparst Du mit Recycling-Klopapier - Kein Griff ins Klo

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Umweltschutz muss nicht an der Tür zum stillen Örtchen enden. Im Gegenteil: Machen wir uns klar, dass durch die Nutzung von mehrlagigem Toilettenpapier Ressourcen unwiederbringlich verloren gehen.

In Deutschland hat der Verbrauch von Toilettenpapier enorm zugenommen. Haben die Bundesbürger vor zehn Jahren noch eine Million Tonnen durch deutsche Abflussrohre heruntergespült, sind es inzwischen 1,5 Millionen Tonnen. Warum?

Nur noch mehrlagig zu kaufen

Dass der Pro-Kopf-Verbrauch der Hygieneblätter nach Recherchen von „Greenpeace“ schon zwischen 2001 und 2011 von elf auf 18 Kilogramm gestiegen ist, liegt vor allem an der Verkaufspolitik der Händler.

Laut dem TV-Sender „WDR“ wird schon lange kein zweilagiges Toilettenpapier mehr in den Supermärkten angeboten. Stattdessen ginge der Trend zum teureren vier- oder fünflagigen Papier aus gebleichten Frischfasern, die immer wieder mit Aktionspreisen beworben werden. Das erhöht natürlich den Verbrauch.

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Einmal benutzt, für immer verloren

Warum das ein Problem für die Umwelt ist, erklärt „Greenpeace“ in einem Informationsblatt: Nach dem Spülen „landen wertvolle Fasern in der Kanalisation, für deren Gewinnung Kiefern, Fichten, Birken oder Eukalyptus-Bäume eingeschlagen, entrindet, in Hackschnitzel portioniert und mittels chemischer oder mechanischer Verfahren in Zell- und Holzstoff überführt wurden.“

Landet das Klopapier aus frischen Fasern erst einmal im Abwasser, gehen also aufwendig gewonnene und aufbereitete Materialien für den Rohstoffkreislauf verloren. Aus diesem Grund hält das „Geo“-Reportermagazin das Benutzen von extraweichem, mehrlagigem Toilettenpapier sogar für „ökologisch bedenklicher“ als das Fahren eines Hummer-Geländewagens.

Alles spricht für Recycling-Klopapier

Einen wesentlich kleineren ökologischen Fußabdruck verursacht die Produktion von Toilettenpapier aus recycelten Materialen. Laut „Greenpaece“ etwa werden hier bis zu 60 Prozent weniger Energie und bis zu 70 Prozent weniger Wasser benötigt als für die Herstellung von Frischfasern. Gleichzeitig ließen sich CO2-Emissionen einsparen, die durch den Transport und die Bearbeitung des Holzes anfallen würden.

Der „BUND“ weist ergänzend darauf hin, dass Recycling-Klopapier durch verbesserte Produktionsverfahren nicht mehr hart und grau ist. Heute stehe Recyclingpapier herkömmlichem Papier „beim Kuschelfaktor und der Optik in nichts mehr nach“. Auf „überflüssige, oftmals bedenkliche Farb- oder Duftstoffe“ würden die Hersteller zudem verzichten.

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Mit „Blauem Engel“ – nicht „holzfrei“ bitte

Daher solle man immer zu Klopapier mit dem Logo „Blauer Engel“ greifen. Nur dieser Aufdruck garantiert, dass der Hygieneartikel zu hundert Prozent aus Altpapier hergestellt wurde.

Selbst bei Produkten, die den Aufdruck „holzfrei“ tragen, kommt Holz sehr wohl zum Einsatz. Diese Bezeichnung wählen Fabrikanten nämlich für Papier aus pflanzlichen Zellstofffasern, die nach der chemischen Entfernung von Holzbestandteilen übrigbleibenden.

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