So entlastet Intervallfasten Deinen Stoffwechsel

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So entlastet Intervallfasten Deinen Stoffwechsel - Gesund abnehmen

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Hast Du schon einmal vom „Intervallfasten“ gehört? Der Ernährungstrend gilt als gesund und soll beim Abnehmen helfen. Wir sagen Dir, wie es geht und sprechen mit Vitalkostexpertin Silvia Lehmann von „grün-gesund-glücklich“ über das Kurzzeitfasten.

Die heilsame Wirkung von Fastenkuren gilt als erwiesen. Kurzzeitiges Fasten entlastet den Stoffwechsel, kann beim Abnehmen helfen und den Körper entschlacken. Im Trend ist aktuell das sogenannte Intervallfasten.

Fasten über Nacht

Beim Intervallfasten gibt es zwei Varianten. Bei der ersten wird an zwei Tagen in der Woche auf Nahrung verzichtet, an den anderen fünf Tagen kann ohne Einschränkungen, jedoch maßvoll, gegessen werden. Während dieser zwei Tage sind Tee und andere kalorienfreie Getränke erlaubt. Bei der zweiten Variante wird quasi über Nacht gefastet. Zwischen der letzten Mahlzeit des Tages und der ersten am folgenden sollten etwa 14-17 Stunden liegen. Die meisten Menschen, die mit dieser Variante fasten, essen am späten Nachmittag eine komplette Mahlzeit und verzichten nach dem Aufstehen aufs Frühstück. Egal, welche Variante angewendet wird, der Stoffwechsel lernt bei beiden von seinen Reserven zu leben und der Muskelabbau wird zudem verhindert.

In der kurzen Zeit des Fastens sind schwarzer Kaffee, Tee und andere kalorienfreie Getränke erlaubt. Wenn Vitalkostzubereiterin und Ernährungsexpertin Silvia Lehmann Intervallfasten macht, isst sie meist gegen 15 Uhr die letzte Mahlzeit, um dann um 9 Uhr zu frühstücken. „Das Intervallfasten ist für mich die einfachste Methode, dem Verdauungssystem eine Ruhepause zu gönnen“, erklärt sie. „Durch die lange Pause zwischen drei Uhr nachmittags und neun Uhr morgens kann sich mein Körper 18 Stunden auf Entgiftung und Entschlackung konzentrieren. Am nächsten Morgen fühle ich mich gut ausgeschlafen, leicht und energiegeladen.“

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Ernährungswissenschaftliche Hintergründe

Intervallfasten soll den Blutdruck senken, die Stimmung verbessern und beim Abnehmen unterstützen. Die positiven Effekte des Intervallfastens sind noch nicht ausreichend medizinisch belegt, allerdings lassen verschiedene Studien an Tieren darauf schließen, dass der Stoffwechsel auch beim Menschen durch das intermittierende Fasten stark entlastet wird. Einige Forscher versprechen sogar eine zellverjüngende und damit das Leben verlängernde Wirkung. Diese und andere Heilsversprechen sollten allerdings (noch) kritisch betrachtet werden.

Fest steht dagegen, dass das temporäre Fasten unserer Natur und unserem Körper mehr entspricht als die heutige permanente Verfügbarkeit von Essen. Die bis vor einiger Zeit noch häufig wiederholte Ernährungsempfehlung, viele kleine Mahlzeiten am Tag zu essen, gilt heute als überholt. Wir wissen jetzt: Bei gelegentlichem Verzicht auf Nahrung kann sich der Körper optimal erholen. Grund dafür sind Zellreinigungsprozesse: Schöpft der Körper seine Energie nicht unmittelbar aus der Nahrung, greift er auf die körpereigenen Fettreserven zurück. Diese werden langsam abgebaut. Dabei kann altes und geschädigtes Zellmaterial ebenfalls abtransportiert werden.

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Klingt gut. Aber ist Intervallfasten auch durchhaltbar?

„Ich denke, je weniger leere Kalorien wir in Form von industrieller Fertignahrung zu uns nehmen, desto leichter können wir auf Zwischenmahlzeiten oder eine komplette Mahlzeit verzichten“, erklärt die Vitalkostzubereiterin. Das bedeutet, dass der Körper beim Kurzzeitfasten keinen Hunger leidet, wenn er vorher optimal versorgt wird. „Mit einer vitalstoffreichen Rohkost aus frisch gepressten Gemüsesäften, Salaten und Gemüsedips oder grünen Smoothies mit Wildkräutern versorge ich meine Zellen mit wichtigen Enzymen, Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen.“ So gut ernährt sind längere Pausen für das Verdauungssystem kein Problem.

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Für die optimale Versorgung hat Silvia Lehmann noch einige Hinweise: „Mein Tipp für einen Detox-Gemüsesaft: Gurke, Zitrone, Stangensellerie und Ingwer mit einem Slowjuicer entsaften und langsam mit Genuss und Aufmerksamkeit trinken. Yogaübungen und bewusstes Atmen energetisieren zusätzlich und harmonisieren Körper, Geist und Seele.“ So können auch aufkommende Hungergefühle gut bewältigt werden.

Ob Intervallfasten auch das Richtige für Dich ist, findest Du am besten durch Ausprobieren heraus. Ärzte raten Schwangeren von der temporären Fastenkur ab, weil die längere Zeit zwischen den Mahlzeiten den Körper stressen kann. Einige vertragen daher Fasten nicht so gut wie andere. Für gesunde Erwachsene ist das Kurzzeitfasten allerdings meist kein Problem und kann einige gesundheitliche Vorteile mit sich bringen.

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