Hautpflegetipps

Mit 30 noch einmal Akne?!

05. Aug. 2023 von

Die Pickelzeit ist nicht bei allen nach der Pubertät vorbei. Auch mit über 30 können sich die fiesen Entzündungen nochmals zurückmelden – oder sogar zur Akne werden. Woran das liegen kann und was dagegen hilft.

Von Mitte 20 bis Anfang 30 verändert sich die Haut. Sie wird trockener, erste Fältchen können sich zeigen. Im Gegensatz zur Pubertät sind Pickel eher weniger ein Thema. Sie können jedoch auch vorkommen, sogar in Form von Akne, eine entzündliche Hauterkrankung mit Pickeln, Mitteln oder Pusteln. Besonders bei Frauen ist das ein Problem, denn ihre Haut ist anders aufgebaut als die männliche und anfälliger für Entzündungen und verstopfte Poren.

Viele Frauen schämen sich, in ihren 30ern nochmals ein Hautbild wie ein Teenager zu haben. Zu Unrecht, sagen Expert:innen. Denn erstens betrifft diese Erwachsene-Akne viel mehr Menschen, als Du vielleicht denken magst, und zweitens sind die viele Betroffene selbst für das Problem verantwortlich.

Akne 1
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Die Ursache von Pickeln

Normalerweise liegt die Ursache für Pickel in den Talgdrüsen. Je aktiver sie sind, umso deutlicher sind die Poren zu sehen und umso fettiger ist die Haut. Verstopfen die Talgdrüsen, bilden sich Mitesser und Pickel. Das kann auch lange nach der Pubertät noch geschehen.

In den meisten Fällen sind die Gene schuld daran, dass auch im Erwachsenenalter noch Teenagerhaut auftreten kann. Vor allem, wenn die Sexualhormone durcheinandergeraten, etwa durch einen häufigen Wechsel der Antibaby-Pille, verstopfen die Poren schneller – zum Beispiel wenn Frauen zu viel Testosteron produzieren.

Hoher glykämischer Index als Einfluss

Blutuntersuchungen zeigen allerdings, dass die Hormone eher selten die Ursache für verstopfte Poren sind. Denn das Hautbild reagiert auch darauf, wie Du Dich ernährst. Forscher:innen haben herausgefunden, dass Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index Einfluss auf die Haut haben sollen. Dieser Index gibt an, wie sich ein Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel auswirkt.

Wenn der Blutzucker nach oben schnellt, wirkt sich das auch auf die Produktion der Talgdrüsen und damit auf die Reinheit der Haut aus. Menschen, deren Ernährung viel Zucker und Kohlenhydrate beinhaltet, reagieren eher mit unreiner Haut. Im Umkehrschluss kann ein Verzicht auf diese Produkte helfen, Pickel und Akne zu mindern. Ärzt:innen und Kosmetiker:innen raten außerdem dazu, genügend Wasser zu trinken. Nicht zu vergessen ist auch, dass sich auch die Psyche in Deinem Hautbild bemerkbar machten kann. Wie es Dir innerlich geht, ist in der Regel auch im Gesicht zu sehen.

Akne 2
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Die Wahl der richtigen Kosmetikprodukte

Auch die Inhaltsstoffe Deiner Kosmetikprodukte solltest Du genauer unter die Lupe nehmen, wenn Du nach der Pubertät wieder vermehrt unter Pickeln zu leiden hast. In vielen Produkten finden sich Mineralöle, die die Haut verschließen. Das führt dazu, dass Entzündungen nur schlecht abheilen können beziehungsweise begünstigt das ihre Entstehung. Auch auf aggressive Inhaltsstoffe wie Alkohol solltest Du bei Deiner Pflegeroutine verzichten. Sie trocknen die Haut stark aus und regen sie dazu an, noch mehr Talg zu produzieren.

Daher sollten bevorzugt leichte Cremes und milde Waschgels mit möglichst wenig chemischen Inhaltsstoffen auf Deinem Hautpflegeplan stehen. Reinige Dein Gesicht auch morgens damit, denn auch über Nacht lagern sich auf der Haut Schmutzpartikel ab, die die Poren verstopfen können. Außerdem scheidet die Haut über Nacht Toxine aus, die Du am Morgen abwaschen solltest. Wenn Du einfach nur eine Creme aufträgst, kann Deine Haut eher gereizt darauf reagieren.

Wenn das alles nicht hilft, empfehlen wir Dir, eine:n Dermatolog:in aufzusuchen. Ergänzend kannst Du auch Deine:n Frauenärzt:in bitten, Deinen Hormonspiegel abzuklären. Gemeinsam mit den Expert:innen kannst Du dann entscheiden, welche Behandlung für Dich die geeignete ist.

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