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Schnell, aber appetitlich? Gesundheitsrisiko Fertigsalat

Brutstätte für Mikroorganismen

Schnell, aber appetitlich? Gesundheitsrisiko Fertigsalat - Brutstätte für Mikroorganismen

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Wenn’s mal wieder schnell gehen muss, greifen viele Menschen zum abgepackten Fertigsalat statt einen frischen Salat zuzubereiten. Wenn sie wüssten, welche Mikroorganismen in den Tüten lauern, würde ihnen der Appetit aber wohl vergehen.

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Den Deckel abgenommen und das beiliegende Dressing untermischt - schneller kann man einen Salat nicht zubereiten. Natürlich sind die Plastikboxen deswegen für alle, die es eilig haben und zuhause oder bei Arbeit etwas Gesundes auf den Tisch bringen wollen, sehr praktisch.

Eher gespritzt als gesund

Doch da fängt es schon an: Wie bei den die Mischungen in Plastiktüten gibt es nur wenige Salatboxen mit Bio-Siegel. „Damit die Salate die Tüten-Tortur überstehen, werden sie nach der Aufzucht oft mit synthetischen Pestiziden und Antischimmelmitteln gespritzt“, erklärt das Öko-Blog „Utopia.de“.

Vitamine gehen verloren

Vitamine dagegen sind in Fertigsalaten kaum enthalten. Der Grund liegt laut Stéphanie Hochstrasser, Ernährungsberaterin der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung, an der sehr sensiblen Reaktion einige Vitamine auf äußere Einflüsse wie Hitze, Licht oder Sauerstoff. „Je länger sie diesen ausgesetzt sind, umso grösser ist der Verlust“, zitiert „vitagate.ch“ die Expertin.

Abgepackter Salat

Mit dem Schnitt kommen die Keime

Das größere Problem bei abgepackten Salaten sind allerdings die Keime. Denn aus den geschnittenen Blättern läuft Pflanzensaft aus, das sich in der Plastikhülle sammelt. Dieser bildet einen idealen Nährboden für Mikroorganismen. In der Regel sind das keine krank machenden Keime, schreibt „swr.de“.

„Aber wenn sie sich im Salat vermehren, dann können sie für alte Menschen und Kranke eine Gefahr sein – davon kann man zum Beispiel Fieber, Muskelschmerzen, Erbrechen und Durchfall bekommen – bei Schwangeren können die Erreger auch den Fötus im Mutterleib schädigen“, ergänzt die Plattform der ARD-Anstalt.

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Aus 100 mach 100.000

Wie schnell diese Vermehrung fortschreitet, zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie der Universität Leicester. Dort haben die Mikrobiologin Primrose Freestone und ihr Team die Reproduktion von Salmonellen, die Erreger von Magen-Darm-Erkrankungen, unter die Lupe genommen.

In der Fachzeitschrift „Applied and Environmental Microbiology“ schreiben sie, begünstige der wässrige Salatsaft und die Feuchtigkeit im Inneren der Verpackungen die Bildung von Bakterienkolonien. In ihrem Testaufbau seien binnen fünf Tagen aus 100 Bakterien 100.000 geworden.

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Vorsicht beim Verzehr

Trotzdem vertritt Freestone - wie auch andere Experten - nicht die Meinung, dass Salat aus Plastikboxen grundsätzlich nicht zum Verzehr geeignet ist. Verbraucher sollten jedoch möglichst einen Salat mit ganzen Blättern kaufen, damit sich keine Pflanzensaft-Lösung bildet.

Zudem sei es wichtig, ihn nach dem Einkauf im Kühlschrank aufzubewahren und ihn bestenfalls noch am gleichen Tag essen. Zuletzt rät die Wissenschaftlerin dazu, den Salat direkt vor dem Anrichten noch einmal gründlich zu waschen. Bei einer derart schnellen Vermehrung ließen sich allerdings nicht alle Krankheitserreger zuverlässig entfernen.

Und: Ganz obendrauf kommt noch der ganze Müll, den wir durch Salat in Plastikboxen verursachen!

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