Putzt Du Deine Zähne falsch?

Rotieren oder fegen

Putzt Du Deine Zähne falsch? - Rotieren oder fegen

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Zähneputzen mit kreisenden Bewegungen wird uns in frühester Kindheit beigebracht und oft ein Leben lang so beibehalten. Diese Technik ist aber bei weitem nicht die beste, so Experten.

Hast Du schon mal drüber nachgedacht, wie Du Deine Zähne eigentlich putzt oder ist es auch bei Dir einfach zur morgendlichen Routine geworden, die ganz automatisch abgespult wird? Wenn auch du immer noch mit der Rotationsmethode über die Zähne schrubbst, wird es anscheinend Zeit, etwas zu ändern, denn dabei werden Bakterien und Zahnbeläge unter den Zahnfleischrand geschoben und können so Entzündungen verursachen, warnt Stefan Zimmer in der „Apotheken Umschau“.

Putzen auf Grundschulniveau

Über die Hälfte der in einer „Forsa“-Studie befragten 1.025 Teilnehmer putzt immer noch wie in frühester Kindheit. Kreisende Bewegungen, welche für Kinder einfach durchzuführen sind, sollten aber spätestens im Teenageralter durch die Fegetechnik ersetzt werden.

Grundsatz dieser Methode ist das Bürsten von rot nach weiß (vom Zahnfleisch zum Zahn). Neben der Tatsache, dass Bakterien so vom Zahn entfernt werden, ist diese Technik zudem deswegen sinnvoll, da durch sie das Zahnfleisch nicht weiter zurückgeschoben und so der Zahnhals nicht freigelegt wird. Gerade Menschen, bei denen sich das Zahnfleisch schon zurückgebildet hat und die unter sensiblen Zahnhälsen leiden, sollten die Fegetechnik permanent anwenden.

Optimale Häufigkeit und Dauer

Entgegen mancher Meinungen lautet die Regel nicht, je häufiger, desto besser, sondern zwei Mal täglich Zähne putzen ist ideal. Was die Dauer betrifft, so sollte diese zwischen drei und fünf Minuten betragen. Mit steigendem Alter sollte eher mehr Zeit investiert werden. Wenn zusätzlich die Zwischenräume nach dem Putzen mit Zahnseide gesäubert werden, kannst das manche Behandlung beim Zahnarzt ersparen.

Weitere Fehler bei der Zahnpflege

Mit der richtigen Technik ist es beim Zähneputzen noch lange nicht getan, denn auch andere Faktoren können sich positiv oder negativ auf die Zähne auswirken.

Beim Zähneputzen werden Bakterien von den Zähnen entfernt, die dann entweder mit dem Schaum beim Ausspucken heruntergespült werden oder in der Bürste hängenbleiben. Aus diesem Grund ist es extrem wichtig, die Bürste immer gründlich zu reinigen und diese nach drei bis vier Monaten zu ersetzen. Vor allem nach einer Krankheit sollte die Zahnbürste ausgetauscht werden.

Und: Mit Druck Zähne zu putzen ist nicht nur anstrengend, sondern kann auch die Zähne schädigen, da der Zahnschmelz angegriffen wird. Deswegen lieber sanfter und länger putzen und nicht die Innenseiten sowie die Zunge vergessen!

Ein weiterer Irrglaube, dass Zähne direkt nach dem Essen geputzt werden sollten, hält sich bis heute hartnäckig. Da viele unserer Lebensmittel Säure enthalten, solltest Du mit dem Putzen allerdings unbedingt mindestens eine halbe Stunde warten, bis der Zahnschmelz wieder gefestigt ist. Dies gilt zum Beispiel auch besonders, wenn du dir abends noch ein Glas Wein, einen Softdrink oder Kaffee gegönnt hast – oder nach dem Genuss von Obst.

Weitere nützliche Tipps zur Zahnpflege findest du hier.

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