Schadstoffe in Lebensmittelverpackungen

Fertiggerichte & Gesundheit

Schadstoffe in Lebensmittelverpackungen - Fertiggerichte & Gesundheit

Fertiggericht Schadstoff von Verpackung

von

Freunde von Fertiggerichten wissen sie zu schätzen: Diese praktischen Verpackungen, in denen man Lebensmittel direkt warm machen kann. Aber Vorsicht!

Allein in Deutschland werden jährlich mehr als vier Millionen Tonnen Kunststoff zu Verpackungsmaterialien verarbeitet. Weil er sehr gut formbar, leicht und stabil ist, ist Kunststoff das am meisten zum Verpacken von Lebensmitteln genutzte Material. Dennoch steht er regelmäßig in der Kritik, denn bei seiner Herstellung fallen sehr große Mengen Müll an, und wie wir jetzt lernen dürfen kann er als Verpackungsmaterial unerwünschte Substanzen an unsere Lebensmittel abgeben.

Auf die Verpackungsgröße kommt es an

Das Verhältnis von Verpackungsgröße zu enthaltener Lebensmittelmenge kann ein entscheidender Faktor bei einem möglichen Transfer der Schadstoffe sein. Anders gesagt, Einzelportionspackungen und aufwändige Verpackungen mit verhältnismäßig wenig Inhalt, erhöhen das Risiko einer Übertragung.

Von diesen Produkten sollte man also besser die Finger lassen, einzig bei haltbaren Produkten kann sich der Griff zur Vorratspackung lohnen. Wichtig ist, die Waren nach dem Öffnen in für Lebensmittel geeignete, gereingte Gefäße umfüllen.

Erhitzen erhöht das Risiko

Fertiggerichte, die in Kunststoffbehältern verpackt sind, aus denen sie direkt gegessen werden können, lassen sich samt Verpackung in der Mikrowelle oder im Ofen erhitzen. Man nennt sie auch „ready-to-heat“-Produkte.

Fertigfrass

Bei dieser Variante erhöht sich das Risiko, mit dem Verzehr auch Schadstoffe aufzunehmen. Grund ist, dass Kunstoffe mit zunhemenden Temperaturen unerwünschte Stoffe leichter abgeben. Riskant ist dies vor allem, je länger man das Gericht erwärmt oder je höher man die Wattzahl der Mikrowelle wählt.

Bei der Zubereitung von Fertiggerichten im Wasserbad kann leider auch keine Entwarnung gegeben werden, denn bei dieser Variante wird das Essen wesentlich länger in der Kunststoffverpackung erwärmt.

Wenn möglich, sollte man für das Erwärmen von Fertiggerichten in der Mikrowelle dieses vorher in geeignetes Geschirr umfüllen.

Für das Erwärmen von Fertiggerichten in der Mikrowelle sollte man diese vorher am besten in geeignetes Geschirr umfüllen. In der Verpackung sollten Produkte nur dann zubereitet werden, wenn sie ausdrücklich dafür geeignet sind. Dabei ist es wichtig, die angegebene Wattzahl und Zubereitungszeit einzuhalten.

Wiederverwendung

Leere Plastikbehälter wie zum Beispiel Joghurtbecher oder Eisdosen sollte man nach ihrem Gebrauch auf keinen Fall wiederverwenden beziehungsweise zweckentfremden. Sie sind für den einmaligen Gebrauch und einen bestimmten Anwendungszweck hergestellt. Ihre Sicherheitsbewertung berücksichtigt nur diese Umstände. Also: Verpackungen angemessen entsorgen, statt sie zum Einfrieren oder Erhitzen von Essensresten in der Mikrowelle zu verwenden.

Quelle: WDR.de

Ich möchte den Codecheck-Newsletter abonnieren und keine News mehr verpassen

Codecheck.info
5/5 5 Stimmen

Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten

Menschen manipulieren Mais
Essen & Trinken –
Fettleibigkeit-3
Gesundheit –

Der Gewinner ist...

Kochen
Anzeige

Plastik vs. Holz: Was ist das bessere Schneidebrett?

Das Schneidebrett ist wohl eines der wichtigsten Küchenutensilien. Die Wahl des Materials ist dabei nicht unerheblich. Durch den direkten Kontakt mit Lebensmitteln sollte es möglichst keimfrei sein, aber auch Gerüchen und Verfärbungen standhalten. Aber welches Material ist denn nun am besten – Holz oder Kunststoff?

Faltenfrei durch Tierversuche

botox4

Warum Botox unethisch ist

Botox ist weltweit ein Riesengeschäft. Dass es sich bei Botulinumtoxin um eine hochgiftige Substanz handelt, scheinen Schönheitssüchtige jedoch zu verdrängen. Und es gibt noch ein weiteres Problem: die damit verbundenen Tierversuche. 2015 mussten allein in Europa 350.000 bis 400.000 Mäuse für Botox-Spritzen qualvoll sterben.

Teilweise verboten

Creme Haut

In Duschgel, Shampoo und Creme: Problemstoff Methylisothiazolinon

Du kaufst bewusst ein und versuchst, bedenkliche Inhaltsstoffe zu vermeiden? Du machst einen großen Bogen um aluminiumhaltiges Deo, Shampoo mit Silikonen oder Cremes mit Parabenen? Auch die Hersteller haben diesen Trend erkannt und werben mit Versprechen wie „frei von Duftstoffen“ oder “ohne Silikone”. Jedoch sind viele weitere bedenkliche Inhaltsstoffe im Umlauf, deren Namen Du kennen solltest: zum Beispiel Methylisothiazolinon.

Umwelt

autos

Stickstoffdioxid: Hier ist die Luft besonders belastet

Die Luftqualität in vielen deutschen Städten ist besorgniserregend. Neben Feinstaub spielt dabei vor allem Stickstoffdioxid eine große Rolle. Woher die hohe Belastung kommt, was sie für Probleme mit sich bringt und welche Gegenden besonders stark betroffen sind, erfährst Du hier.

Worauf Du achten solltest

Parfum

Allergene Dufstoffe: Wenn Düfte krank machen

Ein angenehmer Geruch sorgt dafür, dass wir uns sauber und wohl fühlen. Deshalb sind viele Kosmetikprodukte parfümiert. Wohlriechende Düfte können jedoch einen bitteren Nachgeschmack haben: Sie sind häufig Auslöser für allergische Reaktionen. Wir zeigen Dir, worauf Du beim Einkauf achten solltest.