Potentiell krebserregend: Erneut Mineralöle in Lippenpflege gefunden

Auf diese Inhaltsstoffe solltest du achten!

Potentiell krebserregend: Erneut Mineralöle in Lippenpflege gefunden - Auf diese Inhaltsstoffe solltest du achten!

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Bereits im Mai 2015 hatte Stiftung Warentest vor schädlichen Mineralölen in Lippenpflegestiften gewarnt – jetzt ermahnte das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium: Wieder wurden die möglicherweise krebserregenden Substanzen in Lippenkosmetik und Körperpflegeprodukten gefunden.

Insgesamt wurden 31 Kosmetikprodukte im Labor untersucht. Das Ergebnis: Fast jedes dritte enthält aromatische Kohlenwasserstoffe aus Mineralöl (MOAH, „Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons“). Betroffen seien vor allem Lippenpflegeprodukte.

Von 25 getesteten Lippenkosmetika, hätten allein fünf über der Nachweisgrenze gelegen. Durchgeführt hatte die Untersuchung das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Münster im Auftrag für das NRW-Verbraucherschutzministerium.

Was ist das Problem mit MOAH?

Der Bayrische Rundfunk informiert, dass Kosmetika auf Mineraölbasis in Verdacht stehen Krebs zu erregen – einen MOAH-Grenzwert gibt es auf EU-Ebene allerdings nicht. Nach Stiftung Warentest seien vor allem die mineralölbelasteten Produkte die am/im Mund landen gefährlich, da sie wie Lebensmitetl aufgenommen würden.

Das Problem: Trotz möglicher Gesundheitsgefahr verzichten die Hersteller nicht auf die umstrittenen Mineralöle oder verbessern ihre Produkte.

Stiftung Warentest warnt den Verbraucher in einem Beitrag des BR: Finger weg von Kosmetika mit Mineralöl-Bestandteilen! Birgit Rehlender: „Es gibt Alternativen! Man ist nicht darauf angewiesen. Deshalb: Warum soll ich mich dem Risiko aussetzen, egal ob es nachgewiesen ist oder noch nicht?“

Welche Produkte sind betroffen?

Der BR darf – da er mit dem Ministerium zusammengearbeitet habe – aus juristischen Gründen nicht die Namen der betroffenen Produkte nennen.

Da hilft nur ein Blick aufs Kleingedruckte! Inhaltsstoffe auf Mineralölbasis enthalten unter anderem folgende Deklarationen: Cera Microcri­stallina, Ozokerite, Paraffin, Paraf­finum Liquidum oder Petrolatum. Auch beim Codecheck-Scan werden dir die als gefährlich eingestuften Inhaltsstoffe aufgezeigt!

Konkret betroffe Produkte der Stiftung Warentest-Untersuchung im Mai waren beispielsweise die Labello Lip Butter Vanilla & Macadamia, Blistex MedPlus oder Carmex Classic.

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