Manuka-Honig als Medizinprodukt ohne Nebenwirkungen

Bei Wunden, Erkältungen, Hautkrankheiten

Manuka-Honig als Medizinprodukt ohne Nebenwirkungen - Bei Wunden, Erkältungen, Hautkrankheiten

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Eine natürliche Medizin für Wunden, Erkältungen, Hautkrankheiten und viele andere Probleme? Immer mehr Ärzte entdecken Manukahonig als Allzweckwaffe. Und allmählich versteht man auch, warum er so gut hilft.

Medizin ohne Nebenwirkungen

Herkömmliche Medikamente haben in der Regel einen langen Beipackzettel. Die dort aufgezählten möglichen Nebenwirkungen klingen meist so erschreckend, das man sich schon gar nicht mehr traut, einen Blick darauf zu werfen. Doch auch, wenn man die Augen lieber davor verschließt, Fakt ist: Viele Medikamente aus der Apotheke können dem Körper schaden.

Deshalb sucht die Wissenschaft nach verträglicheren Lösungen aus der Natur. Im Honig sehen Forscher und Mediziner schon seit längerem eine kleine Wunderwaffe, die immer häufiger zum Einsatz kommt. Besonders starke gesundheitsfördernde Wirkungen hat Manukahonig, der deshalb auch als Medizinhonig eingesetzt wird.

Was ist Manukahonig?

Manukahonig wird aus dem Nektar der Südseemyrte (Manuka) gewonnen, die nur in Neuseeland und Australien zu finden ist. Wie andere Honige enthält er die Zuckerabbaustoffe Methylglyoxal und Wasserstoffperoxid, die eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung haben.

Den Grund für die besonders starke Wirkung des Manukahonigs entdeckten im Jahr 2006 Prof. Thomas Henle und sein Team an der TU Dresden: Der wichtige Inhaltsstoff Methylglyoxal (MGO), ist in Manukahonig um ein vielfaches höher, als in normalen Blütenhonigen. Somit ist auch die antibakterielle Wirkung des Manukahonigs stärker.

Manukahonig als zugelassenes Medizinprodukt

Mittlerweile wird Manukahonig in vielen deutschen Kliniken und Arztpraxen eingesetzt. Dort verwendet man ihn vor allem in Form eines so genannten medizinischen Honigs.

Dabei handelt es sich um ein klinisch zugelassenes Präparat, das hauptsächlich aus Manukahonig, sowie einer geringeren Menge eines glukoseoxidasehaltigen Honigs sowie Ölen und Wachsen zur Stabilisierung besteht.

Zusätzlich bekommt medizinischer Honig eine Behandlung mit Gamma-Strahlen. Deren Radioaktivität machen ihn steril und haltbar und töten mögliche Bakterien.

Manukahonig als Wunderwaffe bei Wunden

Professor Arne Simon ist Spezialist für krebskranke Kinder am Universitätsklinikum des Saarlandes und Experte für die Verwendung von Honig. Der medizinische Honig kommt beispielsweise zum Einsatz, wenn sich Wunden nach einer Operationen entzünden und langsam heilen. Das passiert bei seinen jungen Patienten immer wieder, wenn ihr Immunsystem durch die Chemotherapie geschwächt ist.

„In solchen Fällen nutzen wir medizinischen Honig, da er einige Vorteile gegenüber herkömmlichen Methoden hat“, erklärt Simon gegenüber der Apotheken Umschau. So heilen die Wunden mit dem speziellen Medizinhonig ohne weitere Komplikationen ab, wie der Spezialist aus langjähriger Erfahrung weiß.

Zudem ist der Verbandswechsel nicht so schmerzhaft wie bei anderen Wundauflagen, weil der Honig die Wunde reinigt und feucht hält. Solche Vorteile fallen gerade bei Kindern, die durch eine schwere Erkrankung wie Krebs belastet sind, stark ins Gewicht.

Selbst Skeptiker sind nun überzeugt

Viele anfängliche Skeptiker sind inzwischen vom Medizinhonig überzeugt. So auch Professor Axel Kramer vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin in Greifswald. Noch 2004 hielt er es für unangebracht, den medizinischen Honig bei der Behandlung von Wunden einzusetzen. Heute, so sagt er, habe sich seine Meinung dazu von Grund auf geändert. Die neueren wissenschaftlichen Ergebnisse hätten die Vorteile des Honigs eindeutig belegt.

Immer mehr Kliniken verwenden Honig bei der Wundbehandlung. Denn ein großer Vorteil des Honigs ist auch, dass Bakterien gegen ihn bislang keine Resistenzen entwickeln können. Ein entscheidender Vorteil in Zeiten, in denen viele herkömmliche Antibiotika gegen verbreitete Krankenhauskeime machtlos sind.

Noch mehr über Manukanonig, worauf es beim Kauf ankommt und wie du ihn selbst bei Wunden, Hautproblemen, Erkältungen und Zahnfleischentzündigen einsetzt, findest du hier.

Quelle: Apotheken Umschau

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