Machen Süßstoffe uns dick?

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Ungefährlich scheint die Verwendung von künstlichen Süßstoffen nicht zu sein: Sie werden mit Krebs, Gewichtszunahme und Verdauungsbeschwerden in Verbindung gebracht. Wissenschaftler streiten trotzdem noch über Verzehrsempfehlungen.

Süßstoffe sind in etwa so wie Margarine: Im letzten Jahrhundert entwickelt, hatten sie ihren Hype in den Sechzigern und Siebzigern, nur um heute – bei Verfechtern nach wie vor beliebt – noch immer in schnöden Verpackungen in den Supermarktregalen zu stehen. Aber wer nun von Zucker, Aspartam, Margarine oder Butter am bösesten ist, weiß keiner so genau: Denn Wissenschaftler kratzen sich in Sachen Süßstoff immer noch am Kopf.

Wie der Blog der New York Times schreibt, sind Süßstoffe besonders bei Diäten beliebt. Einige Studien haben auch bewiesen, dass Menschen, die ihre Getränke künstlich süßten, tatsächlich weniger an Gewicht zugelegt haben, als eine Gruppe von Menschen, die in derselben Zeitspanne die gleiche Menge an zuckerhaltigen Getränken zu sich genommen haben.

Der große Teil unabhängig verfasster Studien ist jedoch der Meinung, dass der häufige Gebrauch von Süßungsmitteln eher mit gesundheitlichen Schäden als Gesundheitsnutzen mit einhergeht – unter anderem mit langfristiter Gewichtszunahme.

Studien zeigen negative Gesundheitsfolgen auf

Eine breit angelegte Studie beobachtete 6814 Amerikaner zwischen 45 und 84 Jahren für mehr als fünf Jahre. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Menschen, die pro Tag mindestens einmal künstlich gesüßte Getränke konsumierten, ein zu 67 Prozent höheres Risiko hatten, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, als Menschen, die keine solchen Flüssigkeiten tranken. Auch Stoffwechselstörungen traten 36 Prozent mehr auf.

Eine weitere Studie beobachtete die Einwohner der US-Stadt San Antonio für zehn Jahre. Diejenigen Amerikaner, die mehr als 21 Diätsoda-Einheiten pro Woche konsumierten, hatten ein doppelt so hohes Risiko, übergewichtig oder adipös zu werden. Je mehr künstlich gesüßte Getränke verschlungen wurden, desto höher auch das Risiko.

Mehr Forschung gefordert

Die beiden Studien liefern aber anscheinend noch immer nicht genügend Beweise, um dem künstlichen Zeug den Garaus zu machen. „Die Gewichtszunahme könnte auch von anderen Faktoren herrühren“, sagt beispielsweise der von Ajinmoto (Süssstoff-Hersteller) bezahlte Dr. John Fernstrom (Pittsburgh University). Aber auch andere Wissenschaftler fordern tiefergreifendere Forschung.

Studien über die Auswirkung von Süßstoffen an Tieren zeigen deutlich, dass künstlicher Zucker die Bakterienzusammensetzung im Darm negativ verändert. Zudem wird Süßstoff mit Verdauungsbeschwerden und gestörtem Wahrnehmen von Hunger- und Sättigungsgefühl in Verbindung gebracht. Aufgrund dieser Sachlage empfehlen Experten – wenn überhaupt – nur mäßige Mengen an Diät-Getränken zu verzehren.

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