Pommes, Pizza und Co. in Schulkantinen?

Fettleibigkeit bei Kindern

Pommes, Pizza und Co. in Schulkantinen? - Fettleibigkeit bei Kindern

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Noch immer gilt es in vielen Schulen als „uncool“, das Mittagsangebot der Kantine zu nutzen. Stattdessen verpflegen sich Kinder und Jugendliche häufig auf eigene Faust, indem Sie Cola, Chips oder Pizza in der Pause konsumieren. Was sich künftig in Kantinen ändern soll und warum der Besuch sich durchaus lohnen kann.

Seit Jahren verbleiben die Zahlen der übergewichtigen und fettleibigen Jugendlichen auf hohem Niveau. Während in den USA jeder dritte Teenager zu dick ist, so liegt in Deutschland bereits jeder fünfte Jugendliche über dem Normalgewicht. In der Schweiz sind immerhin 12 Prozent der Jugendlichen zu dick. Dass ist vor allem deshalb problematisch, da Kinder und Jugendliche damit im jungen Alter den ersten Schritt in Richtung Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehen.

Warum die Zahl der fettleibigen Jugendlichen sind nicht bessert, bleibt für Experten ein Rätsel. „Momentan können wir keine klaren Aussagen treffen, warum die Zahlen nicht sinken“, sagte die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE). Denn zahlreiche Vermittlungsversuche zu mehr Bewegung und einem gesünderen Lebensmittelkonsum hat es in der Vergangenheit gegeben.

Pommes, Pizza und Co. in Kantinen?

Leider ist der Schüleranteil, der das Mittagsangebot der Kantinen nutzt, noch immer gering. Grund dafür ist zum einen meist das Alternativangebot in der Umgebung, wenn sich etwa Supermärkte und Fast-Food-Restaurants unweit der Schule befinden, zum anderen sei die sogenannte Verpflegungskultur an jeder Schule ein wichtiger Faktor. Wenn die Kantine bei Schülerinnen und Schülern als uncool gilt, so kann die Kantine noch so gut sein.

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Eine Studie der Universität Hamburg konnte zudem belegen, dass die Kantinen-Abstinenz der Jugendlichen häufig auch mit dem dort angebotenen Essen selbst im Zusammenhang steht. Denn oft trifft das Angebot der Speisen oder das Gekochte selbst nicht den Geschmack der Jugendlichen. Die „bösen vier P“ sind bei Schülerinnen und Schülern noch immer am beliebtesten: Pasta, Pommes, Pizza und Pfannkuchen werden gern angenommen, während gesunde Lebensmittel in den Ausgabetheken verharren.

Viele Kantinen greifen deshalb fortan zu einem Trick, der sogenannten Choice-Architecture, um Kinder und Jugendliche zu gesünderem Essen zu bewegen. Dabei werden gesündere Produkte durch Beleuchtung und Beschriftung besonders angepriesen, Obst und Gemüse wurden hübsch drapiert und in guter Erreichbarkeit aufgestellt. Zu ungesünderen Lebensmitteln hingegen wird der Zugang erschwert. Zwar wendet man solche Strategien noch nicht systematisch an, doch zeigen sich erste Erfolge.

Quelle: nzz.ch

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