So rasiert man(n) sich richtig

Aufgepasst, Männer!

So rasiert man(n) sich richtig - Aufgepasst, Männer!

Rasieren

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Der Weg zur perfekten Rasur ist kein leichter. Immer wieder kommt es bei Männern nach dem morgendlichen Kampf gegen die Barthaare zu Hautirritationen, unschönen Rötungen und Pickelchen. Um die Reizungen zu vermeiden, sollte man(n) vor, während und nach dem Rasieren auf diverse Details achten.

Eine richtige, gründliche Rasur erfordert zunächst eine gewisse Vorbereitung. Denn jedes Mal, wenn die Barthaare getrimmt werden, ist die Haut einer großen Belastung ausgesetzt. Die Klingen und Scheren tragen Teile der oberen Hornschicht ab und verletzten dabei das Gewebe – mal minimal, mal eklatant.

Die Vorbereitung: Gesicht waschen

Deshalb, so der Rat des Männermagazins GQ, ist es wichtig, das Gesicht vor dem ersten Schnitt anzufeuchten und zu reinigen. Warmes Wasser öffnet die Haarfollikel und die Poren, wodurch die Rasur erleichtert wird. Darüber hinaus werden Keime beseitigt, die später in die Haut dringen könnten. Auf die Vorbereitung folgt die Gretchenfrage: Nass- oder Trockenrasur?

Trockenrasur bei trockener Haut ...

Männern mit trockener Haut empfiehlt der Münchner Hautarzt Dr. Thomas Hebel, einen Rasierapparat zu verwenden: Die Trockenrasur „ist in diesem Fall schonender, weil die Haut nicht direkt mit der Klinge in Berührung kommt. So wird die Verletzungsgefahr minimiert, was auch bei Akne von Vorteil ist“, zitiert das Gesundheitsportal apotheken-umschau.de den Dematologen.

Außerdem rät die Webseite dazu, Pre-Shave-Produkte zu verwenden, die das Barthaar aufrichten, und mit Scherfolien-Geräten zur Schonung der Haut immer in Bartwuchsrichtung zu rasieren.

... Nassrasur zur gründlichen Entfernung von Stoppeln

Nassrasierer sollten auf dem gleichen Grund ihre Klinge ebenfalls immer mit dem Strich ziehen. Vorher gilt es aber, den Rasierschaum aufzutragen und gut einwirken zu lassen. Er macht nämlich erst nach rund zwei Minuten die Bartstoppeln richtig geschmeidig. Haare an Oberlippe und Kinn sind am härtesten und sollten zum Schluss gestutzt werden. Dann hat der Schaum länger Zeit, sie einzuweichen.

Beim Rasieren ist es überdies sinnvoll, die Gesichtshaut mit der freien Hand oder mit Grimassen zu straffen. Auf diese Weise lassen sich Stoppel am gründlichsten entfernen. Es mag sein, dass die Haut erst nach einem zweiten Durchgang von allen unliebsamen Haaren befreit ist. Doch spätestens dann ist das Ergebnis normalerweise besser als bei einer Trockenrasur.

Das gilt für beide Rasiertechniken

Ob trocken oder nass: Die Schneide muss scharf sein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich Pickel bilden oder die Haarbälge entzünden, weil die Stoppeln mehr ausgerissen als geschnitten werden. Eine Klinge hat sich spätestens nach zehn Rasuren abgenutzt, schreibt apotheken-umschau.de – Scherfolie und Messerblock von Rasierapparaten gehören spätestens nach 18 Monaten ausgewechselt.

Eine stumpfe Schneide erkennst du unter anderem daran, dass Druck ausgeübt werden muss, um die Härchen abzutrennen. Das kann sowohl bei der Trocken- als auch bei der Nassrasur zu Schnittwunden, Entzündungen und auf lange Sicht zum Austrocknen der Haut führen.

Die Nach-Pflege

Nach der Rasur schließt kaltes Wasser die Poren wieder. Mindestens ebenso wichtig ist After-Shave: Es beruhigt die Haut, erfrischt, wirkt entzündungshemmend und ist meist noch parfümiert. Doch bei der Wahl des richtigen Pflegeprodukts muss auf den Hauttyp geachtet werden.

Dr. Cyrus Ehtechami, Apotheker in München, weist auf apotheken-umschau.de darauf hin, bei empfindlicher und trockener Haut keine alkoholhaltigen Schäume und After-Shaves zu verwenden. „Sie reizen die Haut und trocknen sie zusätzlich aus. Besser sind alkoholfreies Rasiergel und After-Shave-Balsam mit entzündungshemmendem Thermalwasser. Das Gel bildet einen Film, der hilft, den natürlichen Schutzmantel der Haut zu erhalten.“

Männern mit trockener Haut gibt GQ den Tipp, zu Emulsionen zu greifen. Wer zu öliger Haut neigt, sollte sich dagegen für fettfreie Fluide entscheiden. Für besonders empfindliches Gewebe hat die Kosmetik-Industrie schließlich Balsame konzipiert, die Aloe Vera, Allantoin, Kamille oder ätherische Öle enthalten.

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