Sind Trübungen und Fäden im Essig schädlich?

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Sind Trübungen und Fäden im Essig schädlich? - Ernährung

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Essig ist nicht nur zum Würzen, Konservieren und Verfeiern von Lebensmitteln eine gute Wahl. Auch zum Entfernen von Kalk und hartnäckigem Schmutz kannst Du ihn benutzen. Doch was haben Trübungen und Fäden im Essig zu bedeuten und woher stammen sie? Wir decken auf!

Vielleicht ist es Dir schon einmal passiert: Du möchtest eine Salatsoße zubereiten, nimmst dafür den Essig aus dem Schrank und siehst darin plötzlich seltsame Fäden schwimmen. Was beunruhigend aussieht, ist allerdings völlig harmlos!

Essigmutter sorgt für Fäden

Auch wenn die sonst klare Flüssigkeit plötzlich trüb aussieht, hast Du nichts zu befürchten. Es handelt sich hier um einen natürlichen Prozess, der nicht schädlich, sondern völlig normal ist. Aus der Trübung kann sich eine helle, fadenziehende Masse bilden, die Essigmutter genannt wird. Sie besteht aus aktiven Essigsäurebakterien, die gemeinsam mit Sauerstoff auch Wein oder andere Flüssigkeiten fermentieren. Auf diese Weise entsteht Essigsäure.

„Was so seltsam aussieht, ist eine ganz natürliche, harmlose Erscheinung“, erklärt Heidrun Schubert, Ernährungsexpertin der „Verbraucherzentrale Bayern“. Die Essigmutter ist völlig unbedenklich und hat nichts damit zu tun, dass der Essig nicht mehr gut ist. Wenn Du sie im Essig entdeckst, musst Du diesen nicht wegschütten, sondern kannst ihn bedenkenlos verwenden. Wenn Du magst, kannst Du den Essig durch einen Kaffeefilter gießen. Dann wird er wieder klar und sieht appetitlicher aus.

essig

Essig hat keine Mindesthaltbarkeit

Genau wie bei Salz und Zucker muss auch beim Essig kein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben werden. Wenn er noch verschlossen ist, kann er sich laut „Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung“ bis zu zehn Jahre lang halten. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass er kühl und dunkel gelagert wird. Bereits geöffnete Flaschen halten sich für einige Monate, wenn sie richtig aufbewahrt werden.

Schlecht gewordenen Essig erkennst Du an einem unangenehmen Geschmack, schimmeligem Geruch oder einer pelzigen Schicht an der Oberfläche. Du solltest ihn in diesem Fall vollständig entsorgen.

Salat

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