Optimal versorgt durch isotonische Sportgetränke?

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Optimal versorgt durch isotonische Sportgetränke? - Sport

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Sportlich aktiven Menschen empfiehlt die Werbung isotonische Durstlöscher. Sind sie wirklich gesund und für wen sind die teuren Getränke sinnvoll?

Beim Schwitzen verliert unser Körper nicht nur Wasser. Mit dem Schweiß werden auch wichtige Mineralstoffe wie zum Beispiel Natrium ausgeschieden. Spezielle isotonische Sportgetränke sollen diesen Verlust schnell ausgleichen und so den Körper bei der Regeneration unterstützen.

Wie wirken isotonische Getränke?

Als isotonisch werden Flüssigkeiten bezeichnet, die die gleiche Konzentration an gelösten Teilchen wie das Blutplasma haben. Die Osmose – der Austausch von Flüssigkeiten zwischen den Zellen – kann damit schneller stattfinden und der Körper nimmt die Mineralstoffe besonders leicht auf. Die meisten im Handel als „isotonisch“ ausgewiesenen Getränke enthalten zudem Kohlenhydrate sowie Natrium, Magnesium und Calcium.

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Ist der Zuckergehalt der Sportgetränke gering, sind solche Spezialgetränke für Sportler empfehlenswert. Nötig sind sie aber nicht – zu diesem Schluss kommen Experten.

Bei einer sportlichen Belastung unter einer Stunde reiche normales Wasser, erklärt der Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Michael Hamm dem Magazin „Fit for Fun“. Über eine abwechslungsreiche Ernährung erhielten zudem die meisten Sportler genügend Mineralstoffe.

Wer sehr ausdauernd oder sogar professionell Sport treibt, sollte aber seinen Natriumspiegel im Auge behalten – und gegebenenfalls auf isotonische Getränke zurückgreifen.

Sind nur „isotonische Sportgetränke“ isotonisch?

Dafür sei es aber nicht unbedingt notwendig, teure und möglicherweise kalorienreiche Dosen in speziellen Sportgeschäften zu kaufen, sagen sowohl Ernährungswissenschaftler als auch die DGE.

Bei normaler sportlicher Aktivität braucht unser Körper also keine zusätzlichen, teuren Sportgetränke. Selbstgemixte Apfelsaftschorle, Kräutertees, alkoholfreies Bier, natriumhaltiges Mineralwasser und andere verdünnte Fruchtsäfte tun unserem Körper genauso gut.

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Nicht als Sportgetränke zu empfehlen sind konzentrierte Fruchtsäfte und Limonaden. Sie sind hypertonisch, das bedeutet, ihr Zuckergehalt ist höher als der in unseren Zellen. Unser Körper muss arbeiten, um dieses Verhältnis auszugleichen, und entzieht dabei dem Blut Wasser.

Für Profisportler, die den ganzen Tag Sport treiben oder Kraftsportler, die Muskeln aufbauen wollen, könnten die Spezialgetränke in bestimmten Fällen sinnvoll sein. Dabei ist allerdings darauf zu achten, dass das ausgewählte Getränk keine Kalorienfalle ist und die Inhaltsstoffe zu empfehlen sind: Achte dabei vor allem auf Süßstoffe und Aromen.

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