Noch gesünder und kein Geruch: Schwarzer Knoblauch

Knoblauchfahne adé

Noch gesünder und kein Geruch: Schwarzer Knoblauch - Knoblauchfahne adé

knoblauch2

von

Ist schwarzer Knoblauch eine neue Sorte? Nein, es handelt sich hierbei um gewöhnlichen, jedoch fermentierten Knoblauch. Die schwarze Knolle soll noch gesünder als die herkömmliche sein und zudem keine unangenehme Knoblauchfahne verursachen.

Dass insbesondere roher Knoblauch gesund ist, ist schon lange bekannt. Jedoch wurde er roh von vielen aufgrund des damit verbundenen Körper- oder Mundgeruchs und eventuellen Magenreizungen gemieden. Nun hat eine außergewöhnliche Delikatesse mit Ursprung in Asien auch die Küchen hierzulande erreicht: Black Garlic (schwarzer Knoblauch).

Was ist schwarzer Knoblauch?

Schwarzer Knoblauch entsteht, wenn handelsüblicher Knoblauch einem natürlichen Gärungsprozess unterzogen wird. Oft liest man von fermentiertem Knoblauch. Genau genommen findet jedoch keine Fermentation statt, da keine Bakterien involviert sind. Hier wird über mehrere Tage der Knoblauch unter kontrollierten Bedingungen im Hinblick auf Hitze und Luft auf natürliche Art und Weise gealtert.

Das Ergebnis entsteht durch eine nicht-enzymatische Bräunungsreaktion, die sogenannte Maillard-Reaktion. Dabei werden Aminverbindungen wie Aminosäuren, Proteine, Zucker und Peptide unter Hitzeeinwirkung zu neuen Verbindungen umgewandelt. Dieser Prozess verursacht die schwarze Farbe.

knoblauch

Warum ist schwarzer Knoblauch so besonders?

Sein überzeugender Vorteil liegt darin, dass er nicht stark nach Knoblauch schmeckt und keine unangenehmen Ausdünstungen mit sich bringt.

Zusätzlich, und das ist wohl einer seiner größten Pluspunkte, behält er während der Gärung die gesundheitsfördernde Wirkung seines rohen Zustands bei. Er hilft bei Erkältungen und fördert die Wundheilung. Im Unterschied zu normalem Knoblauch ist er zudem gut verdaulich.

Im Vergleich zu weißem Knoblauch weist schwarzer Knoblauch des Weiteren einen höheren Gehalt an Antioxidantien auf. Dieser wirkt sich positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit aus. Studien beweisen darüber hinaus, dass schwarzer Knoblauch bei der Prävention und Behandlung von Krebs wirksam sein kann.

Wie schmeckt schwarzer Knoblauch?

Die Konsistenz von schwarzem Knoblauch ist weich und geleeartig. Sein süßlicher Geschmack erinnert an eine Mischung aus Pflaumenkompott, Lakritz und Balsamico-Essig mit einer leichten Knoblauchnote.

Wie kann schwarzer Knoblauch verwendet werden?

Schwarzen Knoblauch kannst Du wie normalen Knoblauch verwenden. Knoblauchbutter oder Knoblauchfrischkäse verleiht er zudem eine extravagante Farbe.

Zu kaufen gibt es schwarzen Knoblauch teilweise auf Märkten, in Bio-Läden oder online. 125 Gramm kosten ungeschält circa 14 Euro.

Natürlich kannst Du schwarzen Knoblauch auch selbst herstellen. Dafür benötigst Du einen Gärungsautomaten oder Reiskocher und circa zwei Wochen Zeit. Hier findest Du eine detaillierte Anleitung.

Ich möchte den Codecheck-Newsletter abonnieren und keine News mehr verpassen

0/5 0 Stimmen

Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten

fleisch3
Für Deine Gesundheit –
öl
Sei kreativ! –

Tutorial

blumen
Anzeige

Wie Gesichtsöl Dein Make-Up zum Strahlen bringt

Die Vorzüge von Gesichtsölen für die Pflege unserer Haut sind uns allen längst bekannt. Wusstest Du aber, dass man Gesichtsöle geschickt ins tägliche Make-Up mit einbauen kann? Im Video-Tutorial verraten wir Dir fünf Anwendungstricks für ein strahlendes Make-Up dank Gesichtsöl.

Der Gewinner ist...

Kochen
Anzeige

Plastik vs. Holz: Was ist das bessere Schneidebrett?

Das Schneidebrett ist wohl eines der wichtigsten Küchenutensilien. Die Wahl des Materials ist dabei nicht unerheblich. Durch den direkten Kontakt mit Lebensmitteln sollte es möglichst keimfrei sein, aber auch Gerüchen und Verfärbungen standhalten. Aber welches Material ist denn nun am besten – Holz oder Kunststoff?

Artenschutz in der Antarktis

krill

Omega-3-Kapseln: Das Geschäft mit dem Krill

Sie werden als Allheilmittel beworben, die Herzinfarkte und Arteriosklerose vorbeugen, Entzündungen, Diabetes und Alzheimer lindern: Das Geschäft mit Omega-3-Fettsäure-Kapseln boomt. Häufiger Bestandteil der Kapseln ist antarktischer Krill. Doch die Jagd auf das kleine Krebstier stellt eine große Gefahr für ein ohnehin schon gefährdetes Ökosystem dar.