Light- & Zero-Produkte lösen Diabetes aus

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Light- & Zero-Produkte lösen Diabetes aus - Gesundheit

Diabetes

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Wie Codecheck im Juli 2014 berichtete, führt ein übermäßiger Konsum von Light- und Zerogetränken zu einem 48% höherem Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Vor wenigen Tagen titelte der Schweizer Tages-Anzeiger, dass nun eben diese Süßstoffe zu Glukose-Intoleranz, einer Vorstufe von Diabetes, führen.

Süßstoffe werden auf der ganzen Welt als Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln verwendet. Sowohl schlanke als auch übergewichtige Menschen nehmen die Stoffe zu sich. Durch ihren geringen Kaloriengehalt gelten sie als sicher und vorteilhaft gegenüber Zucker. Namentlich sind das die Süßsstoffe Aspartam, Saccharin und Sucralose, die Zucker in Getränken, Desserts oder Müslis ersetzen.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse

Neue wissenschaftliche Daten zweifeln am Nutzen künstlicher Süßstoffe und nehmen demnach die Position von Codecheck an. In einer Studie, die in der Fachzeitschrift “Nature” veröffentlicht wurde, wird ein Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Glukose-Intoleranz, der Vorstufe von Diabetes, und dem Konsum von künstlichen Süßstoffen hergestellt.

Die an der Studie beteiligten Forscher fanden heraus, dass die drei gebräuchlichsten Süßtoffe die Darmflora sowohl in ihrem Aufbau, als auch in ihrer Funktion beeinflussen. Durch ihre Einwirkung verändern die Süßstoffe den Darm so, dass sich eine Glukose-Intoleranz entwickelt. Diese schädliche Veränderung kann nur durch Antibiotika aufgehoben werden.

Cola Zero

Was sagen die Behörden?

Und was meint die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA)? Noch im vergangenen Dezember kam sie zu dem Schluss, dass der Konsum von Aspartam sicher sei “in den derzeitigen Expositionsmengen”. Demnach gebe es keine Sicherheitsbedenken bei der Aufnahme von Aspartam und seinen drei Bestandteilen Phenylalanin, Methanol und Asparaginsäure. Erst in sehr hohen Konzentrationen wirkten sie toxisch. Der Beurteilung der EFSA-Experten schließt sich auch das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) an.

Die neuste Studie wird, wie auch künftige Studien zum Thema, von der EFSA genau überprüft. Eine komplette Neubeurteilung der Süssstoffe sei zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht vorgesehen, so ein Sprecher auf Anfrage. Dies könnte sich jedoch ändern, wenn sich aufgrund weiterer Studien der Verdacht erhärten würde, dass die Süßstoffe für den menschlichen Organismus schädlich sind.

Was man tun kann

Die Autoren der Studie bringen die mikrobiotischen Veränderungen in Zusammenhang mit Stoffwechselerkrankungen. Deshalb raten die Forscher von der Einnahme großer Mengen dieser Stoffe ab. Kommt das Bedürfnis nach Süßem auf, sollte man dem mit natürlichen Produkten nachkommen. Zucker, vorzugsweise raffinierter, kann in Maßen ohne Probleme genossen werden.

Wer künstliche Süßstoffe in seinen Produkten sicher entdecken will, tut dies am besten mit dem Produkt-Check von Codecheck.

Diese Produkte enthalten zwar einiges an Zucker, sind aber trotzdem gesünder als ihre “zuckerfrei”-Varianten:

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