So versaut die Junkfood-Industrie unsere Kinder

Wahrheit oder Verschwörungstheorie?

So versaut die Junkfood-Industrie unsere Kinder - Wahrheit oder Verschwörungstheorie?

Kind isst Junkfood

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Süßigkeiten und Snacks – das bietet uns industrielle Kindernahrung. Das Junk food macht unsere Nachfolger schon im Kindesalter abhängig.

In den USA ist eins von drei Kindern extrem übergewichtig oder fettleibig. Wie sieht es in Deutschland aus? 15 Prozent aller Kinder sind übergewichtig, sechs Prozent davon sogar adipös. Im Zeitraffer 30 bis 20 Jahre zurück: Die Anzahl fetter Kinder war nicht einmal halb so groß. Mit welchen gesundheitlichen Folgen – und Kosten? – müssen wir rechnen?

In erster Linie ein Anstieg von Krankheiten wie Diabetes, Gelenkprobleme, Bluthochdruck und Herzerkrankungen. Alles Faktoren die wiederum die Mobilität beeinträchtigen und die Fettspirale weiter ankurbeln. Doch wo liegt der Hund begraben?

Kinder essen falsch

Der durchschnittliche deutsche Haushalt setzt seinen Kleinen folgendes vor: Zu viele Süßigkeiten, fettige Snacks, ordentlich fette Hausmannskost, zu viel fettes Fleisch und tierische Produkte, Kinderlimonade, ausschließlich Kohlenhydratreiche Kost zum Abendbrot. Es fehlen gesunde Fettsäuren, langkettige Kohlenhydrate und frische Kost, also ausreichend Gemüse und Früchte. Mehr über eine gesunde Kinderernährung findest du hier.

Wir berichteten bereits kürzlich davon, wie Junkfood das menschliche Gehirn abhängig macht, hier Artikel nachlesen. Junkfood hat eine ähnliche Wirkung auf das Gehirn wie harte Drogen, also Kokain, Heroin und LSD. Insbesondere die Junk-Kost ist reich an gesättigten Fetten, die abhängig machen und das Bedürfnis des Hirns erhöhen, sich den „Belohn-Stoff“ immer wieder zuzuführen.

Natürlich möchte kein Mensch seinem Kind so etwas aussetzen, doch wir tun es trotzdem. Unbewusst, weil wir Verbraucher geschickt getäuscht werden. Marketingstrategien, angefangen bei fröhlichen lila Kühen und lachenden, gesunden Kindern auf Verpackungen sowie massive Lobbyarbeit verhindern eine transparente Nährstoffkennzeichnung. Ein Beispiel? Comic-Figuren, Vorbilder für unsere Kinder, werben fast nur für Junkfood.

Massnahmen für gesündere Kinderernährung

  • Transparenz und Ehrlichkeit von den Herstellern – keine Gesetzeslücken ausnutzen
  • Produktion von ausgewogenen Kindernahrunsmitteln, nicht nur Süßes und Snacks
  • Stop von Kinder-Marketing für Süßigkeiten: Unausgewogene Speisen dürfte man nicht als Kinderprodukte bewerben und deren Absatz nicht mit der Abgabe von Comicfiguren, Spielzeugbeilagen (Happy Meals) und Gewinnspielen fördern

Quelle: Foodwatch.org, Kidshealth.org

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